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Schwarzes Brett

27.10.2017

 

 

 

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Kopovfreunde,

 

wer anwesend war, konnte sich im Knüllwald vom aktuellen Stand des Geschehens im Verein überzeugen. Nach meiner Auffassung war es ein insgesamt gelungenes Vereinswochenende.

Dabei gilt es nicht zu verschweigen, dass zu verschiedenen Dingen unterschiedliche Auffassungen und Meinungsverschiedenheiten bestehen. Aufgaben die es gemeinsam zu lösen gilt!

Wachsende Mitgliederzahlen bestätigen uns, dass der von uns eingeschlagene Kurs richtig ist. In diesem Zusammenhang möchte ich alle bitten sich, je nach gegebenen Möglichkeiten, in unser Vereinsgeschehen einzubringen. Nur wer aktiv ist kann etwas bewegen.

 

Jeder Kopovfreund muss jetzt aktiv mit dem eigenen Hund jagen. Der Möglichkeiten dafür gibt es genug.  Am Ort des Geschehens gelingt es oft am besten die jagdlichen Qualitäten des von uns geführten Vierbeiners und vielleicht auch mal die eigenen selbstkritisch einzuschätzen.

 

Witterungsunbilden zwingen uns erneut Zeit, Arbeit und Geld in unser Schwarzwildgatter in Karthan zu investieren. Im Juli verlor eine stattliche Eiche in Folge einer Windhose den Halt und stürzte in den Zaun unseres Ruhegatters. Die beiden Gattersauen nutzten die Gelegenheit und verließen ihren angestammten Wohnsitz auf Nimmerwiedersehen. Unser Gatterteam und weitere fleißige Kopovfreunde der RG Nord bemühten sich redlich um die Instandsetzung des Zaunes und um neuen Besatz.  Kurz um, einen Tag nachdem die neuen Gatterinsassen Einzug hielten, fegte „Xaver“ alle Hoffnungen auf einen nunmehr funktionierenden Gatterbetrieb wieder hinweg. Auch andere Schwarzwildgatter waren betroffen allerdings soweit mir bekannt, keines in dieser Form. Nun ist es wieder an uns, den zerstörten Zaunabschnitt instand zu setzen und den Gatterbetrieb am Leben zu erhalten. Dazu haben wir uns mit der Bereitschaft zum Betreiben des Gatters gegenüber der Jägerschaft und uns selbst verpflichtet.

 

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Kopovfreunden Bernd Halter, Frank Zemelka, Arne Schlagowsky, Christoph Licht und Roland Braas sowie bei Steffen Below für die geleistete Arbeit bedanken und darum bitten: macht weiter! Wer uns sonst dabei unterstützen will, hält sich bitte das letzte Februarwochenende frei. Dieses Wochenende haben wir für die Erledigung von notwendigen Arbeiten an und um unser Gatter geplant. Näheres dazu in diesem Heft. Auch für weitere Anregungen sind wir dankbar!

 

Bereits an dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass der Schwarzwildbrackenverein im kommenden Jahr 2018 mit Organisation und Durchführung der nunmehr bereits traditionell am letzten Juniwochenende stattfindenden Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine beauftragt ist.

 

Im Zusammenhang damit sind von unserer Seite noch eine ganze Menge anderer Dinge geplant um das Wochenende zu einem Erfolg für alle Beteiligten werden zu lassen. Wer sich mit einbringen will, setzt sich bitte mit Kopovfreund Axel Gräfke in Verbindung. Insbesondere vorher sind wir für alle gehaltvollen Vorschläge sehr dankbar.

 

Im Namen des Vorstands wünsche ich uns allen Gesundheit, Glück, Weidmannsheil und erfolgreiche Aktionen mit den Hunden sowie die für den Jahreswechsel erforderliche Besinnlichkeit und Ruhe.

 

Brackenheil!

Hubertus Heine  

 

 

 

Verbandsprüfung im Knüllwald des Schwarzwildbrackenverein

 

Am 09.09.2017 fand im Knüllwald in Hessen, rund um Rengshausen, die

2. Verbandsfährten- und Verbandsschweißprüfung des Schwarzwildbrackenvereins statt.

 

Der Prüfungstag zeigte sich bereits beim Zusammentreffen im Suchenlokal Hotel Sonneck trotz des verheißungsvollen Namens mit Regen.

Insgesamt fünf Gespanne waren erschienen um nach wochenlanger Vorbereitung ihr Können unter Beweis zu stellen und vor allem eine Bestätigung der Brauchbarkeit für die Nachsuchenarbeit zu erlangen.  Die Anspannung und Aufregung unter den Teilnehmern war natürlich groß.  Nach der Begrüßung und Ansprache durch den Prüfungsleiter Roland Brass, Kontrolle der Chipnummern der Hunde und Verlosung der Fährten ging es in zwei Gruppen in die von Hessenforst zur Verfügung gestellten Reviere.  

Drei Gespanne, zwei Schwarzwildbracken und ein Teckel, starteten bei der Verbandsfährtenschuhprüfung auf der 20 Stunden Fährte. Bei der Verbandsschweißprüfung, ebenfalls auf der 20 Stunden Fährte, starteten zwei Hunde, eine Schwarzwildbracke und ein Gonczy Polski.

 

Die mindestens 1000 Meter langen Prüfungsfährten waren in anspruchsvollem Gelände, teils im Hang gelegen, mit Gräben durchzogen und in abwechslungsreichen Fichten und Laubwaldbeständen sowohl im Hochwald als auch in Dickungsbereichen mit Naturverjüngung, Brombeeren und Farn gelegt. So wie es auch in der Praxis vorkommen kann.

Und genau für diese Tauglichkeit in der Praxis sollen die Hunde und Führer ja durch die Vorbereitung auf die Prüfung hingeführt werden.

Auch zahlreiche Verleitungen durch Rotwild, Sauen, Rehwild und natürlich auch den übrigen Waldbewohnern wurden im Prüfungsrevier den Gespannen geboten.

 

Am Ende des Prüfungstages konnten sich alle fünf Gespanne über Ihre bestandene Prüfung freuen!

Bei der Verbandsschweißprüfung bestand der Gonczy Polski Rüde Lobuz Zimmy Trop mit seiner Führerin Sonja Gockel mit einem SWIII, und die Schwarzwildbrackenhündin Betty von der Walsbachquelle mit Führer Dr.Werner Schäfer mit einem SWII.        

Die Verbandsfährtenschuhprüfung bestanden mit einem FSIII Peter Hänel mit Borensteker`s Bela und Stefan Martens mit Oleg Venandi.

 

Die Kurzhaarteckelhündin Frieda von der Roten Zora mit Führer Matthias Plefka bestand die Prüfung mit einem FSI.

 

Nach der Urteilsverkündung und Überreichung der Urkunden im Suchenlokal endete mit dem Verblasen der Strecke insbesondere für die Prüflinge ein anstrengender und spannender Prüfungstag.

 

Einen besonderen Dank gilt Roland Braas als Prüfungsleiter sowie allen teilnehmenden Richtern, Richteranwärtern und Helfern. Ebenso vielen Dank an Hessenforst und an die entsprechenden Revierleiter für die Unterstützung und zur Verfügungsstellung der für eine solche Prüfung hervorragend geeignete Reviere.

 

Diese sehr gut organisierte, anspruchsvolle Verbandsprüfung hätte durchaus eine noch größere Beteiligung verdient. Der Anreiz und das Ziel, eine derartige Verbandsprüfung zu bestehen hilft ungemein dabei auch nach bestandener AP und GP weiterhin intensiv mit seinem Hund auf der künstlichen Fährte zu üben, dadurch Vertrauen und Harmonie im Zusammenspiel von Hund und Führer zu verstärken und verfestigen. Dies alles zur Vorbereitung auf die rauhe Praxisarbeit.

Bei der Siegerehrung wurde allen Hundeführer noch eine Aufbruchmesser des SBV überreicht.

 

 

 

Allen Gespannen weiterhin viel Erfolg bei der Nachsuchenarbeit!

 

Mit Brackenheil

Matthias Plefka

 

 

 

Protokoll: Die Züchtertagung 2017 fand am Samstag, den 24. Juni, um 16.00 Uhr im Landhotel  Am Rothenberg, Rothenbergstraße 4, 37170 Uslar, Ortsteil Volpriehausen statt.

 

Tagesordnung:

 

Top 1: Begrüßung der angereisten Züchter, Deckrüdenbesitzer, Vorstandsmitglieder und des Referenten Herrn  DVM Lutz Salomon durch den HZW Rolf Strieder.

 

Top 2: Vortrag von Herrn DVM Lutz Salomon über den Themenbereich „Erste Hilfe beim Jagdhund“:

 

Präsentation zum Vortrag

 

Top: 3 Rückblick auf das Zuchtjahr 2016 und Ausblick auf die Zucht in 2017

 

Zunächst möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich bei allen Mitgliedern, Züchterinnen und Züchtern für das im zurückliegenden Jahr gezeigte Engagement und die gute und sachliche Zusammenarbeit bedanken. Dieser Dank gilt besonders den Züchtern, die sich der Mühe für die Aufzucht eines Wurfes unterzogen haben und keinen Aufwand gescheut haben.

Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle Frau Kirsten Ritter für ihre gewissenhafte und souveräne Führung  der Zuchtbuchstelle danken, eine sicherlich  nicht immer ganz leichte Aufgabe.

Bei  den Unterlagen zur Wurfabnahme liegen Ihnen Aufnahmeanträge

zum Vereinsbeitritt mit bei, mein Appell an die Züchter: „Ermuntern Sie die neuen Hundebesitzer, Mitglied in unserem Verein zu werden!“

 

Noch eine Bitte, schicken Sie an Frau Ritter und mich nur Einschreiben per Einwurf, bitte nicht  mit Rückschein. Wir sind tagsüber nicht zu Hause und müssen dann am nächsten Tag zur Post fahren und das Einschreiben abholen – derartiger Zeitaufwand ist nicht zu leisten.

 

Info- Blatt für die Zucht

Da es bei den Züchtern, aber insbesondere bei Neuzüchtern und bei an der Zucht Interessierten immer wieder zu Rückfragen oder Fehlern in den Abläufen kommt, hat die Zuchtkommission ein Info- Blatt „Zucht“ erarbeitet- welches im letzten MB vorgestellt und auf der Homepage eingestellt wurde.

Bei Zuchtzulassungen oder auch Zwingereintragungen wird dies durch mich oder Frau Ritter ausgehändigt. Bitte lesen und beachten! Wir haben alle wichtigen Infos auf einer Seite zusammengefasst.

Es ist vorgesehen, dass die Regionalgruppenzuchtwarte sich stärker bei der Betreuung der Neuzüchter einbringen.

 

Aktuelle Situation in der Zucht

Für das Zuchtjahr 2017 waren 41 Anpaarungen beantragt und geplant.

Glücklicherweise sind schon viele Würfe gefallen, dabei ist besonders erfreulich, dass wir wieder vermehrt große Würfe haben und die Welpensterblichkeit zurückgegangen ist (siehe Homepage).

Leider sind aber wieder einige Hündinnen leer geblieben und wir werden zwei bis drei Rüden hinsichtlich ihrer Zeugungsfähigkeit überprüfen lassen müssen.

Trotzdem gehe ich  davon aus, dass  in diesem Jahr 170-180 Welpen geworfen werden.

Nach wie vor können wir die Nachfrage nach Welpen nicht abdecken, dabei haben die Züchter die besondere Verpflichtung die interessierten Hundeführer zu überprüfen, ob diese auch über die nötige Zeit und die jagdlichen Möglichkeiten verfügen, damit die Anlagen der Junghunde auch entsprechend abgerufen werden können.

 

Bitte denken Sie daran, wenn Hunde aus dem Ausland eingeführt werden oder aber auch von Deutschland exportiert werden, dass jeder Welpe über Export Papiere verfügen muss. Um an unseren Prüfungen und Ausstellungen teilnehmen zu können,  muss eine Übernahme in unser Zuchtbuch erfolgen.

 

Viele Jagdhunderassen züchten nur mit sehr wenigen Hunden, welche tlw. auch noch miteinander verwandt sind. Treten dann gesundheitliche Probleme auf, steht plötzlich die gesamte Zucht mit dem Rücken zur Wand – eine Situation die durch zu geringe Zuchteinsätze und zu scharfe Selektion schnell herbeigeführt werden kann. Wir werden weiter intensiv daran arbeiten, dass wir nicht in ein derartiges Dilemma geraten.

 

In der nun folgenden lebhaften Diskussion wurde von einigen Züchtern eine stärkere Selektion unter den Zuchthunden gefordert.

Die Zuchtkommission hat beschlossen,  diesem Wunsch nicht zu folgen, sondern im Gegenteil die Zucht -wenn irgend möglich- zu erweitern und wo immer sich die Möglichkeit bietet auf breite genetische Basis zu stellen. Eine noch stärkere Selektion führt zwangsläufig zur weiteren genetischen Verarmung mit allen damit zusammenhängenden negativen Begleiterscheinungen.

Der Slovensky Kopov ist vom Genpool gesehen eine sehr kleine Rasse, wir können uns weitere Eingrenzungen und Selektionen züchterisch gesehen nicht leisten.

Diese Fehler wurden in der Vergangenheit von anderen Jagdhunderassen schon vollzogen und bedürfen nicht unserer Nachahmung.

 

Als Zuchtverein sind wir gefordert offensiv gegen die vielen Schwarzzuchten anzugehen,

 das kann nur über eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit erfolgen  – auch Sie, liebe Züchter/innen, sind gefordert für unseren Verein Werbung zu machen und darauf hinzuweisen, dass nur wir - Mitglied im JGHV und dem VDH/FCI sind, alles andere sind sogenannte Schwarzzuchten. Wir wollen uns aber über die Konkurrenz zu den eingesetzten Hunden aus Schwarzzuchten nicht beklagen, sondern wir müssen bemüht sein, durch bessere Arbeit zu überzeugen.

 

Nochmals der Appell an alle Züchter:

Animieren Sie Ihre Welpenkäufer, unsere Ausstellungen zu besuchen, die HD-Begutachtung durchzuführen und insbesondere auch unsere Anlagenprüfungen zu besuchen.

  

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

 

Rolf Strieder