Archiv

 

Für alle Interessierten, 

finden sich hier verschiedene Beiträge 

älteren Datums.

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

als der verantwortliche deutsche Zuchtverein für den Slovensky Kopov stehen wir in einer hohen jagdkynologischen Verantwortung. Die daraus entstehenden Aufgaben müssen wir zur Zufriedenheit aller Kopovfreunde erfüllen und der Jägerschaft gesunde und wesensfeste Hunde für die Praxis zur Verfügung stellen. In unser aller Interesse bitte ich deshalb alle, sich aktiv einzubringen und zum Erfolg unserer gemeinsamen Sache beizutragen.

 

Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten am 12.03.2017 die von uns zur Sachkundeprüfung des JGHV gemeldeten Richteranwärter Steffen Below, Uwe Böttger, Oliver Döz, Matthias Merten, Martin Noisten, Eckhard Palaß und Ronald Pape mit ihrer erfolgreichen Teilnahme. Euch allen für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung! Für die Zukunft alles Gute, ein glückliches Händchen und viel Erfolg beim Richten.

 

Nachdem die Anlagenzuchtprüfungen im Frühjahr abgeschlossen sind, finden unsere nächste Ausstellung mit anschließender Zuchtzulassung und die nächste Züchtertagung am 24. Juni 2017 in Uslar statt. Ebenfalls an diesem Wochenende wird die Verbandsfährtenschuhprüfung (VFSP) der Brackenzuchtvereine im Spessart durchgeführt. Organisiert wird diese heuer vom Verein Jagdbeagle. Die Ausschreibung finden Sie wie gewohnt in diesem MB. Es sei bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass wir im nächsten Jahr mit der Organisation dieser Veranstaltung beauftragt sind!

 

Unsere Mitgliederversammlung wird am 09.September im Knüllwald stattfinden. Das weiträumige Gelände eignet sich sehr gut für unsere Zwecke. Eine VSwP und VFSP sowie eine Schweißprüfung nach unserem Reglement und die am 10.09. stattfindende Ausstellung mit anschließender Zuchtzulassung sollen dieses Wochenende wieder zu einem Höhepunkt in unserem Vereinsleben machen.

 

Der Klub der Züchter der slowakischen Schwarzwildbracken organisiert vom 10. bis zum 12.11. 2017 das XXIII "MEMORIÁL ANDREJA RENČA" die internationale Kopovprüfung mit Titeln CACIT und CACT. Der Wettbewerb findet in der Nähe der Stadt Žilina statt. Vertreten werden unseren Verein Josef Mang und Peter Knüpfer.

 

Alle weiteren Termine und Ausschreibungen für 2017 finden Sie hier auf den Seiten der Vereinshomepage .

 

Ihnen und Euch allen viel Freude mit den vierbeinigen Jagdgefährten, Weidmannsheil, Jagd- und Suchen Glück!

 

Brackenheil!

Hubertus Heine

 

 

 

Einladung zur Hauptversammlung

 

Der Vorstand des Schwarzwildbrackenvereins lädt hiermit zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 09.09.2017 in den Knüllwald ein.

 

 

Tagungslokal: 

Hotel Sonneck

 

Zu den einzelnen Bäumen 13

 

34593 Knüllwald-Rengshausen

 

Tel.: 05685/99957

 

e-mail: Info@Hotel-Sonneck.com

 

 

Beginn der Versammlung:

 17.00 Uhr

                                       

Tagesordnung:

 

1.     Begrüßung und Eröffnung

2.     Feststellung der Beschlussfähigkeit und Bekanntgabe der Zahl der anwesenden Mitglieder (§ 18 Abs. 3 Satzung des SBV)

3.     Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 18.06.2016 in Goslar-Hahnenklee

4.     Tätigkeitsberichte des Vorstandes

5.     Wahl des Prüfungsobmannes

6.     Information zur aktuellen Kassenprüfung und Entlastung des Vorstandes

7.     Verschiedenes

 

 

gez. 

Hubertus Heine

Vorsitzender

 

 

13. Verbandsfährtenschuhprüfung

der Brackenzuchtvereine des JGHV e.V. im Hochspessart

 

Termin:

24.06.2017

Ausrichter:

Verein Jagd-Beagle e.V.

Voranmeldung bei: 

Hubertus Heine

Nennungen:   

JGHV-Formblatt Nr.2

Meldeschluss:

04.05.2017

Nenngeld:     

Wird für alle Hundeführer des Schwarzwildbrackenverein e.V. vom Verein getragen

Fährtenschuhfährte:  

Schwarzwildschalen, 20 & 40 Stunden Fährte

Voraussetzungen:  

Der Hund muss am Prüfungstag mindestens 2 Jahre alt sein; Schussfestigkeit und lautes Jagen muss mit APZ- bzw GP-Zeugnis nachgewiesen werden

Suchenlokal:

Wald-Hotel Heppe, Heppe 1, 63874 Dammbach

 

Die Zimmerbuchung erfolgt durch den Teilnehmer (nicht vom Verein)

 

 

 

Fortbildung der Züchter, Deckrüdenbesitzer und Zuchtwarte

 

Die Züchtertagung 2017 findet am

Samstag, den 24. Juni, um 16:00 Uhr, im

Landhotel Am Rothenberg

Tagungs- und Erlebnisresort,

Rothenbergstraße 4, 37170 Uslar, Ortsteil Volpriehausen

Telefon 05573 / 959-451

Fax 05573 / 959-100

www.am-rothenberg.de

patrik.boeder@am-rothenberg

statt. 

 

Der Kreis der Teilnehmer ergibt sich aus §3.4 der Zuchtordnung, eine gesonderte Einladung ergeht nicht.

Es wird darauf hingewiesen, dass der beschriebene Personenkreis zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet ist.

 

Tagesordnung:

1. Begrüßung durch den HZW Rolf Strieder

 

2. Vortrag von Herrn DVM Lutz Salomon, Themenbereich: Erste Hilfe beim Jagdhund. 

 

3. Rückblick auf das Zuchtjahr 2016

 

4. Ausblick für die Zucht in 2017

 

5. Allgemeine die Zucht betreffende Fragen

 

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

im Harz feierten wir unser Vereinsjubiläum und hielten unter anderem Rückschau auf die vergangenen 25 Jahre unseres Vereinslebens. Daneben ereigneten sich, im nunmehr fast vergangenen Jahr 2016, auch noch eine ganze Menge anderer Dinge, deren vollständige Aufzählung diesen Rahmen jedoch sprengen dürfte. Neben den nunmehr schon obligatorisch stattfindenden Ausstellungen und Prüfungen, fassten wir den Beschluss den mittlerweile sehr maroden Zaun um das Arbeitsgatter unseres Schwarzwildgatters in Karthan zu erneuern, um damit weiterhin den regulären Gatterbetrieb abzusichern. Zur Bauabnahme im Oktober konnten wir uns von einer gelungenen Arbeit überzeugen. Ein stabiler Zaun um das Arbeitsgatter und eine kompakte zweiteilige Toranlage sichern Funktionalität und lassen unser Gatter im Bild einer den heutigen Anforderungen entsprechenden jagdkynologischen Einrichtung erscheinen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle maßgeblich Beteiligten, für die stellvertretend Kopovfreund Arne Schlagowsky genannt sei.

 

Mit dem Beschluss zur Bindung der aktuellen Zuchtzulassungen an das Ergebnis eines vorangegangenen kardiologischen Gutachtens (Untersuchung auf Herzfehler) reagierten die Mitglieder unserer Zuchtkommission konsequent und verantwortungsvoll auf im Zuchtbetrieb gewonnene Erkenntnisse. In diesem Zusammenhang möchte ich alle um Ruhe und Besonnenheit bitten! Wir bemühen uns um eine objektive und transparente Problemlösung auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Zuchtkommission informiert Sie regelmäßig über den aktuellen Stand der Dinge. Haben Sie dafür Verständnis und vertrauen Sie uns. Als der im VDH organisierte Zuchtverein für Slovensky Kopov sind wir dazu verpflichtet!

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Optimierung unseres Verbandsrichterwesens. Dazu beabsichtigen wir voraussichtlich am ersten Märzwochenende die Veranstaltung einer Richterschulung im Bereich um Mahlpfuhl. Die Beurteilung der Leistungen unserer Hunde auf der Hasenspur (Fachkombination A) soll unser Anliegen sein und uns auf dem Weg zu einem einheitlichen Beurteilen der von den geprüften Hunden erbrachten Leistungen weiter voranbringen. Dazu werden alle aktiven Verbandsrichter persönlich eingeladen. An dieser Stelle möchte schon einmal um eine Teilnahme und Unterstützung bitten!

 

Bei der Menge von zu beurteilenden Hunden können Organisation und Durchführung der notwendigen Prüfungen nicht nur auf den Schultern einiger weniger Enthusiasten hängen bleiben. Diese investieren ihre Zeit und Kraft, um sich schlimmsten Falls am Ende von Hundeführern noch wegen des unzureichenden Prüfungsergebnisses ihres (unvorbereiteten) Schützlings unsäglich betiteln lassen zu müssen! An dieser Stelle bedanke ich mich stellvertretend für alle unsere JGHV Leistungsrichter bei Kopovfreund Roland Braas. Er übernahm neben der Führung der Geschäftsstelle auch kurzfristig die Leitung von Prüfungen und half uns damit sehr aus der Patsche!

 

Für die aktuelle Drückjagdsaison wünsche ich allen Jagdglück und gesunde Hunde. Für die kommenden Weihnachtsfeiertage Ruhe, Besinnlichkeit und Frohsinn, für das anstehende Neue Jahr 2017 alles Gute, Gesundheit und dass sich alle Ihre Wünsche erfüllen mögen!

 

Brackenheil!

Hubertus Heine

 

 

 

Fortbildung der Züchter, Deckrüdenbesitzer und Zuchtwarte

 

Liebe Kopovfreunde,

 

am 10.September 2016 trafen wir uns zur Fortbildung der Züchter, Deckrüdenbesitzer und Zuchtwarte in Knüllwald/Rengshausen. Geprägt durch regen Informationsaustausch und aktuell thematisierten Diskussionen mit der Zuchtkommission erlebten wir interessante Stunden an einem sehr gut organisierten Ausstellungswochenende des Schwarzwildbrackenvereins. 

 

Als Hauptpart hörten wir am Samstagnachmittag den zweiteiligen Fachvorträge von Frau Dr. Urhausen; Tierärtliche Praxis Langenhagen zu den Themen Zyklus, Läufigkeit und optimaler Bedeckungszeitpunkt der Hündin sowie zur Physiologie und Pathologie der Geburt beim Hund.

 

Der Sexualzyklus der Hündinnen beschreibt mit vier Phasen einen etwaigen Jahresverlauf. Dabei wird der Sexualzyklus durch Taglichtlänge (… wie etwa bei Katze, Schaf oder Pferd) nicht beeinflusst. Mit der 1. Läufigkeit ist die Pubertät abgeschlossen. Mit einsetzendem blutigem Vaginalausfluss ist die variabelste Zyklusphase (ca. 1- 5 Monate), der Anöstrus beendet. Über das Östrogen hormonell angesteuert, kommen Hündinnen in den ca. 6 bis 11 Tage andauernden Proöstrus (Vorbrunst). Deutlich ist neben auffallend vermehrtem Lecken des Genitalbereichs das Anschwellen der Scheide zu erkennen. Mit fortschreitender Ödematisierung der äußeren Scham, häufigem Harnabsatz sowie intensiver austretendes Läufigkeitssekret, erhöht sich die Aufmerksamkeit der Rüden. Das dominierende Hormon Östrogen lässt die Attraktivität der Hündinnen auf Rüden ansteigen. In den Ovarien kommt es zur Follikelreifung. Die Hündinnen locken an, aber die Rüden werden noch nicht geduldet. Die Standhitze rückt nun näher. Sehr grob ausgedrückt, liegt dieser Zeitraum für eine optimale Deckbereitschaft in der Mitte der sich über drei bis vier Wochen erstreckenden Hitze. Ein direkt positiv verwertbares äußeres Anzeichen gibt es für dieses zwischen dem 10. und 14. Tag nach Blutungsbeginn eintretendem Stadium leider nicht. Die Östrogenproduktion wird durch die Follikel eingestellt; der Wert fällt kontinuierlich dabei ab. Angekurbelt durch einzelne Follikelzellen wird parallel Progesteron gebildet.  

Die Hündin befindet sich nun im Östrus-Zyklus. Der Vaginalausfluss klart sich von pinkfarben über strohfarben auf. Die Hündin reagiert mit „Schwanzstellreflex“ und gleichzeitigem anheben der Scham (Test: Mit dem Finger über den Rücken der Hündin nach hinten streichen > Rute dreht sich häufig seitlich). Mit der Ovulation werden aus den Eierstockfollikeln innerhalb von ca. 24 Stunden Eizellen freigesetzt. Dabei gelten die letzten vier Tage des Östrus als die fruchtbarste Zeit. Nach der Wanderung der Zellen von den Eierstöcken zu den Eileitern kommt es dort zu einer etwa zwei tägigen Reifungsperiode. Während die Befruchtungsfähigkeit der Eizellen bis 96 Stunden anhalten kann, sind Spermien im weiblichen Genitalbereich bis durchschnittlich zu 6 Tage überlebensfähig. Anhand dieser Zahlenreihen ist unschwer zu erkennen, dass es rel. schwierig erscheint, den günstigsten Bedeckungszeitpunkt mit optimalen Befruchtungschancen zu finden. Wie können wir nun die Chancen erhöhen, dass Reifung und Ovulation in Anwesenheit lebender Spermien erfolgt? Ursächlich ist ein nicht optimal gewählter Bedeckungszeitpunkt der am häufigsten nachweisbare Grund für das Leerbleiben unserer Zuchthündinnen. Oftmals „errechnen“ sich die Züchter den optimalen Decktermin einfach mit der Zählung der Läufigkeitstage, beginnend mit dem ersten sichtbaren Austritt von blutigem Läufigkeitssekret aus der Vulva. Nach Urhausen/Günzel-Apel setzt die Läufigkeitsblutung bei etwa 70 bis 80% der Hündinnen am 12. bis 15. Tag vor der Ovulation ein. Somit ergeben sich rel. günstige Chancen für eine Trächtigkeit, wenn entspr. die Bedeckung auch dann zwischen dem 12. bis 15. Tag nach festgestelltem Hitzebeginn erfolgt.  

Was wird aber mit den verbleibenden 20 bis 30% der Hündinnen, wenn bei ihnen der äußerlich erkennbare Läufigkeitsbeginn aus verschiedenen Gründen verschleppt oder auch gar nicht feststellbar ist (Im Extremfall kann bei einer „stillen Hitze“ die Blutung komplett ausfallen!)? Frau Dr. Urhausen verweist dabei auf Läufigkeitskontrollen. Neben der schon erwähnten Beschaffenheit des Vaginalausflusses lassen sich durch Adspektion der Vulva auf Konsistenz und Ödmatisierung Rückschlüsse auf den jeweiligen Zyklus herleiten. Ist sie weich, befindet sich die Hündin im Anöstrus, prall zeigt den Proöstrus an und teigig ist charakteristisch für eine schon forstgeschrittene Läufigkeit in Ovulationsnähe. Als weitere möglich diagnostische Maßnahmen wären noch die Vaginoskopie und die Vaginalzytologie zu erwähnen. Bedeutende Fortschritte wurden bezüglich einer relativ optimalen Bestimmung der Ovulation durch Testen des Progesterons im Blut erreicht. Durch Gelbkörper (umgebildete Follikelhüllen) wird das weibliche Sexualhormon in den Eierstöcken gebildet. Hat sich der quantitative Zahlenwert (Möglichst keinen semiquantitativen Schnelltest mit resultierend geschätzten Werten durchführen lassen!) zwischen 5 und 7 ng/ml eingepegelt, ist der Eissprung rel. exakt bestimmt (Achtung! Ergebnisse liegen im Speziallabor erst nach ca. 6 bis 12h vor!) und die Verpaarung muss dann innerhalb von 24 bis 48 Stunden zum ermittelten optimalen Bedeckungstag erfolgen. Eine weitere Möglichkeit zur Läufigkeitskontrolle stellt die mikrobiologische Untersuchung dar, bei welcher die vaginal bakteriellen Keimgehalte ermittelt werden. Egal für welche Methode man sich der Läufigkeitskontrolle bedient, wichtig ist, dass der erste Tag mit Proöstrus-Symptomen dokumentiert wird.  

Das Bedeckungszeitfenster mit sehr hohen Befruchtungschancen ist jetzt ermittelt. Die Paarung sollte nun im Zeitraum ein bis drei Tage nach der Ovulation durch einen fertilen Rüden geschehen. Dabei ist ein vollständiger Deckakt inklusiver „Hängen“ mit Wiederholung eines zweiten Deckaktes nach einem Abstand von zwei Tagen von hoher Priorität (> Ca. Tag 2 bis 5 nach Eisprung, Spermien 6 Tage Lebensdauer!). Nach Eichelberg charakterisiert das „Hängen“ aber nicht unbedingt als Alleinstellungsmerkmal einen erfolgreichen Deckakt. Trotzdem, dass ältere Rüden häufig nicht mehr im typischen Umfang auf Schwellkörper zurückgreifen können, reichen bei ihnen jedoch die ersten zwei Minuten schon aus, um eine Hündin erfolgreich decken zu können. Nachweislich werden in der ersten Phase der Ejakulation die größte Anzahl „vitaler“ Spermien freigesetzt. Aber Vorsicht! Eine Hündin welche schon gedeckt wurde, könnte sich ggf. auch später von weiteren Rüden decken lassen und es könnt ungewollt zu einem Malheur kommen. Die Hündin befindet sich im Metöstrus. Jetzt stellt sich die Frage in den Vordergrund: Wie lange dauert nun die Trächtigkeit? Es errechnen sich nach Urhausen zwei Zahlenkombinationen als Durchschnittswerte mit einer Differenz zum Wurftermin von ca. 5 Tagen: von Ovulation bis Geburt relativ konstant 62-64 Tage und von Bedeckung bis Geburt 57-69 Tage. Somit ist deutlich erkennbar, dass die Trächtigkeitsdauer unmittelbar mit der Definition dieser Zeiträume zusammenhängt. Das Ende der Trächtigkeit wird eindeutig mit dem Wölfen der Welpen vorgegeben, aber der ursächliche Beginn kann sich ggf. auf unterschiedliche Ereignisse zurückführen lassen (Bedeckung, Ovulation, Implantation oder Nidation).  

Eine erhöhte Fehleinschätzung ist also demzufolge zu erwarten, wenn man den Deckzeitpunkt der Geburtsprognose zugrunde legt. Für eine erfolgreiche Verpaarung lässt sich die Trächtigkeit am veränderten Erscheinungsbild der Hündin, bei fortschreitender Zunahme des Bauchumfangs und gegen Ende der vierten Woche an der Gesäugebildung erkennen. Dennoch bezeichnet Frau Dr. Urhausen das Ultraschallverfahren (Sonographie) für den Trächtigkeitsnachweis bzw. für die Trächtigkeitsdiagnostik als Methode der Wahl. Ein Vorteil neben dem Trächtigkeitsnachweis ist die Determinierung der Anzahl vorhandener Fruchtanlagen in einem rel. frühen, drei bis fünf wöchigen Stadium. Zusätzlich lassen sich gesicherte Befunde über die Entwicklung sowie die Vitalität der Embryonen bzw. Feten herleiten. Eine rel. genaue zeitliche Bestimmung des Trächtigkeitsstadiums, dadurch auch eine zuverlässige Prognose des Geburtstermins, ist über markante Merkmale an den Embryonen/Feten als auch an der Plazenta bis ca. 35 Tage nach der Ovulation möglich. Nicht unerwähnt darf dabei bleiben, dass die sonographische Verlaufskontrolle während der Embryonal- und Fetalphase neben der Dokumentation physiologischer Trächtigkeitsbefunde auch zur (Früh-) Erkennung von Trächtigkeitsstörungen herangezogen wird (sonographische Bildvergleiche von normal entwickelten Fruchtkammer, zu z.B. nicht charakteristischer Gebärmutterwand, Plazenta, Fruchtwasserverteilung, etc.). Mit nur eingeschränkter diagnostischer Aussagekraft ist dabei eine röntgenologische Untersuchung ab der 7.Woche, mit Ausreifung des mineralisierten fetalen Skeletts, zu werten. Über die gesamte Tragzeit hinweg, kann es zu diversen Störungen der Trächtigkeit kommen (z.B. fetaler Fruchttod, bakteriell bedingte Störungen, Gelbkörperschwäche, etc.), nachzulesen in sämtlich einschlägiger kynologischer Fachliteratur (Siehe Angewandte und weiterführende Literatur!). 

Der eigentliche Geburtstermin kann, auch wenn er relativ präzise über den Ovulationszeitpunkt ermittelt werden konnte, durch die Größe des Wurfs beeinträchtigt werden. So kann z.B. ein durch Platzmangel bewirkter Progesteron-Abfall auf weniger als 2ng/ml den Beginn der Geburt deutlich beeinflussen. Erwiesen ist, dass sich bei größeren Würfen die Tragzeit verkürzt abzeichnet, wohingegen bei kleineren Würfen die Tragzeit länger dauern kann. Nach dem besagten Absinken des Progesteronspiegels folgt das rektal messbare Absinken der Körpertemperatur von normal >/= 38°C um etwa 1 bis 1,5 °C. In den letzten 7 bis 10 Tagen vor dem ermittelten Geburtstermin kann dieser Temperaturabfall günstig durch tägliches messen (2 bis 3 mal pro Tag) dokumentiert werden. Innerhalb der folgenden 12 bis max. 24 Stunden sollte dann die Hündin mit dem Wölfen beginnen. Konnte kein genauer Ovulationszeitpunkt ermittelt werden, sollte diese Methode gerade mit besonderer Sorgfalt angewandt und die Werte dokumentiert werden. „Das sicherste Zeichen, dass die Geburt noch etwas auf sich warten lässt, ist für mich der ungebrochene Appetit unserer Hündin. …“, so Dr. Dieter Fleig. Sämtliche Vorsorge- und Hygienemaßnahmen sind getroffen (z.B. Umgebungstemperatur im Wurfraum bei kontrolliert ca. 20°C; > Welpen habe erst im Alter von 3 bis 4 Wochen die Fähigkeit zur eigenständigen Körpertemperaturregulation, etc.). Mit der Ausschüttung fetalem Cortisols (Stress!) werden die Geburtsvorgänge aktiviert. Der Abbau von Gelbkörper lässt den Progesteronwert auf <2ng/ml einige Stunden vor dem Wölfen absinken.  

Dies bewirkt eine Kontraktion des Myometriums unter gleichzeitigen Druckanstieg im Uterus. Die Eröffnungsphase ist durch „Nestbauverhalten“, deutliche Unruhe, Zittern, Hecheln und Belecken der Vulva gekennzeichnet. Jetzt wird auch die Nahrungsaufnahme verweigert. Durch Einleitungswehen, die aber noch keine Presswehen darstellen, kommt es zur Öffnung der Zervix bei vermehrtem Ausschütten von Oxytocin (Wehenmittel). Folgende Presswehen unter Maximaldruck führen, alternierend aus beiden Gebärmutterhörnern, zur Austreibung in Vorder- oder Hinterendlage der Welpen (Austreibungsphase). Das Intervall zwischen zwei Welpen sollte dabei zwei (max. 4h) Stunden nicht überschreiten. Mit der Wehentätigkeit steigt die Körpertemperatur wieder an. Gewölfte Welpen werden dirket angelegt und in dem Geburtspausenintervall laktiert (Oxytocinausschüttung weckt Saugreiz und wirkt stimulierend auf weitere Geburtsvorgänge). Genetisch fixiert, setzt die Versorgung der Welpen durch die Hündin ein. Sofort muss die Nabelschnur durchbissen, der Kreislauf und die Atmung durch Ablecken angeregt und die Mäuler und Nasen der Welpen von Fruchthüllenanhängseln befreit werden. Die Nachgeburtsphase fällt häufig etwa 15 Minuten nach der Geburt eines Welpen parallel in die Austreibungsphase und wird von der Hündin aufgenommen. Eine genaue Kontrolle des Nachgeburtsabgangs ist deshalb zwingend notwendig. Verbleiben Nachgeburten in der Gebärmutter, kann dies zu Erkrankungen führen.  

Im Zwingerbuch bzw. Zuchthündinnenpass sollten die wichtigsten Parameter über den Geburtsvorgang dokumentiert werden (Körpertemperaturkurve, Dauer der Wehen bis zur Geburt des 1. Welpen, Führen eines vorbereiteten „Welpenprotokolls“ mit Angaben-Zuordnung: Wölfzeit, Abstand der Geburten, Geschlecht, Geburtsgewicht incl. fortlaufenden Gewichtszunahme-Dokumentation; > sollte ca. 5 bis 10% täglich sein, Verdoppelung des Geburtsgewichts innerhalb der ersten 10 Lebenstage, bes. Welpenmerkmale wie besondere „Abzeichen“ oder „Wolfskrallen“, Angaben zum Geburtsverlauf wie Vorder- oder Hinterendlage).  

In Folge erläuterte Frau Dr. Urhausen diverse Geburtsstörungen (z.B. primäre und sekundäre Wehenschwächen, fetalbedingte Geburtsstörungen, Puerperium, Mastitis oder Eklampsie). Abschließend wurden noch physiologische und Erkrankungen bei neugeborenen Hundewelpen vorgestellt (Hypogammaglobulinämie, toxisches Milchsyndrom, Canines Herpesvirus CHV1). Die Welpen wurden in fünf Altersstufen geordnet: Neugeborenen (Geburt bis 10 Tage), Saugwelpe (bis 9 Wochen), Absetzwelpe (5. Bis 9. Woche), Welpe (bis 6 Monate) und das Jungtier (bis 12 Monate).  

Fleig bemerkt in seinem Buch „Die Technik der Hundezucht“ (S.63): „Das Allerwichtigste, was Sie jedoch allen diesen Darlegungen entnehmen können, ist die Tatsache, dass es in der Hundezucht biologische Vorgänge gibt, die außerhalb der Einflussnahme des Menschen ablaufen. Dem hat der erfolgreiche Züchter eigentlich nur eines entgegenzusetzten, - Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Lebewesen sind keine Maschinen, - und das macht die Hundezucht auch wieder so reich an Überraschung. Geduld, Wissen und Zeit, -das muss der Züchter schon mitbringen, wenn er erfolgreich sein will.“ 

  

In diesem Sinne wünschen wir uns für das zukünftige Zuchtgeschehen viel Brackenheil!

 

Falkhard Dau

Regionalgruppenzuchtwart RG-Mitte

 

Angewandte und weiterführende Literatur:

<Präsentation; Handouts: „Zyklus, Läufigkeit und optimaler Bedeckungszeitpunkt der Hündin“; Dr. Carol URHAUSEN

<Präsentation; Handouts: „Physiologie und Pathologie der Geburt beim Hund“;

Dr. Carol URHAUSEN

<Präsentation; Handouts: „Physiologie und Erkrankungen bei neugeborenen Hundewelpen“;

 Dr. Carol URHAUSEN

<Präsentation; Handouts: „Trächtigkeit und Prognose des Geburtstermins bei der Hündin“;

Dr. Carol URHAUSEN

<“Unser Rassehund 7/2009“: „Stellenwert d. bakteriellen Keimgehalts im Genitaltrakt von Hündin und Rüde für den erfolgreichen Zuchteinsatz“; Carol URHAUSEN und Anne-Rose GÜNZEL-APEL

<Hundezucht; Dr. Helge EICHELBERG; KOSMOS-Verlag: ISBN-13: 978-3-440-09724-3

<Die Technik der Hundezucht; Dr. Dieter FLEIG; KYNOS-Verlag: ISBN 3-929545-31-4

<Die Hündin>; J.M. EVANS & Kay WHIT; KYNOS-Verlag: ISBN 3-929545-78-0

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

die möglichst umfassende und aktuelle Information der Mitglieder ist eine wichtige Aufgabe des Vereins.Dazu stehen in gewohnter Weise das jährlich zweimal erscheinde Mitteilungsblatt und die Homepageseiten mit der Adresse www.schwarzwildbracke.de zur Verfügung.

 

Innerhalb unseres Internetauftritts sind hier weit über 700 html-Seiten gebündelt und so stellen wir der gesamten Weltöffentlichkeit ein sehr weites Informationsspektrum  zu unseren Hunden und unserem Vereinsleben zur Verfügung.

 

Alle aktiven Mitglieder die den Verein durch ihr Engagement mit Leben erfüllen, geraten hier hin und wieder an Grenzen, denn das wahre Leben fordert so ganz nebenbei auch seinen Tribut. All denen, die mit der stetigen Informationsversorgung befasst sind, an dieser Stelle und sicher auch im Namen aller gut informierten Mitglieder, daher ein herzliches Dankeschön für das Engagement!!!

Ganz besonderer Dank gebührt Fabian Döz, der schon seit geraumer Zeit damit befasst ist, unserem Internetauftritt ein zeitgemäßeres Design und eine zukunftsfähige Struktur zu verleihen.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich nun die Gelegenheit ergreifen auch alle unsere Mitglieder an der Moderniesierung zu beteiligen. Ohne hierzu nun einen komplizierten Fragebogen zu entwickeln, möchte ich alle auffordern hier Wünsche zu äußern und Vorschläge zu machen. Gerne kann auch „gemeckert“ werden. Für die Überarbeitung von Homepage und Mitteilungsblatt versprechen wir uns daraus den einen oder anderen wertvollen Anstoss.

 

Sehr interessieren würden uns Fragen wie:

Was fehlt an Informationen? Was wird als entbehrlich angesehen? Wie können Inhalte eventuell besser präsentiert werden? Wie ließe sich die Benutzbarkeit der Homepage verbessern? Sind die Inhalte gut zu finden?

 

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch zwei Bitten äußern:

Für jedes gute Foto, das uns für Vereinszwecke überlassen wird sind wir ausgesprochen dankbar.

Jede verfügbare  Email-Adresse unserer Mitglieder versetzt uns in die Lage, wesentlich besser zu kommunizieren! Zukünftig könnte so zum Beispiel das Mitteilungsblatt im PDF-Format vorab an alle greifbaren Emailadressen versandt werden.

 

Wir freuen uns wenn möglichst viele Zuschriften, Fotos und Emailadressen an hartung@schwarzwildbracke.de auf die Reise gehen!

 

Viel Freude mit den Hunden und im wahren Leben an sich wünscht

Michael Hartung

 

 

 

Sehr geehrte Kopovfreunde,

 

wie schnell die Zeit vergeht, wird uns oft erst bewusst wenn anlässlich besonderer Ereignisse Rückschau auf die Vergangenheit gehalten wird. Oft wird dann versucht, mit entsprechendem Zusammenhang den Lauf der Dinge zu bilanzieren.

 

Als sich vor 25 Jahren am 18. Mai 1991 im Gästehaus auf dem Kissel im Thüringer Wald Kopovfreunde zur Gründung unseres Vereins trafen, legten Sie mit Ihren Aktivitäten den Grundstein für unser heutiges Tun. Viele dieser „alten“ Garde deckt bereits der grüne Rasen. Hans Karl Seifert, der sich bereits lange vor der Vereinsgründung maßgebliche Verdienste um die Verbreitung unserer Rasse erwarb, ging im vergangenen Jahr von uns. An ihn sei an dieser Stelle ganz besonders erinnert. War er es doch, der Anfang der 70er Jahre die ersten Kopov’s aus regulärer Zucht in die damalige DDR brachte und nach der Vereinsgründung als erster Hauptzuchtwart unseres Vereins fungierte.

 

Auch auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs waren Jäger zu Beginn der 70er Jahre, völlig unabhängig von der Entwicklung in der damaligen DDR, auf die Rasse und ihre jagdlichen Vorzüge aufmerksam geworden. 1973 brachte der Jagdpächter Horst Stein, Birkenfeld/Nahe, von einem Jagdaufenthalt aus der Hohen Tatra die ersten zwei Kopov Welpen, einen Rüden und eine Hündin, in die damalige BRD mit. Die beiden Hunde wurden von Fritz Müller jagdlich ausgebildet und auf Brauchbarkeitsprüfungen geführt. 1980 führte Rainer Müller seinen Rüden Alf aus der Edelsteinstadt (gew. 21.5.1978, Nr.001/78) erfolgreich auf einer Verbandsschweißprüfung (Sw I) des Vereins Deutsch Langhaar Saar und brachte damit den ersten Slovensky Kopov in das Gebrauchsstammbuch des JGHV.

Damit hatte sich unsere Rasse in Deutschland etabliert. 

 

Wie sich die Dinge nach der Wende entwickelten ist bekannt. Im Mittelpunkt stehen unsere Slovensky Kopov‘s - die Schwarzwildbracken und die vielen unvergesslichen Jagderlebnisse, die uns mit ihnen verbinden.

 

Am 18. und 19. Juni dieses Jahres wollen wir im Harz gemeinsam unser 25 jähriges Vereinsjubiläum feiern. Dazu möchte ich Sie recht herzlich einladen.

 

Im Hotel Harzhöhe in Goslar OT Hahnenklee haben wir aus diesem Anlass ein Kontingent von 70 Zimmern reservieren lassen. Diese werden bis zum 18. Mai 2016 für unsere Vereinsmitglieder vorgehalten.

 

Zusätzlich zu den obligatorischen Dingen wie der Ausstellung und der Mitgliederversammlung sind unsere Vorstandsmitglieder und einige fleißige Kopovfreunde damit beschäftigt, an diesem Wochenende für uns ein reichhaltiges Programm zu organisieren.

 

Bis dahin ist es nicht mehr weit. Für den Aufgang der Bockjagd wünsche ich uns allen ein kräftiges Weidmannsheil!

All denen die ihren Hund zu Prüfungen angemeldet haben, am Tag des Geschehens das erforderliche Quentchen Prüfungsglück.

 

Nachfolgend sind die zur Anmeldung notwendigen Kontaktdaten aufgeführt. Es wäre schön wenn wir uns im Harz in zahlreicher Runde zusammenfinden.

 

Brackenheil!

Hubertus Heine 

 

Anmeldung zum Festwochenende am 18./19. Juni 2016:

Carea Residenz Hotel Harzhöhe

Triftstraße 25         

38644 Goslar/Hahnenklee                                               

Tel:        05325-72-132                                            

Fax:       05325-72-135

e-mail:    info@harzhoehe.de/reservierung@harzhoehe.de

 

Bitte die Anmeldung im Hotel unter dem Kennwort: „Schwarzwildbrackenverein“ durchführen!

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

wie unten bereits erwähnt, wollen wir das 25jährige Jubiläum der Gründung unseres Vereins anlässlich der Mitgliederversammlung 2016 am 18.06.2016 mit einem besonderen grünen Abend feiern.

 

Ganz in der Mitte Deutschlands, sollen die Veranstaltungen in und um das Residenz Hotel Harzhöhe in Goslar-Hahnenklee stattfinden.

 

 

70 Doppelzimmer (auch als Einzelzimmer buchbar!) stehen als Abrufkontingent für die Nacht 18./19.06.2015 zur Verfügung.

Eine verbindliche Buchung muss durch die Teilnehmer selbst unter dem Stichwort "Schwarzwildbracke" bis spätestens 18. Mai 2016 erfolgen!

 

Arrangement

Übernachtung, inkl. Frühstücksbuffet

 

Teilnahme am Abendbuffet

 

kostenfreie Nutzung des Hallenschwimmbades mit finnischer Sauna

 

kostenfreies Parken auf dem Hotelgelände

 

kostenfreie Nutzung des W-LAN's

 

 

Zimmerpreise

60,00 € pro Person/Nacht im Doppelzimmer

 

70,00 € pro Person/Nacht im Einzelzimmer

 

8,00 € pro Hund/Tag (bitte unbedingt vornamelden!!!)

 

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

seit den 60er Jahren trennte der eiserne Vorhang beide deutsche Staaten fast vollständig. Kontakte zwischen den Jägern waren, wenn überhaupt,  nur ganz eingeschränkt möglich und gingen über den engsten familiären Bereich nicht hinaus.

Stetig ansteigende Schalenwildbestände, insbesondere beim Schwarzwild stellten die Jägerschaft in beiden Teilen Deutschlands vor immer neue Herausforderungen.

Anfang der 70er Jahre fand der Slovensky Kopov unabhängig voneinander und dennoch fast zeitgleich, seinen Weg in die deutschen Jagdreviere. Dokumentiert ist, dass Hans-Karl Seifert (DDR) und Horst Stein (BRD) die ersten Kopov‘s auf deutschem Boden führten. Rasch zeigte sich, dass unsere Hunde etwas für Enthusiasten und keine Massenware sind.

 

So etablierte sich der Slovensky Kopov neben den bis dahin bodenständigen Waldgebrauchshunderassen Deutscher Wachtelhund, den Teckeln und dem Deutschen Jagdterrier sowie den anderen Bracken- und Dachsbrackenrassen zu einer festen Größe im Jagdgebrauchshundewesen.

Im Wald und deckungsreichen Gelände ist ein laut auf der Fährte jagender wesensfester Hund für uns unverzichtbar, Finderwille und Spursicherheit genauso wie ein ausgeprägtes Orientierungsvermögen und jagdliche Intelligenz.

Als dann im Ergebnis der politischen Wende in der damaligen DDR beide deutsche Staaten wieder zusammenwuchsen, fanden auch die Kopovfreunde beider Seiten zueinander und gründeten 1991 unseren SBV-Schwarzwildbrackenverein Slovensky Kopov) e.V..

 

Nunmehr schreiben wir bereits das Jahr 2015, viel hat sich in dieser Zeit getan! Im Juni 2016 am Wochenende der 24. Kalenderwoche (18./19.06.2016) wollen wir im Harz unser 25-jähriges Vereinsjubiläum begehen.

An dieser Stelle bitte ich alle Kopovfreunde zum erfolgreichen Gelingen beizutragen und dafür zu sorgen, dass diese Veranstaltung für uns alle zu einer anhaltenden und schönen Erinnerung wird. Die Kontaktdaten dazu finden Sie auf unserer Homepage.

Wenn Sie dieses Heft in den Händen halten sind die herbstlichen Jagden schon voll im Gange. Hier und da hallt auch Brackengeläut durch die bunten Herbstwälder.

 

Im Namen des Vorstands wünsche ich uns allen Gesundheit, Glück, Weidmannsheil und erfolgreiche Aktionen mit den Hunden sowie die für ein frohes Weihnachtsfest und den Jahreswechsel erforderliche Besinnlichkeit und Ruhe.

 

 

Brackenheil!

Hubertus Heine

 

 

 

Liebe Kopov-Freunde,

 

Im Rückblick auf das vergangene Prüfungsjahr möchte ich mich bei allen Prüfern, Helfern, Organisatoren und Prüfungsleitern für ihr enormes Engagement recht herzlich bedanken. 

 

Mit Erwerb eines Welpen beginnt für uns alle eine aufregende Zeit. Die Gewöhnung des Hundes an eine neue Umgebung, das Heranführen an seine jagdliche Aufgabe, der Beginn der Ausbildung zum brauchbaren Hund um letztendlich einen treuen Jagdbegleiter für die folgenden Jahre zu haben.

 

Der Weg der Hundeausbildung führt bei uns unweigerlich über die AZP. In unserer Prüfungsordnung heißt es, „Ziel der AZP ist die Feststellung der natürlichen Anlagen des Jagdhundes im Hinblick auf seine künftige Verwendung im praktischen Jagdbetrieb sowie einen etwaigen Einsatz in der Zucht“ (PO §6.1 Abs1). Primäres Ziel der AZP ist demzufolge nicht das Erlangen der Brauchbarkeit. Diese wird zwar bei den meisten AZPen mit angeboten, jedoch sollte das nur einen positiven Nebeneffekt darstellen.

 

Unser Verein ist in erster Linie ein Hundezuchtverein, so heißt es weiter in der PO: „Die gemeldeten Hunde sollen im Interesse der Zucht in allen Fächern durchgeprüft werden“ (PO §6.1 Abs2) Das Interesse der Zucht liegt hier nicht einseitig auf dem Fokus den zu prüfenden Hund zur Zucht zuzulassen, sondern auch bei der Beurteilung der Anpaarung, aus welcher der junge Hund hervorgegangen ist. Wir können unsere Erfolge oder ggf. auch Misserfolge nur beurteilen und korrigieren, wenn wir die Möglichkeit haben, die jungen Hunde mit ihren Anlagen zu sehen und zu beurteilen.

 

Um mit der Entwicklung unserer Rasse voran zu kommen und ein möglichst gutes Spektrum an Leistungen zu erzielen ist es für uns also unerlässlich, so viele Hunde wie möglich auf den Anlagenzuchtprüfungen zu sehen. 

 

Ich möchte auch noch ein weiteres Thema ansprechen, welches mir in Bezug auf die AZP am Herzen liegt. Durch das inkludieren der Prüfungsgebühr in den Welpenpreis scheint die Bereitschaft zur Teilnahme an der AZP gestiegen zu sein. Jedoch ist uns aufgefallen, dass vermehrt Hunde für die AZP gemeldet und dann kurzfristig zurückgezogen werden, da es ja beim ersten Mal nichts kostet. Dieses Verhalten ist gegenüber den Prüfungsleitern, den Prüfern und allen anderen Prüfungsteilnehmern nicht angemessen und schadet der ordnungsgemäßen und kostenneutralen Durchführung der Prüfungen.

 

Ich wünsche uns allen ein erfolgreiches kommendes Jagdjahr, viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen und viel Freude mit unseren Hunden.

 

Brackenheil

Marcel Hartleb

 

 

 

11. Verbandsfährtenschuhprüfung  der Brackenzuchtvereine des JGHV im Hochspessart

 

Traditionell findet im Hochspessart alljährlich die Verbandsfährtenschuhprüfung aller Bracken Zuchtvereine statt. Ausrichter war in diesem Jahr der Deutsche Bracken-Club unter dem Prüfungsleiter Franz Josef Bade, Vizepräsident des DBC.

Es gibt sicher viele Brackentreffen, aber nur wenige,  wo man die Gelegenheit hat viele (Bracken-) Rassevertreter bei einer Prüfung zu sehen. Dieses alljährliche Treffen  ist immer ein Vergnügen und alle Beteiligten freuen sich darauf. Es gibt viel Informationsaustausch und neue und alte Freundschaften werden geknüpft und gepflegt.

 

In diesem Jahr nahmen 9 Hunde an der Prüfung teil und es war schade, dass  nicht alle Brackenrassen vertreten waren. Gemeldet waren:

drei Tiroler Bracken

zwei Alpenländische Dachsbracken

drei Schwarzwildbracken

eine Brandlbracke

es fehlten in der „bunten Mischung“ Beagle, Steirische Rauhhaarbracke, Deutsche Bracke und die Westfälische Dachsbracke.

Angetreten sind am Prüfungstag alle 9 gemeldeten Hunde.

 

 

Nach dem Legen der Fährten, bei strahlendem Sonnenschein, trafen sich die Vertreter der Brackenzuchtvereine zu einem Erfahrungsaustausch. Es wurde über den Verbandstag in Fulda gesprochen, sowie die Auswirkungen der Beschlüsse von Fulda auf die derzeitige PO der BZ-Vereine und die Neufassung der PO.

 

Um 19.30 Uhr hielt Herr Karsten Rose, Forstamtsleiter des FA Gehren einen Vortrag zum Thema „Erfolgreiche Bewegungsjagden aus Sicht der Forstämter“. Dieser Vortrag kam bei allen Beteiligten sehr gut an.

Der Abend klang in gemütlicher Runde auf der Terrasse des Waldhotel Heppe aus. Alle waren dort wie immer bestens versorgt  und einschließlich der Hunde herzlich willkommen.

 

Nach leichtem Regen in der Nacht begann der Prüfungsmorgen um 8.00 Uhr mit der Begrüßung durch die Bläser der Brackenzuchtvereine und  der Erledigung der üblichen Formalitäten. Dabei  regnete  es heftig  und dieser hielt bis ca. 11 Uhr an und nachdem Führer, Hunde und Richter ordentlich nass waren, zeigte sich die Sonne  wieder.

 

Es waren insgesamt drei Gruppen am Start. In der Gruppe 1 war die Arbeit der 40 Std.-Fährte und die zwei 20 Std.-Fährten zu bewerten. Die beiden anderen Gruppen hatten alle 20 Std. Fährten zu arbeiten.

Die Fährten waren sehr anspruchsvoll gelegt und machten es mit den vielen Verleitungen den Hunden und Führen nicht leicht. So kamen von den 9 angetretenen Gespannen nur zwei zum Stück, wobei es eine besondere Leistung war, das dazu der Hund auf der 40 Std. Fährte zählte.

 

 

40Std. Fährte:

Aki von der Wässernach, Kopov

Führer Frau Helge Haubach FSP II

 

20 Std. Fährte

Cora von der Raffelsley

Führer Herr Jan Blaue

 

 

 

Nach der Preisverteilung, bei der die  Führerin auf der 40 Std.-Fährte  Frau Haubach einen Preis der Wild und Hund überreicht bekam und auf der 20 Std.-Fährte Herr Jan Blaue  den Sauerländer Halbmond, Wanderpreis aller BZ Vereine, wurde unter allen Teilnehmern ein GPS Gerät der Firma Tracker verlost. Glücklicher Gewinner war Herr B. H. Bertelsmeyer, Führer einer Brandlbracke. Mit  den letzten Klängen der   Bläser endete die 11. Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine.

Der Deutsche Bracken-Club bedankt sich bei allen Hundeführern, Richtern, Revierführern, Helfern und bei Manfred Paar, der wie immer der gute Geist vor Ort  war.

 

Freuen wir uns auf ein Wiedersehen und eine 12. VFSP (Termin  25.06.2016) im nächsten Jahr.

 

Gertrud Henning DBV

 

 

Protokoll: Die Züchtertagung 2015 fand am Samstag, den 5. September, um 16.00 Uhr in Meyers Gasthaus, Hanstedter Str.4, 29525 Uelzen, OT Hanstedt II statt.

 

Tagesordnung:

Top 1: Begrüßung der angereisten Züchter, Deckrüdenbesitzer, Vorstandsmitglieder und der Referentin Frau Dr. med. vet. Neßler durch den HZW Rolf Strieder.

Top 2: Vortrag von Frau Dr.med. vet. Neßler, Tierärztin an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Abteilung Neurologie zu den Themen Aujeszky- und Herpes-Viren beim Hund, sowie zur Epilepsie:

 

Als Primärerreger des Zwingerhusten-Komplexes ist das canine Herpesvirus 1(CHV-1) der bedeutendste Erreger von Fruchtbarkeitsstörungen bei Hunden. Latent infiziert sind nicht immer klinische Symptome erkennbar. Einmal infiziert ist der Hund immer „Träger“, der Erreger kann sich dabei in Ganglien, von den Zellen des Immunsystems längere Zeit unerkannt, „verstecken“. Reaktiviert wird das Virus dann bes. bei Stress-situationen, wie eben z.B. einer anstehenden Geburt. Besonders Schleimhaut- und Entzündungszellen dienen als günstige Virusvermehrungsorte. Durch Ansteckung über den Nasen-Rachen-Raum (seltener beim Deckakt) kommt es zur Infektion der Atemwege (Speichel. Nasensekret) und führt vor allem bei adulten Hunden zu respiratorischen Erkrankungen. Bei trächtigen Hündinnen kann das Virus zum Absterben der Foeten (Totgeburten) führen. In Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Infektion stellen sich die Folgen für die Foeten, einzelner Welpen oder des gesamten Wurfes ein. Häufig führt das Virus innerhalb der ersten Lebenstage zum sogenann-ten „Welpensterben“. Infektionen sind schon intrauterin über die Plazenta in der Gebärmutter möglich. Aber auch während der Geburt über die Vaginalschleimhaut oder später „horizontal“ durch engen Kontakt zwischen den Welpen, kann der Virus übertragen werden. Innerhalb einer Inkubationszeit von ca. einer Woche zeigen infizierte Welpen erste klinische Symptome, wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Leibschmerzen (Welpen schreien dabei), Multiorganversagen und häufig auch Atembeschwerden. Innerhalb von nur 24 Stunden sterben häufig über 90% bis sogar 100% der Welpen. „Genesen“ Welpen (<10%) im Ausnahmefall, können sich bei diesen Hunden Schnupfen, Kehlkopfentzündungen, Lungenentzündungen, Husten, Taubheit, nervöse Störungen, Blindheit oder Augenveränderungen einstellen. Laboruntersuchen zufolge stellt sich bei Temperaturen von 35-36°C das Optimum für CHV-1 ein. Dies wird als Handlungsansatz für Züchter gewertet. Mit Gewährleistung von Temperaturbereichen 38-39°C in der Wurfbox, lässt sich die Infektion nicht gänzlich verhindern, aber die Virusvermehrungsaktivität folglich um das 100-1000fache herabsetzen. Präventiv sollte die Zuchthündin vor der Trächtigkeit gegen CHV geimpft werden. Da eine antivirale Therapie bei erfolgtem Krankheitsausbruch zu spät kommt, können aber noch bis zur 4. Trächtigkeitswoche Muttertiere durch inaktiven Impfstoff erfolgver-sprechend geimpft werden. Es ist belegt, dass eine überstandene Infektion vor erneutem Erkranken schützt. Bei 90% der Hunde, die dann älter als 6 Monate sind, lassen sich entsprechend Antikörper determinieren. Diese, in der Milch laktierender Mutterhündinnen aufgebauten Antikörper, können die Welpen vor dem tödlichen Krankheitsverlauf schützen.

 

Auch als „Pseudowut“ bekannt, ist die Aujeszkysche Krankheit eine ebenfalls zur Familie der Herpesviren gehörende Viruserkrankung, welche vorrangig bei Schweinen auftritt, Hunde aber dabei „Endwirte“ darstellen. Da in vergangener Zeit viel und ausführlich in Fachpressen und anderen Publikationen sowie diversen Medienträgern über diese anzeigepflichtige Krankheit veröffentlicht wurde, sollen hier nur auf für uns als Schwarzwildbracken-Führer wichtige Präventionen hingewiesen werden.

Das Risiko einer Infektion unserer besonders an Schwarzwild jagenden Hunde darf nicht unterschätzt werden! Übertragen wird dieser gefährliche Virus über die Fangschleimhaut (Blut-/Schleimkontakt) in das zentrale Nervensystem, was folglich zu Hirnentzündungen führen kann. Deshalb ist der unmittelbare Kontakt mit  Wildscheinen nur „auf das Notwendigste“ zu beschränken. Gerade jetzt, mit Beginn der Stöberjagdsaison, erscheinen die Hinweise besonders wichtig, Kopovs tunlichst vom Streckenplatz, besonders aber vom Aufbrechen fernzuhalten. Selbstverständlich darf kein roher Aufbruch von Schwarzwild verfüttert werden. Möglichst ist auch das Beuteln erlegter Stücke oder ein „unkontrolliertes Arbeiten“ des Jagdhundes am Schwarzwild zu unterbinden. Ein eventueller Infektionsverdacht äußert sich nach Kontakt mit infiziertem Aufbruch, Blut oder Gescheide von Schwarzwild nach 2-9 Tagen (oft nach etwa einer Woche) besonders durch Wesensveränderungen, keine Futteraufnahme, Erbrechen, Lähmungserscheinungen, stärkeres Speicheln, starker Juckreiz. Unverzüglich daraufhin sollte, bei dieser oder ähnlich beobachteter Symptomatik, unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden.

 

Die Epilepsie zählt mittlerweile zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Eine nachweislich weite Verbreitung in diverse Hunderassen, lässt ursächlich auf eine genetische Prädisposition schlussfolgern. Offenbar lässt das Krankheitsbild von ausschließlich subtilen Bewusstseinsbeeinträchtigungen bis zu den ganzen Körper betreffenden Krampfanfällen verschiedene Ausprägungen erkennen. Typisch für das chronische Krankheitsgeschehen Epilepsie ist das wiederholte Auftreten von teilweise zwei oder mehreren Krampfanfällen, manchmal nur innerhalb von 24 Stunden, dem sogenannten Cluster. Dauert dieser Anfall länger als 5 Minuten, spricht man von einem Status epilepticus.  Nach Neßler lassen sich die auslösenden Ursachen besonders drei Erkrankungskomplexen zuordnen. Reaktive Anfälle, als Reaktionen des Gehirns auf systematische Erkrankungen wie Entgleisungen des Stoffwechsels (z.B. Unterzuckerung, Kalziumunter- bzw. überversorgung) oder einer Intoxikation (z.B. Nieren- od. Leberversagen, Einfluss von Pestiziden, etc.), treten häufig bei Junghunden auf. Ältere Tiere dagegen erkranken eher an der symptomatischen bzw. sekundären Epilepsie. Hervorgerufen durch strukturelle Veränderungen im Gehirn, wie Tumoren, Missbildungen, Entzündungen, traumatische Schädigungen, Infarkten  oder Speicherkrankheiten (Anhäufung von Stoffwechselprodukten), können aber die Hunde- entsprechend diagnostiziert- therapiert werden. Neben Verabreichen von antiepileptischen, antibiotischen oder entzündungshemmenden Medikamenten, gehören operative Maßnahmen zur veterinärmedizinischen Praxis. Sind jedoch durch die Ausschlussdiagnose keine auslösenden Gründe eindeutige diagnostizierbar, handelt es sich um eine idiopathische Epilepsie. Diese Form, auch als primäre Epilepsie bekannt, hat definitiv einen genetischen Hintergrund. Mit hinter gesunden, dominanten Allelpartnern „versteckt“, werden die Defektträger als „Schadgene“ auf dem Weg einer polygen/rezessiven Vererbung zunächst unbemerkt in einer Population ausgebreitet. Bis heute konnte kein spezifisches Gen als Auslöser, folglich als Beleg für eine klassische idiopathische  Epilepsie, determiniert werden. Studien zufolge könnte die Erkrankung bei 0,5-5,0% aller Hunde vorkommen. Zwischen 6 Monaten und 6 Jahren erkranken die meisten Tiere, obwohl ein späteres Auftreten relativ selten, aber möglich ist. Diese Form der Epilepsie ist nicht heilbar, jedoch unter bestimmten Umständen mit lebenslanger Medikation therapierbar.

Dies setzt aber für alle genannten Varianten ein exakt diagnostisches Konzept bei epileptischen Anfällen voraus. Frau Dr. med. vet. Neßler verweist dabei auf eine detaillierte Vorberichterhebung. Anamnesisch von Wichtigkeit sind dabei die Fragestellungen: Wie sehen die Anfälle aus (Günstig dazu ein Video-Beleg!)? Wie oft (Datum, Uhrzeiten)? Wie lange? Wann traten die Anfälle auf? (aus der Ruhe? Bei Anstrengung? nach dem Fressen? Stress? etc.?) Sonstige Auffälligkeiten? (Mattigkeit, Fressunlust, Blindheit, etc.) Vorerkrankungen? Aktuelle Medikamente? Folglich wird durch allgemeine Untersuchungen (Körpertemperatur, Herz-Kreislauf-System, Ausschluss eines Herz-Kreislaufkollaps, etc.), neurologische Untersuchungen (evtl. Rückschlüsse auf andere neurologische Ausfälle), ausführliche Blutuntersuchung (funktionelle Beurteilung von Leber, Nieren, Schilddrüse und andere Organe), wenn nötig auch mittels Ultraschall, Röntgen oder andere weiterführende Untersuchungen (Ausschluss reaktiver Epilepsie!) eine Diagnose erstellt. Je nach Befund können Untersuchungen in Narkose, wie Elektroenzephalographie EEG), Computertomografie (CT) oder besser Magnetresonanztomographie MRT) neben der Gehirn-Rückenmark-Analyse (Liquor),  zusätzlich sehr wichtige Informationen liefern. Verlaufen sämtliche Untersuchungen ohne besonderen Befund, wird eine idiopathische Epilepsie abgeleitet. Ist eine Grundursache diagnostiziert, sollte diese behoben werden. Es erscheint nach aktuellem Kenntnisstand ratsam, jeden Hund der unter idiopathischer Epilepsie leidet, der mehr als zwei epileptische Anfälle pro Halbjahr, Clusteranfälle oder ein Status epilepticus gezeigt hat, mit antiepileptischen Medikamenten (z.B. Phenobarbital) zu behandeln. „Je früher, desto besser; denn Anfälle können weitere Anfälle nach sich ziehen.“, so der eindringliche Hinweis von Frau Dr. med. vet. Neßler. Sicherlich besteht bei jedem Hundebesitzer immer der Wunsch, durch die Therapie bei seinem Jagdhund eine komplette Anfallsfreiheit zu erreichen. Sicherlich gibt es auch bezüglich einer Therapie, wenn viele Parameter als Konglomerat zusammen einwirken (Grunderkrankung, Schwere, Häufigkeit und Länge der Anfälle), eben keine pauschal angemessene Erfolgsgarantie. Letztendlich wird der Therapiebeginn in Abhängigkeit von den Lebensumständen des Hundeführers oder dem zukünftigen Verwendungszweck des Jagdhundes entschieden. Wird mit der Therapie begonnen, ist eine turnusmäßige Kontrolle wichtig. Nach circa 2-3 Wochen sollte dabei die Antiepileptikumkonzentration im Blut bestimmt werden. Liegt der aufgezeigte Wert im Referenzbereich, der Hund hat keine weiteren Anfälle und es sind keine weiteren Nebenwirkungen aufgetreten oder bekannt, sollte die Dosis keinesfalls verändert werden, der Hund ist „auf seine Epilepsie“ erfolgreich eingestellt. Nun sollte eine halbjährliche Kontrolle der Blut- und Leberwerte ausreichen. Für die sofortige Behandlung im Falle eines Krampfanfalls verweisen vet. med. Fachkräfte auf die Verabreichung von Diazepam als Rektaltube oder Zäpfchen. Während eines Anfalls sollte sich der Hund möglichst in einem ruhigen und dunklen Umfeld aufhalten können. Dabei ist es wichtig die Verletzungsgefahr für sich (Hände weg vom Fang!) und für den Hund (Treppen, Möbelkanten, etc.) zu minimieren. Bei erhöhter Körpertemperatur (Körpertemperatur messen!) sollte man vorsichtig kühlen. Nach einem Status epilepticus (Dauer länger als 5 Minuten!) ist umgehend ein Tierarzt zu kontaktieren. Jedem Hundeführer ist deutlich geworden, dass, wenn der Hund zur weiteren Jagdausübung eingesetzt werden soll, einige Faktoren überdacht oder neu überdacht werden müssen.

 

Vorerst sollte jeder individuell seinen Hund auf die Frage hin einschätzen: Stellt die Jagd für meinen Hund den höheren Stressfaktor dar … versus … oder stresst meinen Hund die „Jagdruhe“, wenn er nicht mehr Stöbern oder auf Nachsuche darf, eher? Es gibt leider keine Garantie dafür, auch wenn bekanntlich die meisten Hunde die epileptischen Anfälle aus Ruhephasen heraus zeigen, dass nicht während des jagdlichen Einsatzes (Desorientiertheit, Blindheit, Bewusstseinsverlust beim Stöbern oder Stellen von Schwarzwild!) ein Anfall auftritt. Für eine solche Situation ist es unbedingt erforderlich, dass der Hund sofort über GPS geortet werden kann, und der Hundeführer mitgeführte Notfallmedikamente verabreichen kann.

Hellmuth Wachtel bemerkt: „Erbdefekte sind das größte Problem der modernen Hundezucht.“ Gerade für die idiopathische Epilepsie  erscheint in einem Rassezuchtverein eine züchterische Kontrolle äußerst schwierig. Erst nach dem ersten Wurf werden bei der Mutterhündin erste Anfälle wahrgenommen und zeitlich verschleppt der Zuchtkommission bekannt. Mit der schon erwähnten polygenen/rezessiven Vererbung  wird oft eine Generation übersprungen und ein Nachweis einer Epilepsie mittels Gentest ist derzeit unmöglich. „The more we know, the more there is to worry about!” (Je mehr wir wissen, desto größer sind unsere Sorgen!) ; so schon Tierarzt Steve DEAN in DOG WORLD 1994. Wir werden von idiopathische Epilepsie erkrankte Hunde und direkte Verwandte (Geschwister, Eltern, Nachkommen) soweit uns dazu die notwendigen Erkenntnisse und Zusammenhänge vorliegen,  von der Zucht ausschließen und  parallel dazu versuchen, erkrankte Hunde zusätzlich in einer Datenbank zu erfassen. Auch dafür wird der Evaluationsbogen zur Feststellung eventuell beobachteter Erkrankungen, Erbmängelsymptome oder Rassestandardabweichungen für Slowakische Schwarzwildbracken einen wesentlichen Baustein bilden.

„Daher muss Hundezucht heute mehr sein, als das Streben nach standardgemäßen Äußerlichkeiten, ja auch mehr als bloße Gebrauchszucht. Selektion auf Exterieur, Wesen, Leistung und entsprechende genetische Ausstattung (=genetische Vielfalt) müssten eine Einheit bilden.“ Hellmuth WACHTEL

 

In diesem Sinne wünschen wir uns für das zukünftige Zuchtgeschehen viel Brackenheil!

 

Falkhard Dau

Regionalgruppenzuchtwart  RG-Mitte

 

Angewandte und weiterführende Literatur:

<Präsentation; Handouts: „Epilepsie beim Hund„ und „Herpes beim Hund“; Dr. med. vet. Jasmin NEßLER

<Das Jagdgebrauchshundewesen>; Heinrich UHDE    Verlag Niedersächsischer Jäger:     ISBN: 3 7842 0577 1

<Hundezucht 2000>; Hellmut WACHTEL    KYNOS-Verlag: ISBN-13: 978-3-938071-32-8

<Vererbung beim Hund> Inge HANSEN  MÜLLER Rüschlikon Verlags AG: ISBN 3-275-01396-3

<Der Jagdgebrauchshund 48.JG_2015> Hund und Gesundheit: „Was ist Epilepsie?“ Dr. Christina BRAUER, Sonja STEINMETZ und Prof. Dr. Andrea TIPOLD

 

Top: 3 Rückblick auf das Zuchtjahr 2014 und Ausblick für die Zucht in 2015

 

Allgemeine, die Zucht betreffende Fragen

Zunächst möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich bei allen Mitgliedern, Züchterinnen und Züchtern für das im zurückliegenden Jahr gezeigte Engagement und die gute und sachliche Zusammenarbeit bedanken.

Ganz besonders danken wir den Züchtern, die sich der Mühe für die Aufzucht eines Wurfes unterzogen haben und keinen Aufwand gescheut haben.

Die Zusammenarbeit mit unserem HD Gutachter Dr. Stief aus Mühlhausen läuft hervorragend.  Für die HD Auswertung planen Sie bitte genügenden zeitlichen Vorlauf (4-6 Wochen) ein, so dass die Meldefristen auch eingehalten werden können.  Die Abläufe hierzu sind im MB und auf der Homepage detailliert beschrieben.

Bedenken Sie bitte, dass die beteiligten Akteure im Urlaub oder aber auch einmal erkrankt sein könnten.

Die Ergebnisse sind bisher für unsere Rasse sehr zufriedenstellend. Sie sind im letzten Mitteilungsblatt abgedruckt und können dort nachgelesen werden.

 

Ganz besonders möchte ich Frau Kirsten Ritter für ihre gewissenhafte und souveräne Führung  der Zuchtbuchstelle danken, eine sicherlich  nicht immer ganz leichte Aufgabe.

Bei  den Unterlagen zur Wurfabnahme liegen Ihnen Aufnahmeanträge

zum Vereinsbeitritt mit bei, mein Appell an die Züchter – ermuntern Sie die neuen Hundebesitzer, Mitglied in unserem Verein zu werden.

 

Noch eine Bitte, schicken Sie an Frau Ritter und mich nur Einschreiben per Einwurf, bitte nicht  mit Rückschein. Wir sind tagsüber nicht zu Hause und müssen dann am nächsten Tag zur Post fahren und das Einschreiben abholen – derartiger Zeitaufwand ist nicht zu leisten.

 

Info- Blatt für die Zucht

Da es bei den Züchtern, aber insbesondere bei Neuzüchtern und bei an der Zucht Interessierten immer wieder zu Rückfragen oder Fehlern in den Abläufen kommt, hat die Zuchtkommission ein Info-Blatt „Zucht“ erarbeitet- welches hier im MB und auf der Homepage eingestellt wurde.

Bei Zuchtzulassungen oder auch Zwingereintragungen wird dies durch mich oder Frau Ritter ausgehändigt. Bitte lesen und beachten! Wir haben alle wichtigen Infos auf einer Seite zusammengefasst.

 

Aktuelle Situation in der Zucht

Für das Zuchtjahr 2015 waren 36 Anpaarungen beantragt und geplant.

Leider nehmen viele geeignete Hündinnen nicht an der Zucht teil, mittelfristig ist das nicht so gut für unsere kleine Population.

 

Im letzten Jahr wurden 11 Hunde aus der Slowakei und Tschechien in unser Zuchtbuch aufgenommen, davon 6 Rüden und 5 Hündinnen. Bitte denken Sie daran, wenn Hunde aus dem Ausland eingeführt werden, dass Sie über Export Papiere verfügen müssen. Um an unseren Prüfungen und Ausstellungen teilnehmen zu können,  muss eine Übernahme in unser Zuchtbuch erfolgen. 

Die Übernahme in unser Zuchtbuch bedeutet für Frau Ritter eine ernorme Arbeitsbelastung, da viele Daten neu eingegeben werden müssen und der zeitliche Aufwand höher ist als die Anlage eines Wurfes. Auch im ersten Halbjahr dieses Jahres zeichnet sich wieder eine sehr häufige Einfuhr von Hunden aus der Slowakei und Tschechien ab, die nach jetziger Einschätzung über der des letzten Jahres liegen dürfte. Der Vorstand wird darüber nachdenken müssen, die Gebühren für die Übernahme in unser Zuchtbuch zu erhöhen.

 

3 Hunde wurden im zurückliegenden Jahr als sogenannte Registerhunde im Anhang unseres Zuchtbuches übernommen.

 

Im  Zuchtjahr 2013 wurden 29 Würfe mit 158 aufgezogenen Welpen, davon 89 Rüden und 69 Hündinnen eingetragen.

Im  Zuchtjahr 2014 hatten wir nur 21 Würfe mit 134 Welpen, davon 85 Rüden und 49 Hündinnen

Im Frühjahr 2015 war die Nachfrage nach Welpen zunächst wie für diese Jahreszeit gewohnt sehr hoch, die jedoch mangels Zucht bzw. nicht gedeckter Hündinnen  nicht annähernd bedient werden konnte.

Leider sind 3 Hündinnen leer geblieben und wir hatten in den ersten 2 Lebenswochen eine sehr hohe Sterberate bei den Welpen.

Im Moment ist die Situation so, dass nach Deckakten noch drei Würfe erwartet werden. 23 Würfe sind derzeit gefallen mit 160 Welpen, davon sind 25 Welpen verstorben, eine Zahl die so nicht hinnehmbar ist, es sind folglich nur 135 Welpen aktuell übrig geblieben.

 

Vergleichen wir unsere Schwarzwildbracken mit anderen Bracken- oder bekannten Stöberhundrassen, so haben wir durch gezielte Vermeidung von Inzucht gesunde und wesensfeste Hunde.

Im letzten Jahr hatte ich hervorgehoben, dass wir momentan über keine auffälligen Krankheitsbilder verfügen, leider hat uns die Entwicklung hier eingeholt und ein mehrmals eingesetzter Zuchtrüde ist an einer Herzerkrankung verstorben.  Dies stellt die Zuchtkommission vor neue Herausforderungen und wir sind dabei, den Problemen auf den Grund zu gehen.

In diesem Zusammenhang zeigt es sich auch, wie wichtig es ist, ehrliche und ver­lässliche Rückmeldungen über den Gesundheitszustand der Junghunde zu erlangen.

·         Die Zuchtkommission hat beschlossen zukünftig allen Welpenkäufern einen Evaluationsbogen (Formblatt), siehe Anhang, auszuhändigen, der im Falle von Krank­heitsbildern direkt an die Zuchtleitung zu senden ist.

·         Außerdem wurde beschlossen auf dem Wurfabnahmeprotokoll eine zusätzliche Spalte einzufügen, in welcher der Fachtierarzt, der die Welpen impft und chipt, ebenfalls dokumentiert, dass er alle Welpen nach auffälligen Herzgeräuschen untersucht hat.

·         Nach ausführlichen Rücksprachen mit Genetikern und anerkannten Tierärzten wäre es aus genetischer Sicht weit über­zogen, alle Nachkommen von an Herzfehlern erkrankten Hunden aus der Zucht zu nehmen, zumal es sich bei den Schwarzwildbracken um eine sehr kleine Population handelt.

 

Die Feststellungen sind zu dokumentieren und weitere Beobachtungen unerlässlich. Alle Nachkommen, die eine Zuchtzulassung erlangt haben, können diese nur aufrecht erhalten, wenn sie sich einer Kardiologischen Untersuchung unterziehen. Dies gilt auch für die F2 Nachkommen der betroffenen und die bisher noch nicht auf Prüfungen gelaufenen Nachkommen, d.h. auch diese Junghunde werden zu untersuchen sein. Ohne Gutachten verbietet sich zunächst jeglicher züchterischer Einsatz der vorgenannten Hunde.

Die Eigentümer der fraglichen Zuchthunde wurden von mir angeschrieben. In einem Fall war der Befund negativ, in einem anderen jedoch positiv, d.h. auch hier ist ein Herzfehler aufgetreten. Dies bedeutet, dass die  Zuchtzulassung  nicht aufrecht erhalten werden kann.

·         Des Weiteren hatten die Zuchtkommission und der Vorstand beschlossen, dass Zuchthunde, die an einer hohen Sterberate von Welpen beteiligt sind, nochmals untersucht werden können. Die Kosten der Untersuchung trägt der Verein.

Der HZW wird die einzelnen in Frage kommenden Eigentümer der Hunde gezielt ansprechen oder anschreiben. 

Zur Durchführung der Untersuchungen wird neben der UNI Klinik Leipzig auch die Tierklinik der UNI Gießen zugelassen, so dass für die Regional-gruppen im Westen und Süden die Fahrtstrecken zumutbar bleiben. 

    

Ein weiteres Krankheitsbild ist nun zweimal aufgetreten, dass ich Ihnen ebenfalls nicht vorenthalten möchte:  Es handelt sich um fachärztlich bestätigte Epilepsie. In beiden Fällen lässt sich bisher kein genetischer Zusammenhang herstellen. Die beiden betroffenen Mutterhündinnen sind nicht mehr in der Zucht.

Alle Nachkommen von Hündinnen und Rüden stehen unter strenger Beobachtung. 

Viele Jagdhunderassen züchten nur mit sehr wenigen Hunden, welche tlw. auch noch miteinander verwandt sind. Treten dann gesundheitliche Probleme auf, steht plötzlich die gesamte Zucht mit dem Rücken zur Wand – eine Situation die durch zu geringe Zuchteinsätze und zu scharfe Selektion schnell herbeigeführt werden kann. Wir werden weiter intensiv daran arbeiten, dass wir nicht in ein derartiges Dilemma geraten.

Die Zahl unserer Zuchthunde beträgt  mit Stand 05.09.2015, 60 Zuchthündinnen und 59 Deckrüden.

Heute in Uelzen konnten 4 Rüden und 4 Hündinnen neu zur Zucht zugelassen werden.

 

Die Zahl der Zuchtrüden konnte relativ konstant gehalten werden.

Die Zahl an Zuchthündinnen hat leicht zugenommen.

Im zurück liegenden Jahr hat es 4 neue Zwingerzulassungen gegeben, 1 weiterer Antrag auf Zwingerzulassung wurde aktuell genehmigt. 3 Anträge befinden sich noch im Zulassungsverfahren.

 

Der letzte Zuchtzulassungstermin ohne Ausstellung wird dann am 29. November 2015 in Bad Lausick sein - siehe hierzu auch im Mitteilungsblatt.

 

Die heutige Ausstellung war ein voller Erfolg und zunächst möchte ich den örtlichen Organisatoren Axel Gräfke  und Timo Hilgers, sowie ihren Helfern ganz herzlich für diese gelungene Veranstaltung danken.

32 Hunde ab der Jüngstenklasse wurden vorgestellt, und ich danke allen Hundebesitzern, welche die Mühe auf sich genommen haben diese Ausstellung zu besuchen, um ihre Hunde vorzustellen.

 

Als Zuchtverein sind wir gefordert offensiv gegen die vielen Schwarzzuchten anzugehen, das kann nur über eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit erfolgen  – auch Sie, liebe Mitglieder, sind gefordert für unseren Verein  Werbung zu machen und darauf hinzuweisen, dass nur wir - Mitglied im JGHV und dem VDH/FCI sind, alles andere sind sogenannte Schwarzzuchten. Wir wollen uns aber über die Konkurrenz zu den eingesetzten Hunden aus Schwarzzuchten nicht beklagen, sondern wir müssen bemüht sein, durch bessere Arbeit zu überzeugen.

 

Nochmals der Appell an alle Züchter: Animieren Sie Ihre Welpenkäufer, unsere Ausstellungen zu besuchen, die HD Begutachtung durchzuführen und insbesondere auch unsere Anlagenprüfungen zu besuchen.

  

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

 

Rolf Strieder

 

 

 

Canine Herpes-Virus-Infektion (Welpensterben)

 

Definition:

Was ist die Canine Herpes-Virus-Infektion (Welpensterben)?

 

Die Canine Herpes-Virus-Infektion ist eine Erkrankung bei Hunden, die als eine der Hauptursachen für die Sterblichkeit von Welpen in den ersten Lebenstagen gilt. Daher hat sie im Volksmund den Namen „Welpensterben“. Die Canine Herpes-Virus-Infektion wird über ein Herpes-Virus (Canines Herpes-Virus) übertragen. Die Krankheit verläuft je nach Alter und Abwehrlage des infizierten Hundes unterschied-lich schwer. Erwachsene Hunde zeigen meist keine Symptome oder nur eine leichte Erkrankung der Atemwege, während die Infektion von tragenden Hündinnen zu Welpenverlusten in der Trächtigkeit oder den ersten Lebenstagen führen kann.

 

Stecken sich Welpen mit dem Caninen Herpes-Virus an, die jünger als drei Wochen alt sind, so verläuft die Krankheit in fast 100 Prozent der Fälle tödlich („Welpensterben“). Die Symptome der Caninen Herpes-Virus-Infektion sind relativ unspezifisch wie  Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Schwäche oder Durchfall beim Hund. Es kann auch zu Störungen des Zentralen Nervensystems kommen, die sich beispielsweise in Bewegungsstörungen und Zittern der Welpen äußern.

 

Ursachen:

Was sind die Ursachen der Caninen Herpes-Virus-Infektion (Welpensterben)?

 

Die Übertragung erfolgt über Speichel, Nasensekrete und Scheidensekrete ( Kontakt zu anderen Hunden bei z.B. Jagden, Prüfungen, Ausstellungen usw. ). Welpen können sich während der Geburt anstecken.

Auch an Menschen und Gegenständen können die Erreger der Caninen Herpes-Virus-Infektion haften, wenn sie mit den Sekreten in Berührung kommen. Die Viren selbst sind jedoch nicht sehr widerstandsfähig – Temperaturen über 40 Grad Celsius oder normale Lösungsmittel können sie bereits abtöten.

 

Symptome:

Wie äußert sich die Canine Herpes-Virus-Infektion (Welpensterben)?

 

Wie schwer die Canine Herpes-Virus-Infektion verläuft, hängt stark vom Alter und den Abwehrkräften des infizierten Hundes ab. Erwachsene Hunde zeigen meist keine Symptome oder nur eine leichte Infektion der Atemwege, die sich durch Niesen, Schnupfen und Husten äußert. Auch Scheidenausfluss bei Hündinnen und Ausfluss aus der Vorhaut bei Rüden sind möglich. In den meiste Fällen ist die Canine Herpes-Virus-Infektion beim erwachsenen Hund aber nicht lebensbedrohlich.

 

Steckt sich jedoch eine tragende Hündin an, die vorher mit dem Caninen Herpes-Virus noch nicht in Berührung gekommen ist, so kann es zu erheblichen Störungen der Trächtigkeit bis hin zur Geburt lebensschwacher Welpen kommen.

 

Welpen, die sich bereits in der Gebärmutter mit der Caninen Herpes-Virus-Infektion angesteckt haben, sterben mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent.

 

 

Die Welpen kommen schwach zur Welt, zeigen keine Lust zu saugen und jammern. Ihr Bauch ist schmerzhaft.

 

Die Hundewelpen können sich auch während der Geburt durch die Sekrete der Scheide mit dem Caninen Herpes-Virus infizieren. Diese Welpen leiden oftmals unter Erbrechen und Durchfall, wirken teilnahmslos, schwach, zittern und haben Bewegungsstörungen. Typisch für die Canine Herpes-Virus-Infektion sind außerdem sogenannte petechiale Blutungen. Darunter versteht man kleine punktförmige Blutungen an den Häuten und Schleimhäuten (häufig der Maulschleimhaut). Überleben die Welpen die Canine Herpes-Virus-Infektion, können sie bleibende Schäden davontragen, beispielsweise sind sie blind oder taub.

 

Welpen, die älter als drei Wochen alt sind, haben deutlich bessere Chancen, die Canine Herpes-Virus-Infektion zu überstehen. Ihr Abwehsystem ist bereits besser entwickelt. Bei ihnen äußert sich die Infektion mit dem Caninen Herpes-Virus oft nur mit Schnupfen und Husten, ähnlich wie bei ausgewachsenen Hunden.

 

Für die nachfolgenden Würfe einer Hündin, die bereits Welpen aufgrund einer Caninen Herpes-Virus-Infektion verloren hat, besteht in den meisten Fällen keine Gefahr mehr. Tierärzte gehen davon aus, dass das Muttertier dann ihre eigenen Antikörper gegen das Canine Herpes-Virus an ihre Welpen weitergibt. Somit sind sie in den ersten Wochen geschützt, bis ihr eigenes Immunsystem stark genug ist.

 

Schutzmaßnahmen:

 

Am häufigsten erkranken Welpen im Alter von 1-3 Wochen, da sie dann ihre Körpertemperatur noch nicht selbst kontrollieren können und leicht unterkühlen. Dies sind für das Virus die besten Voraussetzung für eine sehr rasche Vermehrung. Im Labor besitzt das Caninen Herpes-Virus ein Temperaturoptimum von 35-36°C.

 

Bei 38-39°C ist die Virusvermehrung dagegen etwa 100-1000 fach herabgesetzt, so dass die Gewährleistung einer Temperatur von 38°C in den Wurfboxen zwar eine Infektion der Welpen nicht verhindert, die Vermehrung des Virus ist dann aber soweit gedrosselt, dass es keine Erkrankung nach sich zieht. Außerdem kann die Hündin sicherheitshalber vor der Trächtigkeit gegen Caninen Herpes-Virus  geimpft werden.

 

Nachdem ich mich sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe, vertrete ich den Standpunkt, dass diese Canine Herpes-Virus-Impfung eine sehr sinnvolle Schutzmaßnahme bietet um das Risiko des Verlustes von Welpen bis hin zum kompletten Wurf vorzubeugen.

 

Ich bedanke mich für die freundliche Unterstützung von unserem Mitglied,

Herrn Dr. vet. Werner Schäfer aus Bochum.

 

Ich wünsche allen Züchtern weiterhin viele Erfolg

Roland Braas

 

 

 

An die SW-Richter im SBV

Nachstehend die aktuellen Schulungstermine für die JGHV-Richterschulung ( SW-Richter )

Alle SW-Richter müssen laut dem JGHV-Beschluß ( Fulda 2015 ) bis
Ende 2016 an einem derartigen Lehrgang teilgenommen haben.

 

 

 

 

 

Bitte, stellen Sie sich zur Wahl!

 

Liebe Mitglieder,

 

zu den Zuständigkeiten der Mitgliederversammlung gehört die Wahl des geschäftsführenden Vorstandes im vierjährigen Rhythmus. Nachdem dies letztmalig im September 2011 in Altenstein geschah, wird durch die diesjährige Mitgliederversammlung im Juni erneut ein geschäftsführender Vorstand zu wählen sein.

In der noch andauernden Wahlperiode galt es für den Vorstand mit der Überarbeitung von Satzung und Ordnungen, mit der Neugliederung der Kassengeschäfte und der Abarbeitung verschiedener Problemfälle ein außergewöhnliches großes Pensum an Vereinsarbeit zu leisten. An dieser Stelle sei allen, die sich hier mit Engagement eingebracht und sehr viel Zeit investiert haben, im Namen aller Vereinsmitglieder ganz herzlich gedankt.

 

Bei der Wahl des geschäftsführenden Vorstands sind satzungsgemäß die Ämter mit den folgenden Aufgaben zu besetzen:

 

• erster Vorsitzender Der Vorsitzende führt den Vorsitz im Vorstand, im erweiterten Vorstand und in der Mitgliederversammlung. Er vertritt den Verein bei VDH, JGHV und IVZSSB. Er sorgt für die Durchführung von Beschlüssen und hat darüber zu wachen, dass alle Vereinsangelegenheiten ordnungsgemäß erledigt werden. Im Falle seiner Verhinderung oder Befangenheit wird der Vorsitzende durch den stellvertretenden Vorsitzenden oder ein anderes Vorstandsmitglied vertreten.

 

• zweiter Vorsitzender (Stellvertretender Vorsitzender) Im Falle seiner Verhinderung oder Befangenheit wird der Vorsitzende durch den stellvertretenden Vorsitzenden vertreten.

 

• Schriftführer Der Schriftführer ist verantwortlich für die Protokollführung in der Mitgliederversammlung und in den Vorstandssitzungen.

 

• erster Schatzmeister Die Schatzmeister verwalten das Vermögen des Vereins und sind verpflichtet, es ausschließlich für dessen Zwecke zu verwenden. Dem Vorstand und der Mitgliederversammlung sind sie uneingeschränkt verantwortlich.

Der erste Schatzmeister ist verantwortlich für die Mitgliederverwaltung, das Zuchtwesen betreffende Abrechnungen, etwaige Rücklagen und Investitionen, sowie Abrechnungen, die keine Reisekosten sind. Er organisiert die Kassenprüfung und ist Ansprechpartner der Kassenprüfer. Dem ersten Schatzmeister sind alle Konten und die dazugehörigen begründenden Unterlagen bis zum Ende eines jeden Kalenderjahres zur Prüfung vorzulegen.

 

• zweiter Schatzmeister (Stellvertretender Schatzmeister) Die Schatzmeister verwalten das Vermögen des Vereins und sind verpflichtet, es ausschließlich für dessen Zwecke zu verwenden. Dem Vorstand und der Mitgliederversammlung sind sie uneingeschränkt verantwortlich.

Der zweite Schatzmeister ist zuständig für Reisekosten sowie das Prüfungswesen betreffende Abrechnungen.

 

• Leiter der Geschäftsstelle Dem Leiter der Geschäftsstelle obliegt die allgemeine Mitglieder- und Interessentenbetreuung. Zu seinen Aufgaben gehören weiterhin die Erstellung eines Jahresberichts und der Einkauf/Verkauf von Waren.

 

• Hauptzuchtwart Der Hauptzuchtwart ist Hauptverantwortlicher für alle Fragen der Zucht, entsprechend Zucht- und Zuchtwartordnung, sowie für das Zuchtrichterwesen. Er ist verantwortlich für die Koordination der Ausstellungen. Er ist Vorsitzender der Zuchtkommission.

 

• Obmann für das Prüfungswesen Der Obmann für das Prüfungswesen überwacht die Einhaltung der Bestimmungen der Prüfungsordnung. Alle Prüfungsberichte sind ihm vor der Veröffentlichung der Prüfungsergebnisse zur Überprüfung vorzulegen. Er leitet den Prüfungsausschuss und muss Verbandsrichter sein. Er ist Mitglied im Prüfungsausschuss.

 

• Obmann für das Richterwesen Der Obmann für das Richterwesen ist zuständig für das Verbandsrichterwesen. Er ist verantwortlich für die Aus- und Fortbildung der Verbandsrichter. Er ist Mitglied im Prüfungsausschuss.

 

• Obmann für Öffentlichkeitsarbeit Der Obmann für die Öffentlichkeitsarbeit ist insbesondere für die Bearbeitung der Vereinszeitschrift und der Homepage des Vereins verantwortlich. Er koordiniert die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die vereinsinterne Kommunikation.

 

Ein Teil der gegenwärtigen Vorstandsmitglieder wird für eine nach Satzung mögliche Wiederwahl aus verschiedenen persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen können.

 

Zum gegenwärtigen Stand sind folgende Vorstandsmitglieder bereit, für eine Wiederwahl zu kandidieren:

erster Vorsitzender  

Hubertus Heine

Schriftführer                

Christine Hartleb-Rohrberg

Hauptzuchtwart      

Rolf Strieder

Obmann für das Prüfungswesen

Marcel Hartleb

Obmann für das Richterwesen

Peter Knüpfer

Obmann für Öffentlichkeitsarbeit

Michael Hartung.

         

Offene Ämter wären somit:

zweiter Vorsitzender (Stellvertretender Vorsitzender)

erster Schatzmeister

zweiter Schatzmeister (Stellvertretender Schatzmeister)

Leiter der Geschäftsstelle.

 

Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder haben deutlich signalisiert, dass sie dem neuen Amtsinhaber bei der Übernahme der Geschäfte gründlich mit Rat und Tat zur Seite stehen.

 

Im Namen des Vorstandes möchte ich alle Mitglieder auffordern, sich hinsichtlich der eigenen Bereitschaft Gedanken zu machen, eines der Ämter, insbesondere eines der offenen Ämter, für die kommenden vier Jahre zu übernehmen.

Falls Sie schon lange der Meinung sind, dass ein bestimmtes Mitglied in Ihrem persönlichen Umfeld ein idealer Amtsträger wäre, sprechen Sie ihn oder sie an oder teilen Sie Ihre Gedanken dem Vorstand mit. Die gegenwärtigen Amtsinhaber sind gerne bereit jedem Interessenten hinsichtlich des Tätigkeitsfeldes Rede und Antwort zu stehen. Entsprechende Kontaktmöglichkeiten finden sich auf der Kontaktseite der Homepage oder auch in den Mitteilungsblättern.

 

Bitte scheuen Sie sich nicht und stellen Sie sich zur Wahl!

 

Mit einem freundlichen Brackenheil

 

Michael Hartung

für den Vorstand SBV

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

Ansitz und Pirsch auf Bock oder Sau stehen aktuell auf unserer jagdlichen Tagesordnung. Für unsere Bracken heißt es vorerst ihre jagdlichen Aktivitäten auf anfallende Nachsuchen zu beschränken.

 

Nachdem wir vergangenes Jahr unser Schwarzwildgatter in Karthan mit großem Einsatz umbauten und den aktuellen Erfordernissen angepassten, blieb es jedoch auch in diesem Jahr nicht von unvorhersehbaren Überraschungen verschont. In Folge eines Sturmes beschädigten umgestürzte Bäume den Zaun massiv. Dem großen Engagement einiger Kopovfreunde ist es zu verdanken, dass die entstandenen Schäden zeitnah beseitigt werden konnten und ein Übungsbetrieb nach kurzer Zeit wieder möglich war.

 

An dieser Stelle noch einmal ausdrücklicher Dank allen Beteiligten! Es zeigt sich hier wie wichtig eine vor Ort funktionierende Organisation ist.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal alle interessierten Kopovfreunde, aus dem näheren Bereich um das Gatter bitten, sich hier aktiv einzubringen. Das Schwarzwildgatter in Karthan ist eines unserer Aushängeschilder und wir leisten hier einen wichtigen Beitrag zur tierschutzgerechten Jagdhundeausbildung, auch über unsere Vereinsgrenzen hinaus!  

 

Unsere jährliche Mitgliederversammlung findet am 20. Juni im thüringischen Gabelbach statt. Turnusgemäß stehen die Vorstandswahlen an, eine ausführliche Information dazu finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik News und gleich im Anschluss hier im Mitteilungsblatt. An diesem Wochenende führen wir auch eine der zwei in diesem Jahr geplanten Ausstellungen mit Formbewertung und anschließender Zuchtzulassung durch. Im Berg- und Jagdhotel Gabelbach ist am 20. Juni ein Grüner Abend vorbereitet.

Die mit der Organisation beauftragten Kopovfreunde scheuten sicher keine Mühen, dieses Wochenende zu einer für uns alle dauerhaften und schönen Erinnerung zu machen. Aus diesem Grunde bitte ich alle um Teilnahme an diesem, unserem Vereinswochenende. Die dazu notwendigen Informationen finden Sie hier im Heft.

Züchterisch sind in diesem Jahr 33 Anpaarungen der Rasse Slovensky Kopov vorgesehen, wir hoffen damit unseren Bestand an Schwarzwildbracken weiter zu festigen und der Jägerschaft gesunde und gut veranlagte Hunde zur Verfügung zu stellen.

 

Die Arbeit in den Regionalgruppen läuft gut, allen die sich hier ins Zeug werfen sei an dieser Stelle gedankt. Als besonders erfreulich empfinde ich es, dass sich in der Regionalgruppe Süd wieder Kopovfreunde gefunden haben, die sich hier der Dinge in punkto Bildung eines neuen Regionalgruppenvorstandes annehmen wollen.  Bitte bleibt am Ball!

Im Rahmen der von uns organisierten Schulungswochenenden unterstützen wir uns gegenseitig und bereiten unsere Hunde auf  anstehende Prüfungen vor. Dank an Alle die sich hier mit einbringen!

 

Die jährlich im Spessart stattfindende Verbandsfährtenschuhprüfung (VFSP) stellt für alle Brackenzuchtvereine einen Höhepunkt im Vereinsleben dar. In diesem Jahr wird sie vom Deutschen Brackenclub e.V. organisiert und durchgeführt. Es wäre schön, wenn wieder gut vorbereitete Gespanne unseres Vereins teilnehmen und unsere Fahnen hoch halten. Auch sonst ist unser aktueller Terminkalender gespickt mit umfangreichen Angeboten aus allen Bereichen. So dass hoffentlich für alle etwas dabei ist.

 

Sämtliche Termine und Ausschreibungen für 2015 finden Sie inklusive der weiteren Informationen hier auf den Seiten unserer Homepage. Bitte denkt alle daran, dass ein Verein von den Aktivitäten seiner Mitglieder lebt und bringt Euch ein!

 

Mit den besten Wünschen und Brackenheil!

Hubertus Heine

   

 

 

Einladung zur Hauptversammlung

 

Der Vorstand des Schwarzwildbrackenvereins lädt hiermit zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 20. Juni 2015 nach Ilmenau/FS Thüringen ein.

 

 

Tagungslokal:                                                                   Berg- und Jagdhotel Gabelbach

                                                                                                              Am Gabelbach 1

                                                                                                              98693 Ilmenau

                                                                                                              Tel.: 03677 8600

 

Beginn der Versammlung:                             15.00 Uhr

 

Tagesordnung:

 

1.       Begrüßung und Eröffnung

2.       Feststellung der Beschlussfähigkeit und Bekanntgabe der Zahl der anwesenden Mitglieder (§ 18 Abs. 3 Satzung des SBV)

3.       Genehmigung des Protokolls vom 14. Juni 2014 in Luisenthal

4.       Tätigkeitsberichte des Vorstandes

5.       Information zur aktuellen Kassenprüfung und Entlastung des Vorstandes

6.       Wahl des neuen Kassenprüfers und seines Stellvertreters

7.       Wahl des Wahlausschusses

8.       Vorstellung der Kandidaten für die Vorstandswahl

9.       Wahl des neuen Vorstandes

10.     Verschiedenes

 

 

gez.

Hubertus Heine

Vorsitzender

 

 

 

Grüner Abend 20.06.2015

 

Liebe Mitglieder,

 

auch in diesem Jahr wollen wir Euch nach der Mitgliederversammlung wieder zu einem Grünen Abend zusammen mit euren Liebsten und Vereinsfreunden im

Berg- und Jagdhotel Gabelbach (Am Gabelbach 1, 98693 Ilmenau, www.gabelbach.com) gegen  19:30 Uhr einladen.

 

Für den kleinen und großen Hunger werden Gerichte á la Carte zur Auswahl stehen.

Für die musikalische Umrahmung des Abends haben wir einen Alleinunterhalter organisiert.

 

Anmeldungen für den Grünen Abend mit Teilnehmeranzahl bis zum 20.05.2015 bitte per Mail an Hartleb@Schwarzwildbracke.de.

 

Wir freuen uns auf Eure Zahlreiche Teilnahme!

 

Zimmerreservierung:   Anreise: ab 14:00 Uhr

                                           Abreise: bis 11:00 Uhr

                                           Kontingent bis 20.05.15 unter „Schwarzwildbrackenverein“

                                           Es gibt einen vereinbarten Rabatt für die Zimmerbuchung!

 

Anreise per Auto:

·  Über die Autobahn A71 Erfurt – Schweinfurt bis Ausfahrt 16 Ilmenau West,

·  Weiter auf der Bundesstraße B4 Richtung Schmiedefeld/Rstg. durch Ilmenau

·  Nach ca. 4 km in Ilmenau links abbiegen in die Waldstraße (K56)

·  Nach Ortsausgang 3,5 km der Straße entlang durch den Wald bis zum Berg- und

   Jagdhotel Gabelbach

·  In Navigationssystemen finden Sie uns über die Auswahl: Sonderziele – Hotels

   Ilmenau

 

 

Zum Schwarzwildgatter Karthan

 

Schon im Jahr 2002, als ich erstmalig mit meinen Hunden das Schwarzwildgatter in Karthan aufsuchte, hat mich die hervorragende Möglichkeit zur Einarbeitung unserer Hunde am Schwarzwild fasziniert. Der langjährige Gattermeister Hans-Karl Seifert war eine Institution und hat sich damals so manche Einheit mit uns Grünschnäbeln gegeben, dabei immer hilfsbereit und kompetent. Viele hervorragende Hundeaktionen, Prüfungen und dritte Halbzeiten konnte ich in den folgenden Jahren mit Karthan verbinden.    

 

Zehn Jahre später habe ich aus der Not heraus die Verantwortung für die administrativen Arbeiten um das Gatter übernommen. Zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar, wie ernst es um die Existenz des seit 1987 genutzten Schwarzwildgatters bestellt war. Nachfolgend möchte ich einige Punkte zur Entwicklung und der Beschaffenheit unseres Gatters kundtun:

Im Jahr 2012 umfasste die Einrichtung eine Fläche von ca. 2,3 ha – bestockt mit einem entsprechend großen Gatter inkl. zwei Sauen und einer Schutzhütte. Die Nutzung der Fläche wurde seit Jahren über einen Nutzungsvertrag mit den Eigentümern, der Familie von Saldern, geregelt. Sämtliche Einrichtungen auf der Fläche, deren Aufrechterhaltung und der Betrieb als Ausbildungsstätte, sowie alle damit verbundenen Kosten sind Sache des Schwarzwildbrackenvereins.  Wir sind damit der einzige Jagdhundeverein in Deutschland, der ein Schwarzwildgatter betreibt.

 

Bild 1: Übungseinheit im Gatter Karthan, B.S.

 

Zwischenzeitlich wurde das Potential dieser Einrichtungen von vielen weiteren Interessensgruppen identifiziert mit der Folge, dass einerseits ein regelrechter Hype um die Gatter mit Neuerrichtungen,  Presseberichten und Sauhunden soweit das Auge reicht entstand und andererseits die Arbeit unter dem Focus des Tierschutzes vermehrt Beachtung fand.

 

Dies hatte zur Folge, dass von einer Gruppe von Jagdkynologen einheitliche Regeln zum Gatterbetrieb und zur Gatterbeschaffenheit verfasst wurden.

Eine Kernforderung war das Vorhandensein eines sogenannten Ruhegatters, also eines separaten Rückzugsraums für die Sauen, und genau deswegen saßen wir plötzlich im kurzen Gras: Unser Gatter verfügte bekannter Weise nur über ein Arbeitsgatter und die Genehmigung zum Betrieb der veralteten Anlage lief zum 31.12.2012 aus. Meine Strategie, über Bestandsschutz eine auflagenfreie Verlängerung bei der Genehmigungsbehörde zu erwirken, ging fehl – die Lobby war schmal und vom Amtsschimmel wehte der Wind kalt ins Gesicht. Immerhin konnte ich eine verlängernde Genehmigung erwirken, allerdings nur unter der Auflage, dass wir binnen einem Jahr (!) ein Ruhegatter herrichten – ansonsten endet der Betrieb.   

Der Bundesvorstand beschloss einstimmig, die Übungsanlage zu halten und erteilte Marschbefehl. Es folgten Flächen- und Förderkonzepte, Kostenplanungen, Ausschreibungen und Sichtungen vor Ort, sowie umfangreiche Korrespondenz mit Behörden, Veterinäramt, Eigentümer, Unternehmern und Anliegern. Zusätzlich musste ein erweiterter Nutzungsvertrag, eine geänderte Gatterordnung und die Schießerlaubnis verfasst und abgeschlossen werden.

 

Bild 2: Luftbild inkl. Grundriss der erweiterten Anlage, B.S.

 

Glücklicherweise fand sich relativ schnell eine Gruppe von Unterstützern aus der Region ein, ohne die die Umsetzung unter dem Zeitdruck voraussichtlich nicht funktioniert hätte: Arne Schlagowsky unterstützte mehrmals beim Flächenkonzept und der GPS-Vermessung der Erweiterungsfläche. Maik Weingärtner und Prof. Hans Wunderlich halfen mir bei der Detailplanung. Bei den jährlichen Arbeitseinsätzen konnte ich mich auf eine Gruppe von Nordlichtern verlassen, u.a. Christoph und Tina Licht, Lars Frommhagen, Arne Schlagowsky, Jörg Kania, Oliver Schuppert, Jens Barkmann, Sönke Otto, Manfred Schmid, Ute Ruppert usw. Nicht unerwähnt sollen die Helfer des Frühjahrseinsatzes 2015 bleiben (s. aktueller Bericht Reg. Nord).

 

 

Immer dabei waren die Gattermeister Bernd Halter und Frank Zemelka – der ehrenamtliche Einsatz dieser beiden Herren ist einmalig!  

 

Bild 3: Nach getaner Arbeit im neuen Ruhegatter, B.S

 

Im Ergebnis wurde bis November 2013 auflagenkonform und fristgerecht für rund 33.000,- € ein Ruhegatter mit Doppelzäunung, Wasserzugang, Schutzhütte etc. errichtet, wobei ich 80 % der Kosten über einen Förderantrag beim Land Brandenburg beantragt und abschließend für den Verein abgerechnet habe. Sowohl die Verlängerung des Nutzungsvertrages mit dem partnerschaftlich agierenden Eigentümer als auch die auflagenfreie Genehmigung der inzwischen 3,3 ha großen Anlage liegen jeweils bis zum Ende des Jahres 2022 vor. Erwähnenswert ist noch die abschließende Zertifizierung des Gatters in die höchstmögliche Stufe durch die „Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter“, womit Zustand und Aktualität unseres Gatters im Rahmen der Einweihung gewürdigt wurden.

 

Alle Ampeln stehen nun für mindestens die nächsten acht Jahre auf grün und Routine kehrt wieder ein. Übungstage, Prüfungen, zum Herbst die Jagd des Eigentümers, zu der wir vertragskonform drei Hundeführer mit 5-6 Hunden stellen müssen.

Berufsbedingt  enden meine  Tätigkeit für den Bundesvorstand und somit auch mein Einsatz für das Gatter in diesem Jahr. Gesucht wird ein/e Nachfolger/-in, der/die in Zusammenarbeit mit den Gattermeistern die Geschicke unserer Ausbildungsstätte mit jährlich bis zu 250 Übungseinheiten lenkt und leitet.  Bei Interesse gebe ich gerne weitergehende Informationen über Arbeitsumfang und  zeitlichen Input.

 

Boris Schnittker

 

 

 

Werte Mitglieder,

 

mit den nachfolgenden Zeilen möchte ich Ihnen einige Punkte zur Geschichte und Entwicklung des Kopovs näher bringen.

 

Die ersten schriftlichen Erwähnungen über diese Rasse fanden im 17. -18. Jahrhundert statt. Interessant waren dabei Aufzeichnungen, die schon damals Kreuzungen des Kopovs mit anderen Hunden untersagten. Auch weitere Dokumente weisen darauf hin, dass die „Reinheit“ der ursprünglichen Rasse viel älter ist, als wir uns das vielleicht vorstellen können. Es könnte sein, dass der Kopov in seiner ursprünglichen Form eine der ältesten Jagdhunderassen ist.

 

Die ursprüngliche Höhe der Hunde wurde alten Aufzeichnungen zufolge mit 40 bis 65 cm angegeben. Auch waren Schecken oder weiße Abzeichen an Brust, Beinen oder Schwanz keine Seltenheit. In erster Linie war der Kopov ein Hund der Bergregionen und Jagdhund armer Leute.

 

Um ca. 1915  wurde erstmalig nach Farbe selektiert und die Widerristhöhe mit 50 cm begrenzt. Der Anfang der modernen und organisierten Zucht begann  im Jahr 1936. Erste Eintragungen in das Zuchtbuch und die ersten Ausgaben von Stammbäumen fanden im Jahr 1940 statt. Vorrangig sollte züchterisch die Größe der Hunde eingedämmt werden, ohne an jagdlichen Qualitäten einzubüßen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde eine Erfassung der verbliebenen, reinrassigen Kopovs durchgeführt und die züchterischen Bemühungen wurden fortgesetzt und intensiviert. Am 16.04. 1963 wurde der jetzige FCI Standard festgeschrieben  und die Rasse als solche anerkannt.

             

Ich hatte das Glück, vor vielen Jahren Kontakte in die Slowakei auf- und im Laufe der Zeit ausbauen zu können. In den Jahren habe ich mehrere alte Züchter und Kopovführer kennen lernen dürfen und durch diese Leute (die heute schon zum Teil der grüne Rasen deckt) Einiges über die Art des Jagens, die Haltung und die Geschichte des Kopovs persönlich erfahren.

 

Immer wieder interessant und erkenntnisreich empfand ich die Geschichten, die über die Jagd mit den Hunden in den abgelegenen Regionen der Karpaten und Tatra handelten. So brachte mir gegenüber ein alter, slowakischer Jäger mit wenigen Sätzen auf den Punkt, anhand welcher Kriterien er einen wirklich wertvollen Hund in der damaligen armen Zeit festgemacht hat:

 

Ein gut jagender Kopov sollte eigenständig Schwarz- oder Rotwild finden und das Stück Wild bis zum Eintreffen des Hundeführers anhaltend verbellen, also dem Hundeführer melden. Ziel der Veranstaltung waren nicht jagdliche Freuden oder Trophäen, sondern die Beschaffung von Nahrung. Der Hund, welcher diese Art zu Jahren zuverlässig und konstant praktizierte, hatte einen wesentlichen Anteil bei der Fleischbeschaffung ganzer Familien oder Dörfer. Jahrhunderte lang wurde auf diese Eigenschaften hin selektiert und die Jagdpraktiken in der Form angewendet.

  

Zu scharfe Hunde, die eine Sau so sehr bedrängt haben, dass diese den Kessel verlassen hat und damit zehn oder zwanzig Kilometer über Berg und Tal ging, waren für die damaligen Jäger wertlos. Diese Hunde waren das Futter, welches sich die Leute in den armen Dörfern vom Mund abgespart haben, nicht wert. Zum Teil blieben solche Hunde durch Wolf, Bär oder direkt durch den Jäger im Wald.

 

So entstand letztendlich der Kopov mit seinen Anlagen, wie wir ihn noch heute vorfinden.

  

Oft habe ich überlegt, was wohl die alten Slowaken über uns denken würden, wenn sie teilweise die jagdlichen Einsatzgebiete und Haltungsbedingungen sehen und die Kritik an den Hunden hören würden.

 

Vor einigen Jahren kam mal ein erfahrener Hundeführer, der sich selbst viele Jahre bemühte  erfolgreich Kopovs zu führen, zu mir und klagte mir sein Leid: Sein junger Kopovrüde hat einen kranken Frischling von 20 Kilogramm nicht abgetan. Stattdessen hat er den Frischling ca. 40 Minuten bis zum Eintreffen des Hundeführers verbellt mit dem Ergebnis, dass der Frischling zur Strecke kam. Ich gratulierte ihm zu dem Hund und gab zu bedenken, dass die meisten Hunde auf den Stöberjagden begeistert Rehe und sonstiges Friedwild jagen, aber nicht anhaltend eine Sau melden. Bei diesem jungen Rüden waren das Finden von Schwarzwild und das beharrliche Melden bis zum Eintreffen des Hundeführers in der Form verankert, wie es sich die alten Slowaken gewünscht haben.

 

Neben den jagdlichen Anlagen profitieren wir ebenfalls von der Robustheit dieser Hunde. Langanhaltende strenge Winter in den Bergen mit Minustemperaturen von bis zu 35 Grad sind im Heimatland der Kopovs keine Seltenheit. Auch im strengsten Winter verbrachten die Hunde die Nächte außerhalb der Häuser. Ich habe mit eigenen Augen in einem bitterkalten Winter gesehen, dass für die Hunde nicht einmal eine vernünftig gebaute, geschweige denn isolierte Hütte zur Verfügung stand. Wenngleich es für viele von uns befremdlich wirkt: Letztendlich fanden auch durch die harten Haltungsbedingungen eine Selektion statt und nur die robusten und intelligenten Hunde überlebten. Ein Tierarzt wurde wegen eines kranken Hund in der Regel nicht bemüht, es war finanziell in den meisten Fällen auch gar nicht möglich. Waren Welpen gefallen, so überlebten ebenfalls nur dir Kräftigsten. So bitter und hart sich das alles anhören mag - der Grundstein war gelegt für eine gesunde und robuste Rasse, wie wir sie heute in Europa kaum noch vorfinden werden.   

 

Ich wünsche mir, dass dieser intelligente, robuste, wesensfeste und außergewöhnliche Jagdhund mit seinen wertvollen Eigenschaften durch gute Hundeführer und eine umsichtige Zucht uns noch lange in der geschilderten Form erhalten bleibt.

 

Manfred Schmid                            

 

 

 

 

AZP Teil B war durch Windbruch gefährdet !

 

Erheblicher Schaden am Schwarzwildgatter in Karthan ist durch eine Windhose im Januar 2015 entstanden. Zahlreiche starke Fichten wurden entwurzelt und haben die Umzäunung auf einer Länge von ca.100 Meter zerstört.

In einer Telefonaktion hat der Vorsitzende der RG Nord zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen. Und es kamen viele Helfer um die Schäden zu beheben.

 

Die Forstprofis mit ihren Motorsägen nahmen sich die Kreuz - und Quer liegenden Bäume vor .

Die anderen Helfer trugen Zaunmaterial heran und räumten Baumstämme zur Seite reparierten den Zaun.

Am Ende waren alle geschafft aber zufrieden. Der Gatterbetrieb kann nun wieder aufgenommen werden und die AZP ist abgesichert !

 

Im Namen der RG Nord sage ich allen Helfern vielen Dank für Euren freiwilligen, uneigennützigen Einsatz !

 

Brackenheil

H.-J.Beyer

2.Vors.RG Nord

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Kopovfreunde,

 

als ich in letzter Zeit wieder einmal in unseren Mitteilungsblättern las, fiel mir im MB 2 aus dem Jahr 2010 ein Artikel der RG Nord auf. Darin berichtete KF Kremeike über Stand und Durchführung der Baumaßnahmen am Schwarzwildgatter des SBV in Bad Wilsnack.

 

An gleicher Stelle trafen wir uns in diesem Jahr am 2. Septemberwochenende wieder, um die im Laufe der Zeit notwendig gewordenen und nun abgeschlossenen Instandhaltungs- und Umbaumaßnahmen zu würdigen. Neben einer ganzen Zahl interessierter Kopovfreunde, waren der Eigentümer der Fläche, auf der sich das von uns betriebene Schwarzwildgatter befindet, Herr von Saldern und auch Mitglieder der Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter um Prof. Hans Wunderlich, welcher sich ebenfalls vor Ort vom Stand der Dinge überzeugte, unserer Einladung gefolgt. Alle Anwesenden zollten der geleisteten Arbeit Respekt und Anerkennung. An dieser Stelle sei im Namen des gesamten Vereinsvorstandes allen fleißigen Helfern ganz herzlich gedankt! Es wurde hier von uns und für uns ein Ort geschaffen, den es in Zukunft noch intensiver als bisher zu nutzen gilt. Nicht nur für die Hundeausbildung spez. die Verhaltensanpassung unserer vierbeinigen Jagdgefährten an das Schwarzwild, die selbstverständlich hier immer eine vorrangige Rolle spielen wird, sondern auch für die Kontaktpflege und das gemeinsame Miteinander im Verein bietet der Gatterstandort sehr gute Voraussetzungen.

 

Das soll jedoch keinesfalls heißen, dass nur hier Vereinsaktivitäten laufen.  Die territoriale Ausdehnung unserer Regionalgruppen erfordert überall und von allen, sich durch eigenes Engagement aktiv ins Vereinsgeschehen einzubringen, vor Ort miteinander zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen! Nach wie vor werden Kopovfreunde gesucht, die bereit sind uns durch ihre Mitarbeit im Vorstand der RG Süd zu unterstützen. Die notwendigen Kontaktdaten finden Sie in diesem Heft, bitte geben Sie sich einen Ruck und machen Sie mit!

An dieser Stelle sei hier einmal allen Kopovfreunden gedankt, die sich in den Regionalgruppen einbringen und damit eine wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Vereinsarbeit schaffen.

Zu der im Rahmen des Septemberwochenendes stattfindenden formbewertenden Ausstellung hatten 21 Hunde gemeldet. Im Ergebnis der anschließend durchgeführten Zuchtzulassung konnte unser Bestand an Zuchthunden, um 2 Hündinnen und 2 Rüden erweitert werden.

 

Die Herbstprüfungen (AZP und GP) verliefen allgemein ruhig und erfolgreich. Auch wenn es situationsbedingt aus unterschiedlichen Anlässen, dass eine oder andere Gespräch gab und auch noch gibt, so ist doch im positiven Sinne eine gewisse Ruhe im Prüfungsgeschehen festzustellen. Die neuen Richterbücher fanden großen Anklang! Leider schafften wir es in diesem Jahr nicht, uns bei einer vereinseigenen Richterschulung auszutauschen, fortzubilden und zu informieren. Diese wird im kommenden Jahr 2015, wie sollte es anders sein in Karthan stattfinden. Den konkreten Termin werden wir zeitnah auf unserer Homepage veröffentlichen.

 

Inzwischen ist die Drückjagdsaison in vollem Gange! Bei den noch anstehenden Jagden wünsche ich Ihnen viel Weidmannsheil und erfolgreiche Jagdaktionen mit Ihren Hunden.  Für die kommenden Weihnachtsfeiertage und das neue Jahr wünsche ich Ihnen ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch!

 

Brackenheil!

Hubertus Heine

 

Bildautor: Boris Schnittker

 

 

 

Bericht Obmann Prüfungswesen

 

Sehr geehrte Kopovfreunde,

 

wir konnten auch in diesem Jahr in den Regionalgruppen Nord, West und Mitte viele erfolgreiche Prüfungen durchführen.

 

Wie Sie den Prüfungsergebnissen am Ende des Mitteilungblatts entnehmen können, reicht die Spanne an gezeigten Leistungen von herausragend bis hin zu unbefriedigend. Es ist an einigen Hunden deutlich aufgefallen, dass Führer zu viel von ihren jungen Hunden abverlangen.

 

Sie zeigen eine großartige Leistung im Alter von beispielsweise 6 bis 9 Monaten und werden direkt zur nächsten Prüfung angemeldet. Am Prüfungstag zeigen die Hunde dann jedoch nur eine wenig zufriedenstellende Leistung. Das Problem liegt darin, dass unsere Hunde vorwiegend „Spätzünder“ sind. Die erste Hasenspur ist noch interessant, was neues, doch in Alter von ca. einem Jahr fallen sie kurzzeitig in ein „Loch“ und zeigen nur mäßige Begeisterung für die in der Prüfung geforderten Arbeiten. Bereits ein halbes Jahr oder Jahr später jedoch entfalten Sie wieder ihr ganzes Talent und sind wie ausgewechselt. Die Gefahr jedoch ist, dass die Führer nach diesem Niederschlag eventuell die Motivation für eine weitere Prüfung verlieren könnten und uns so auch viele gute Hunde für die Zucht verloren gehen. Ich möchte an Sie appellieren, lassen Sie ihrem Hund Zeit sich zu entfalten und nehmen Sie sich die Zeit zur Vorbereitung. Mit der Prüfung sind wir schließlich nicht auf der Jagd.

 

Wie Sie aber auch den Prüfungsergebnissen entnehmen können, haben wir auch in 2014 wieder eine große Masse an Hunden prüfen können und ich möchte mich bei meinen Richterkollegen herzlich für ihre großartige Arbeit und ihr Engagement bedanken. Besonderer Dank gilt hierbei unserer Nennstelle, den Prüfungsleitern und den Organisatoren, denn eine Prüfung ist nicht nur am Prüfungstag Arbeit. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Revierinhaber, die uns ihre Reviere für die Prüfungen zur Verfügung stellen.

 

Brackenheil

Marcel Hartleb

Obmann für Prüfungswesen

 

 

 

VFSP der deutschen Brackenzuchtvereine

 

Die Jubiläumsprüfung, die 10. VFSP der Brackenzuchtvereine, fand auch dieses Jahr wieder traditionell Ende Juni bei den Bayrischen Staatsforsten in Dammbach im Spessart statt.

 

Eröffnet wurde die Prüfung durch den Vorsitzenden des Deutschen Brackenvereins Josef Rieken, der in seiner Ansprache auf die von dem leider viel zu früh verstorbenen Georg Henning und Manfred Parr ins Leben gerufene Prüfung einging. Diese habe sich zur größten und auch einer der anspruchsvollsten Fährtenschuhprüfungen Deutschlands entwickelt. Er verwies auf die guten Wildbestände im Prüfungsgebiet. Er betonte auch, dass es kein Wettkampf unter den Rassen sei, sondern die Vorbereitung der Hunde auf die verantwortungsvolle Nachsuchenarbeit im Alltag.

 

Nach der Einweisung durch den Richterobmann Uwe Beuschel starten die 14 Hundeführer aufgeteilt in 5 Gruppen mit ihren Richtergruppen in die Revierteile.

In der Nacht und am Morgen hatte es geregnet, somit waren es nicht die schlechtesten Prüfungsbedingungen für die Hunde.

Bei der 20h Fährte traten für den Schwarzwildbrackenverein Marcel Wand mit Ozet Jastraba Dolina, genannt Paul, und Stefan Martens mit Kolia von der Schweinegrube an. Seitens der Richter wurde der Verein durch Gerlinde Skrzypek, Rainer Müller und Hubertus Heine vertreten.

 

Die Gespanne Martens und Wand hatten nach etwa drei Viertel der Fährte ihren dritten Abruf und fanden somit leider nicht zum Stück.

 

Der Vorjahressieger der 20h Fährte Thomas Lorenz trat mit seiner Dachsbracke ebenso bei der 40h Fährte an wie Oliver Döz  mit dem Schwarzwildbrackenrüden Vegas vom Wartburgland.

Das Gespann Lorenz fand nach ca. 1,5 Stunden und zwei Abrufen zum Stück. Was durch die Richtergruppe mit einem FS / III bewertet wurde.

 

Als Zweiter und Letzter der Gruppe startete das Gespann Döz in die 40h Fährte.

 

Nach der Einweisung am Anschuss wurde der Rüde Vegas zur Fährte gelegt. Nach kurzem bewinden des Anschusses zog der Rüde teils mit hoher Nase links und rechts und ignorierte die Fluchtfährte und bögelte um den Anschuss herum, was wohl darauf zurückführen war, dass der Anschuss in unmittelbarere Nähe einer Waldwiese lag und Wild am Morgen den Anschuss kreuzte.

 

Nach erneutem Ansetzen des Hundes durch den Führer folgte er ruhig und konzentriert der Fährte. Nach etwa 300 Meter kam Vegas trotz selbstständigen  bögelns nicht wieder zur Fährte zurück und so entschloss der Führer nach ca. 20 Minuten an die von ihm zuletzt markierte Stelle zurückzugreifen, mit Erfolg.

 

Der Rüde nahm erneut die Fährte auf, verlies allerdings nach weiteren 50 Metern erneut die Fährte und erhielt den 1. Abruf. Vermutlich hat sich der Rüde durch Rotwilddüfte irritieren lassen, was die Losung vermuten ließ.

Nach Wiederansetzen arbeitete Vegas ruhig aber zügig die Fährte, die an einem Hang entlang ging.

 

Nachdem das Gespann etwa drei Viertel der Fährte ausgearbeitet hatte, führte die Fährte direkt an einer kleinen Fichtendickung vorbei. Vegas verließ mit hoher Nase die Fährte und zog zur Dickung um lautgebend die Gesellschaft von Schwarzwild anzuzeigen, diese ergriffen daraufhin die Flucht.

 

Nachdem der Rüde ruhig aber konsequent daran erinnert wurde, dass es sich um eine „Todsuche“ handelt, fiel er die Fährte wieder an und kam nach fast 1,5 Stunden zum Stück. Dies wurde durch das Signal Sau tot und der Bruchübergabe bestätigt.

 

Die hervorragende Leistung und der Finderwillen, den der Rüde zeigte und die stets ruhige Art des Gespannes veranlasste die Prüfer ein FS/II zugeben.

 

Am Ende des Tages kamen 5 Gespanne auf der 20h und beide Gespanne der 40h Fährte zum Stück. Was auch den Schnitt der letzten 10 Jahre von ca. 50% wiederspiegelte.

 

Oliver Döz mit Vegas vom Wartburgland

 

 

 

SBV-Fährtenlautprüfung

 

Die erste SBV-Fährtenlautprüfung wurde am 20.09.2014 in Revier Kaltenbach ausgerichtet. Es hatten sich fristgerecht vier Gespanne um die zur Verfügung stehenden Plätze beworben. Nach eingehender Überprüfung der Eingangsvoraussetzungen durch den Hauptzuchtwart und den Obmann für das Prüfungswesen konnten am Prüfungstag vier Gespanne zur Prüfung antreten. Die Witterungsvoraussetzungen sowie der Wildbestand waren optimal. 

 

Am späten Nachmittag konnten alle Teilnehmer zum Prüfungslokal zurückkehren.

Nachdem alle Auswertungen abgeschlossen waren, wurden die Zeugnisse und Urkunden gedruckt und die Prüfungsergebnisse bekanntgegeben.

 

Prüfungssieger wurde Armin Helm mit der Hündin „ Jessi vom Hübenthal „ mit 6 Arbeitspunkten

 

Weitere Platzierungen

Joachim Eichmann mit der Hündin „ Luci vom Hübenthal “ mit 4 Arbeitspunkten

Ervin Kraus mit dem Rüden „ Aladin von den Dauner  Maaren „ mit 4 Arbeitspunkten

Jürgen Kaufmann mit dem Rüden „ Chan spod Sobrany „ mit 0 Arbeitspunkten

 

Großer Dank gebührt dem Leiter des Forstamtes Melsungen, der das erforderliche Prüfungsgebiet zur Verfügung gestellt hatte. 

 

 

Bedanken möchte ich mich auch bei dem Hauptzuchtwart Herrn Rolf Strieder für die Unterstützung der Prüfungsleitung und der Organisation vor Ort, sowie bei Frau Strieder, die in der Mittagspause mit Kaffee und Kuchen für eine sehr entspannte Atmosphäre gesorgt hatte.

Und nicht zuletzt gilt der Dank natürlich auch den Richtern und Helfern, die zum erfolgreichen Prüfungsablauf beigetragen haben. Ohne den großen Einsatz dieser Personen ist eine Prüfung nicht durchführbar. 

 

 

 

Eingangsvoraussetzungen

An der Fährtenlautprüfung können nur Hunde teilnehmen, welche bei der Anlagenzuchtprüfung eine sehr gute Leistung im Gatter gezeigt haben, aber bei der Spurarbeit am Hasen oder Fuchs nur einen schwachen Spurlaut oder Sichtlaut zeigten.

Des Weiteren müssen die Hunde eine Formwertbeurteilung auf

einer SBV-Zuchtschau mit der Formnote min. SG und ein HD-Gutachten

mit min. B2  erfüllt haben.

Interessenten sollten ihre Nennungsunterlagen an den zuständigen Koordinator Roland Braas übersenden.

 

Es ist nicht sinnvoll Hunde für diese Prüfung zu melden, die jagdlich unerfahren sind und deshalb nicht in der Lage sind, selbständig Wild zu finden und anzujagen.

Eine optimale Bewertung kann in solchen Fällen nicht erfolgen.

 

Prüfungsablauf

Das Gelände wird weiträumig mit Prüfungsrichtern und Helfern abgestellt.

Der Brackenführer geht, begleitet von einem Prüfungsrichter, mit seiner Bracke

in das ihm zugewiesene Gelände.

 

 

Auf Anordnung des Prüfungsrichters ist die Bracke zu lösen (schnallen); die Halsung (ausgenommen Warnhalsung und GPS-Ortungsgeräte) ist abzunehmen. Der Führer darf die Bracke durch Zuspruch, Rufen oder Pfeifen zur Suche aufmuntern. Die Bracke hat sich vom Führer zu lösen und genügend weit ausholend das Gelände systematisch abzusuchen, um in relativ kurzer Zeit Wild zu finden und Laut gebend zu jagen. Der Brackenführer bleibt beim Prüfungsrichter auf dem Platz, an dem die Bracke gelöst (geschnallt) wurde, bis diese zu ihrem Führer zurückgekehrt. Die Prüfungsrichter haben das Benehmen der Bracke während der Suche zu beobachten und entsprechend zu dokumentieren.

Die Aufzeichnungen werden dann am Ende der Prüfung ausgewertet. 

 

Zucht

Die Fährtenlautprüfung soll neue Erkenntnisse der vorhandenen Hundepopulation auf ihre Erbanlagen erbringen um eventuell züchterisch bessere Entscheidungen und Bewertungen vornehmen zu können. Bei einer entsprechenden Leistung unter Berücksichtigung der vorhandenen Prüfungsergebnisse ist eine Zuchtzulassung gem. Prüfungsordnung und Zuchtordnung möglich.

 

Resümee

Die Fährtenlautprüfung kann eine sinnvolle Ergänzung zur Spurlautprüfung sein.

Sie erbringt wichtige Erkenntnisse für die Zucht, über den Leistungsstand

unserer Rasse und trägt dazu bei, die Zusammenhänge Spurlaut / Fährtenlaut zu

erhellen.

 

Roland Braas

 

 

ALLE  JAHRE WIEDER......

 

am 11.Oktober 2014 fand am Hoherodskopf im Vogelsberg die 57. Verbands-schweißprüfung und die 11. Verbandsfährtenschuhprüfung -Georg Henning Gedächtsnisprüfung- des Landesjagdverbandes Hessen e.V. statt. Die Prüfungen am Hoherrodskopf stellen hohe Anforderungen an die Gespanne. Neben zahlreichen Verleitungen, spielt das Wetter im Vogelsberg auch eine sehr große Rolle. 

Für die Verbandsschweißprüfung hatten 8 Gespanne gemeldet (7x 20 Std. und 1 x 40 Std.). Vertreten waren die Rassen Deutsch Drahthaar, Brandlbracke, Beagle, Rauhaarteckel und Deutsche Wachtel. Zum Stück fand nur ein Gespann, ein Rauhaarteckel mit seiner Führerin mit einem SW I.

Auf der Verbandsfährtenschuhprüfung hatten ebenfalls 8 Gespanne gemeldet (6 x 20 Std. und 2 x 40 Std.). Genannt hatten Tiroler Bracken, Brandlbracke, Weimaraner, Kurzhaarteckel, Deutsch Drahthaar und eine Kopov.

 

Im dritten Jahr in Folge konnte eine Schwarzwildbracke erfolgreich zum Stück finden. Wir gratulieren unserem Mitglied Helge Haubach,  die mit dem Rüden  „Aki von der Wässernach“ eine hervorragende Suche zeigte. Die Arbeit des Gespanns wurde mit einem FS I bewertet.

 

 

Helge Haubach mit „Aki von der Wässernach“ mit dem Prüfungsleiter Klaus Hildebrand

Bildautor: A. Michel, Geschäftsführer LJV Hessen

 

Des weiteren bestanden noch eine Brandlbracke und ein Weimaraner mit ihren Führern mit einem FS I.  Zur Prüfungssiegerin wurde Helge Haubach mit ihrem Rüden ernannt. Sie erhielt den Wanderpreis „Saufeder“. Nach dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung, wünsche ich dem Gespann, dass sie das Erlernte in der Praxis anwenden und erfolgreich Nachsuchen durchführen.

 

Brackenheil,

wünscht Gerlinde Skrzypek

 

 

 

Protokoll: Die Züchtertagung 2014 fand am Sonntag, den 7. September, um 10.00 Uhr im Hotel „Ambiente“, Dr. Wilhelm Külz Str. 5a, in 19336 Bad Wilsnack statt.

 

Tagesordnung:

Top 1: Begrüßung der angereisten Züchter, Deckrüdenbesitzer , Vorstandsmitglieder und des Referenten Herrn Prof. Dr. sc. med. vet. Hans Wunderlich durch den HZW Rolf Strieder

 

Top 2:Vortrag von Herrn Prof. Dr. Hans Wunderlich

Herr Prof. Dr. sc. med. vet. Hans Wunderlich referierte über die physischen Eigenschaften und speziellen Verhaltensqualitäten des Jagdgebrauchshund, kurz „Ein Hund mit Beruf!“. Einleitend erläuterte Herr Prof Wunderlich die für einen Jagdgebrauchshund zur Grundausstattung gehörigen Parameter, wie Konstitution, Kondition und Wesen. Aber als Kernstück dieser Grundausstattung bezeichnet er das Jagdverhalten, welches als komplexes Verhaltensprogramm mit evolutionärem Ursprung durch planmäßige Zuchtauslese erhalten und ausgeprägt werden kann. Als Handlungskette in diverse fest abgrenzbare Sequenzanteile unterschieden, ist bei unserer Rasse besonders der Wille zum Stöbern, also der Drang Wild zu suchen und zu finden (Appetenzverhalten) veranlagt. Abgrenzend zum Hetzen, wird aber das Stöbern durch das gezielte Schicken des Hundes zum Suchen, Finden, eventuell Stellen, Sichtbar machen und in Bewegung bringen von Wild definiert. Nach TEMBROCK beruhen die Arbeit vor dem Schuss, die Suche und das Stöbern, auf der Grundlage innere Antriebe. Wobei über positiv verstärkende Erfolge, nämlich die von der Jagdbeute ausgehende Schlüsselreize, das Handlungsprogramm starten (LORENZ). Durch den Nasengebrauch können ausgereifte Suchstrategien entwickelt werden. Besonders bei Stöberjagden sind laut jagende Hunde Vorrausetzung. Prof. Wunderlich unterschied in seinem Vortrag verschiedene Lautäußerungen des Hundes. Vom Fieplaut über Winseln, Heulen, Knurren bis zum Bellen. Aber, die laute Jagd ist kein Wolfserbe. Bei einem relativ hohen Erblichkeitsgrad bezüglich der Zuchtwahl unserer Jagdhunde unterliegt der hoch spezialisierte Laut einer ausgeprägten Reizschwellenabhängigkeit (weidlaut, spurlaut, fährtenlaut, sichtlaut oder stumm).

 

Im Zweiten Teil seiner Ausführungen ging Herr Prof. Wunderlich auf das Verhalten nach dem Schuss ein. Einleitende Erörterungen waren den Begriffspaaren schussfest, schussempfindlich und schussscheu gewidmet. Als angepasstes Verhalten hat er dabei die Schussfestigkeit der passiven Verteidigungsreaktion Schussempfindlichkeit/-scheue als unangemessenes Verhalten gegenübergestellt. Der Frage nachgehend: „Sind die Verhaltensunterschiede angeboren (erblich) oder erworben?“ kommt man zu dem Schluss, dass bei Ängstlichkeit, nicht konditionierbar eingeschränkter Belastbarkeit eine genetische Manifestierung wahrscheinlich ist. Die unterschiedlichen Reaktionstypen; die Gelassenen, die Genervten und die Paniker werden somit bei dem Verhalten nach dem Schuss besonders durch die genetische Veranlagung, die individuellen Aufzuchtbedingungen sowie durch die Nervenleistung bestimmt.

 

Aber wie viel Verhalten erben denn nun unsere Jagdhunde tatsächlich? Grundsätzlich unterstreicht Prof. Wunderlich: „Geerbt werden die Verhaltensprogramme, aber nicht die Anpassung.“ Er diskutierte dabei auch Extremstandpunkte, z.B. nach BURT: „Eine teure Erziehung ist nutzlos, wenn die Abstammung nicht stimmt.“ (… Nur die Vererbung zählt!). Für uns, als Züchter ist wichtig zu wissen, dass die Verhaltensanlagen der erbliche Teil des Jagdverhaltens sind. Vererbt werden also nach WUNDERLICH nur die Anlagen, nicht aber das Verhalten selbst. WEIDT führt dazu  aus: „Nur durch die Bereitstellung der jeweils richtigen Entwicklungsmöglichkeiten können die im Erbgut vorhandenen Anlagen auch entsprechend verwirklicht werden. Es ist die Umwelt, die gewissermaßen ihre Hand am genetischen Schalter hat.“ Die dann folgenden sehr einprägsame Diagrammdarstellungen zu den Verhältnissen: Anlagen/Umwelt (nach HASSENSTEIN) festigten die Erkenntnis, dass sich Anlagen in keiner Weise verändern, vergrößern oder verkleinern lassen. Sie bleiben konstant und werden erst durch Umweltreize abgerufen. Dabei können vorhandene Verhaltensanlagen, die aber nicht von Umweltreizen abgerufen werden, auch nicht aktiviert werden. Andererseits gäbe es ohne diese Umweltreize kein Verhalten. TEMBROCK meint, „Ein Auslösereiz muss eine bestimmte Größe erreichen, ehe er wirksam werden kann. Die dabei überschrittenen spezifischen Reizschwellen sind züchterisch beeinflussbar. Zusammenfassend schlussfolgert Prof. Wunderlich, das jagdliche Gebrauchshundezucht auf einer genetischen Manipulation von Reizschwellen fundiert. Dabei dient die Prüfung von Reizschwellen, aber nur durch ein definiertes Angebot entsprechender Schlüsselreize prüfbar, als Grundlage züchterischer Selektion. Für sämtlich jagdlich relevante Anlagen ist die Beute der allentscheidende Schlüsselreiz. In diesem Zusammenhang dürfen wir aber nie vergessen, dass nach dem Dollo’schen Irreversibiltätsgesetz Erbinformationen in einem phylogenetisch jüngeren Organismus nicht wieder re-evolutionert werden können. Ergo verdeutlicht Prof Wunderlich: „Verloren gegangenes Jagdverhalten ist unwiederbringlich verschwunden! Evolution lässt sich nicht nachholen – aber auch nicht aufhalten!“

„Der Jagdgebrauchshund ist unverzichtbar!“ Mit diesem Leitsatz beendete Herr Prof. Wunderlich seine umfangreiche aber sehr interessante als auch äußerst kurzweilige Präsentation.  

 

Gerade wir, als Züchter, Zuchtwarte und Zuchtkommission, müssen der existenziellen Bedrohung vom Kulturgut Jagdbgebrauchshund aus jagdlicher Rassezucht energisch entgegentreten, sämtliche Möglichkeiten z.B. von „Schwarzzuchten“ unterbinden oder als Jagdleiter die freizügige Zulassung von „Nicht-Jagdgebrauchshunderassen“ oder ungeprüften Hunden zu z.B. Stöberjagden versagen.

In diesem Sinne wünschen wir uns für das Zuchtgeschehen im Schwarzwildbrackneverein viel Brackenheil!

 

Falkhard Dau

Regionalgruppenzuchtwart RG Mitte

 

Angewandte und weiterführende Literatur:

<Präsentation: „Der Jagdgebrauchshund ist ein Arbeitshund, dessen physische Eigenschaften und speziellen Verhaltensqualitäten von Menschen für die Jagdausübung gezüchtet, ausgebildet, geprüft und genutzt werden.-Ein Hund mit Beruf!“; Prof. Dr. sc. med. vet. Hans WUNDERLICH , Bad Wilsnack September 2014

 

<Weidblicke, Jagdkynologische Arbeiten von Hans Wunderlich>; Jagdgebrauchshundeverein Königs Wusterhausen e.V.; ISBN: 978-3-8423-1108-4

<Das Jagdgebrauchshundewesen>; Heinrich UHDE Verlag Niedersächsischer Jäger; ISBN: 3 7842 0577 1

<Hundezucht 2000>; Hellmut WACHTEL  KYNOS-Verlag; ISBN-13: 978-3-938071-32-8

 

Top: 3 Rückblick auf das Zuchtjahr 2013 und Ausblick für die Zucht in 2014

 

Allgemeine, die Zucht betreffende Fragen

 

Zunächst möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich bei allen Mitgliedern, Züchterinnen und Züchtern für das im zurückliegenden Jahr gezeigte Engagement und die gute und sachliche Zusammenarbeit bedanken.

Ganz besonders danken wir den Züchtern, die sich der Mühe für die Aufzucht eines Wurfes unterzogen haben und keinen Aufwand gescheut haben, weder weite Fahrten zum Rüden, noch den erheblichen Zeitaufwand für die optimale Aufzucht der Welpen. Es ist immer wieder beeindruckend, was alles für die optimale Aufzucht und Prägung von den Züchtern investiert wird - von der Rundum- Betreuung über 24 Stunden ganz zu schweigen.

Dazu werden die Welpen dann für einen relativ geringen Betrag abgegeben. Man kann nur hoffen, dass die Welpenerwerber sich dessen auch bewusst sind und ihre Anerkennung dem Züchter durch Rückmeldung über die Entwicklung des Hundes ausdrücken.

Es gehört auch zur Verantwortung der neuen Hundebesitzer, der Zuchtkommission Rückmeldungen zu geben über den Gesundheitszustand oder Verhaltensauffälligkeiten und besondere Arbeitsmerkmale des Hundes, wie etwa Stöberverhalten und Orientierung im schwierigen Gelände.

 

 

Zur Verpflichtung der Hundeführer gegenüber dem Verein sollten des Weiteren gehören:

·         Teilnahme an einer AP

·         Teilnahme an einer GP

·         HD Untersuchung nach 15 Monaten

·         Teilnahme an einer Form bewertenden Ausstellung

·         Abgabe der Welpen nur an Führer, welche auch über genügend Jagdmöglichkeiten und Zeit verfügen, um diesen leistungsstarken und bewegungsfreudigen Hund auch auslasten zu können

 

Leider nehmen viel zu wenige Hunde an unseren Gebrauchsprüfungen teil, das muss sich noch deutlich verbessern. Neben der Schweißarbeit kann hier ganz besonders gut das Stöberverhalten und die Orientierung unserer Hunde im fremden Gelände beobachtet werden.

 

Welche Impulse hat der Verein gesetzt,  um nun mehr Hunde auf den Anlageprüfungen und Ausstellungen zu sehen?

·         Die Gebühr für die Anlagenprüfung ist im Welpenpreis enthalten

·         Unterteilung der Anlagenprüfung in Fachkombinationen, dadurch Schaffung von mehr räumlicher  Flexibilität

·         Einrichtung einer zentralen Meldestelle bei KF Braas

·         Die jagdliche Brauchbarkeit kann auf Wunsch abgelegt werden

·         Intensivierung der Ausbildung von vereinseigenen Verbandsrichtern -  bleibt eine Daueraufgabe.

·         Dadurch Bildung von mehr Prüfungsteams mit geringeren Fahrtkosten möglich

·         Die Richterschulungen werden noch intensiviert werden müssen

·         Langfristige Sicherung des Vereinsgatters in Karthan

·         Ein Zuschuss von derzeit 50 € wird zum HD - Röntgen gewährt

·         Die HD-Auswertungskosten trägt der Verein

·         Drei Zuchtrichteranwärter befinden sich in der Ausbildung und erstmals werden in diesem Jahr neben den drei Zuchtzulassungsterminen auch drei Ausstellungen mit Form-Bewertungen durchgeführt.

 

Die Zusammenarbeit mit unserem HD Gutachter Dr. Stief aus Mühlhausen läuft hervorragend, er wertet sehr zeitnah aus.  Die Ergebnisse sind bisher für unsere Rasse sehr zufriedenstellend. Sie sind im letzten Mitteilungsblatt abgedruckt und können dort nachgelesen werden.

Für die HD Auswertung planen Sie bitte genügenden zeitlichen Vorlauf ein, so dass die Meldefristen auch eingehalten werden können. Die Abläufe hierzu sind im MB und auf der Homepage detailliert beschrieben.

Bedenken Sie bitte, dass die beteiligten Akteure im Urlaub oder aber auch einmal erkrankt sein könnten. 

 

Ganz besonders möchte ich Frau Kirsten Ritter für ihre gewissenhafte und souveräne Führung  der Zuchtbuchstelle danken, eine sicherlich  nicht immer ganz leichte Aufgabe.

Bei den Unterlagen zur Wurfabnahme liegen Ihnen Aufnahmeanträge

zum Vereinsbeitritt mit bei, mein Appell an die Züchter – ermuntern Sie die neuen Hundebesitzer, Mitglied in unserem Verein zu werden.

 

Noch eine Bitte, schicken Sie an Frau Ritter und mich nur Einschreiben per Einwurf, bitte nicht  mit Rückschein. Wir sind tagsüber nicht zu Hause und müssen dann am nächsten Tag zur Post fahren und das Einschreiben abholen – derartiger Zeitaufwand ist nicht zu leisten.

 

 

Aktuelle Situation in der Zucht

 

Im zurückliegenden Zuchtjahr 2013 wurden 29 Würfe mit 158 aufgezogenen Welpen, davon 89 Rüden und 69 Hündinnen, in das Zuchtbuch eingetragen. 2012 waren es nur 141 Welpen.

Im Frühjahr 2014 war die Nachfrage nach Welpen zunächst wie für diese Jahreszeit gewohnt sehr hoch, die jedoch mangels Zucht bzw. nicht gedeckter Hündinnen nicht annähernd bedient werden konnte.

Leider sind mehrere Hündinnen leer geblieben oder aber es konnte kein Deckakt stattfinden,  was zu einer Verschärfung der Situation führte.

Im Moment ist die Situation so, dass gerade mal 6 Würfe eingetragen und 8 Deckakte stattgefunden haben oder kurz bevor stehen.

 

Als Zuchtverein sind wir gefordert, offensiv gegen die vielen Schwarzzuchten anzugehen, das kann nur über eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit erfolgen (Frage der Werbung?) – auch Sie als Züchter sind gefordert, für unseren Verein Werbung zu machen und darauf hinzuweisen, dass nur wir  Mitglied im JGHV und dem VDH/FCI sind, alles andere sind sogenannte Schwarzzuchten. Wir wollen uns aber über die Konkurrenz zu den eingesetzten Hunden aus Schwarzzuchten nicht beklagen, sondern wir müssen bemüht sein, durch bessere Arbeit zu überzeugen.

Der Arbeitsschwerpunkt in der Zuchtkommission ist die Zuchtplanung. Wir haben hier sehr viel Zeit und Mühe investiert um für jede Hündin, für die ein Wurf beantragt wurde, die aus unserer Sicht – im Interesse der Verbesserung und Gesunderhaltung der Rasse und nur zu diesem Zweck –, die optimale Verpaarung auszufiltern. In den meisten Fällen gehen die Vorschläge von Züchtern und Zuchtkommission konform – eine sehr erfreuliche Situation.

Wie in den Jahren zuvor ist es uns gelungen den Inzuchtkoeffizienten oder auch Ahnenverlust der geplanten Anpaarungen gering zu halten - eine ganz wesentliche Voraussetzung um gesunde, verhaltenssichere und leistungsstarke Hunde für den Jagdgebrauch zu züchten.

Die Zuchtkommission trifft sich viermal im Jahr.
 

Mit Stolz können wir mittlerweile deutliche Fortschritte bei der Spurarbeit am Hasen und beim geforderten Rassestandard verbuchen, ohne dass leistungsstarke Linien aufgegeben wurden.

Die Arbeit am Schwarzwild bereitet grundsätzlich keine Probleme, in Einzelfällen sind schwache Leistungen festzustellen, bei genauerem Hinsehen liegt dies aber oftmals an der nicht genügenden oder verspäteten Einarbeitung der Hunde durch ihre Führer.

Der Slovensky Kopov ist vom Genpool her gesehen eine sehr kleine Rasse, um so wichtiger ist es, die züchterischen Bemühungen so zu gestalten, dass wir, wenn irgend möglich auf breiter Basis züchten und ständig bemüht sein müssen diese Basis zu verbreitern – eine Daueraufgabe. In der Praxis bedeutet dies, dass möglichst viele Hunde – welche die Zuchtvoraussetzungen erfüllt haben - auch an der Zucht teilnehmen sollten.

Viele Zuchtrüdenbesitzer werden sich sicherlich wundern, warum ihr Rüde nicht oder nicht so oft eingesetzt wird. Es liegt ganz einfach daran, dass auch eine geeignete Hündin zur Verfügung stehen muss, und deren Eigentümer auch züchten möchten.

Vielfach sind Hündinnen Geschwister der Rüden oder sehr nah verwandt, so dass eine Anpaarung aus den vorgenannten Gründen ebenfalls ausscheidet. Weitere Parameter sind HD- Grade oder die Größe.

Vergleichen wir unsere Schwarzwildbracken mit anderen Bracken- oder bekannten Stöberhundrassen, so haben wir durch gezielte Vermeidung von Inzucht gesunde und wesensfeste Hunde, die momentan über keine auffälligen Krankheitsbilder verfügen.

Eine für die Zuchtkommission sehr komfortable Situation, die aber nicht selbstverständlich ist und immer wieder sorgfältig geplant und überarbeitet werden muss. Viele Jagdhunderassen züchten nur mit sehr wenigen Hunden, welche tlw. auch noch miteinander verwandt sind. Treten dann gesundheitliche Probleme auf, steht plötzlich die gesamte Zucht mit dem Rücken zur Wand – eine Situation die durch zu geringe Zuchteinsätze und zu scharfe Selektion schnell herbeigeführt werden kann. Wir werden weiter intensiv daran arbeiten, dass wir nicht in ein derartiges Dilemma geraten.

 Die Zahl unserer Zuchthunde beträgt nunmehr nach der gestrigen Zuchtzulassung:

58 Zuchthündinnen und 62 Zuchtrüden.

                  

Für das Zuchtjahr 2014 waren 29 Anpaarungen beantragt und geplant.

Leider nehmen viele geeignete Hündinnen nicht an der Zucht teil. Mittelfristig ist dies, wie ich bereits zuvor ausgeführt habe, nicht gut für unsere Population.

 

Im letzten Jahr wurden 8 Hunde aus der Slowakei und Tschechien in unser Zuchtbuch aufgenommen, davon 2 Rüden und 6 Hündinnen.

Bitte denken Sie daran, wenn Hunde aus dem Ausland eingeführt werden, dass Sie über Export Papiere verfügen müssen und um an unseren Prüfungen und Ausstellungen teilnehmen zu können, muss eine Übernahme in unser Zuchtbuch erfolgen. 

Im zurück liegenden Jahr hat es 7 neue Zwingerzulassungen gegeben, 1 weiterer Antrag auf Zwingerzulassung befindet sich derzeit im Antragsverfahren.

 

Auch in diesem Jahr führt der Verein wieder drei Zuchtzulassungen und erstmals drei Ausstellungen durch.

Der letzte Zuchtzulassungstermin mit Ausstellung wird dann am 16. November in Bad Lausick sein - siehe hierzu auch im Mitteilungsblatt

 

Die heutige Ausstellung war ein voller Erfolg und zunächst möchte ich den örtlichen Organisatoren Axel Gräfke und Carsten Gädeke, sowie ihren Helfern ganz herzlich für diese gelungene Veranstaltung danken.

20 Hunde ab der Jugendklasse wurden vorgestellt und davon konnten 9 Hunde mit

 „Vorzüglich“ beurteilt werden. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, das Freude bei den Züchtern aufkommen lassen muss und uns Mut macht.

 

Nochmals der Appell an alle Züchter: Animieren Sie Ihre Welpenkäufer unsere Ausstellungen und Anlagenprüfungen zu besuchen und die HD Begutachtung durchführen zu lassen.

  

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

 

Rolf Strieder

 

 

 

 

Einladungen Slovakai:

 

VI. jährliche internationale ausgerichtete Kopovprüfung "Putovný pohár slovenských kopovov"

 

MAR 2014

 

Interessenten melden sich bitte bei Hubertus Heine!

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

in Folge seiner Schneearmut ermöglichte der vergangene Winter uns eine überdurchschnittlich lange und hoffentlich erlebnis- und erfolgreiche Jagdsaison.

Nachdem wir im vergangenen Jahr unser Regelwerk umfassend überarbeitet und im September 2013 in Luisenthal beschlossen haben, werden wir dieses nun im Interesse unserer Hunde und unseres Vereins in der Praxis anwenden.

 

Einen ersten Meilenstein dafür setzen die Frühjahrs-AZP ‘en. Insbesondere die neue Prüfungsordnung muss hier zeigen ob sie das hält was wir uns von ihr versprechen. Mit der Hoffnung, dass sich in Folge des milden Winters der Hasenbesatz, nicht weiter verringerte und uns damit der Auftakt nicht unnötig erschwert wird, harren wir der Dinge die da kommen werden.

 

Mit geplanten 29 Anpaarungen wollen wir auch in diesem Jahr unserer Funktion als der im VDH verantwortliche deutsche Zuchtverein für die Rasse Slovensky Kopov gerecht werden. Die sich daraus ergebenden Aufgaben möchten wir zur Zufriedenheit aller Kopovfreunde,  erfüllen.

In unser aller Interesse bitte ich deshalb alle, sich aktiv einzubringen. Ein Verein lebt von seinen Mitgliedern, da machen wir keine Ausnahme! In diesem Jahr sind u.a. drei Ausstellungen (Zuchtschauen) geplant. Diese sind jeweils mit einer Zuchtzulassung kombiniert. Aktuell zeichnet sich eine erfreulich hohe Beteiligung ab, bleibt zu hoffen, dass unsere Bemühungen fruchten und wir im eigenen Interesse unser Zuchtgeschehen auf dem aktuell hohen Niveau halten können.

 

Unsere Mitgliederversammlung findet am 14. Juni auch in diesem Jahr wieder im thüringischen Luisenthal statt. Das weiträumige Gelände eignet sich für unsere Zwecke gut und die damit verbundenen Möglichkeiten der Unterbringung geben Anlass zu berechtigter Hoffnung, dass sich auch im kulinarischen Bereich bis zum Termin noch die notwendige Qualitätssteigerung durchsetzen lässt und uns damit nichts mehr im Wege steht.

 

Einen Höhepunkt für alle Brackenzuchtvereine stellt die am letzten Juniwochenende im Spessart stattfindende 10. Verbandsfährtenschuhprüfung (VFSP) dar.

Organisiert und durchgeführt wird diese vom Deutschen Brackenverein e.V.,  dessen ehemaliger und im Jahr 2004 leider viel zu früh verstorbener Vorsitzender Georg Henning maßgeblicher Wegbereiter und Initiator dieser anspruchsvollen Leistungsprüfung auf der getretenen Kunstfährte war.

Sehr erfreulich ist, dass von unserem Verein bereits drei Nennungen vorliegen und somit das aktuelle Kontingent des Schwarzwildbrackenvereins ausgeschöpft ist. Den drei Gespannen wünsche ich von hier aus eine gute und nachhaltige Zeit der Vorbereitung; am Prüfungstag die erforderliche Ruhe und Gelassenheit sowie das immer notwendige Quäntchen  Prüfungsglück.

 

Auf dem Erzgebirgskamm findet, wie bereits in den vergangenen Jahren, nun auch schon zum 8. Mal in Folge die Verbandsschweißprüfung  (VSwP) der Brackenfreunde Erzgebirge unter Federführung unseres Vereins statt. Hier engagieren sich Brackenfreunde im Interesse unserer Sache und gestalten neben der Verbandsschweißprüfung auch ein zünftiges Rahmenprogramm. 

 

Alle Termine und Ausschreibungen für 2014 finden Sie inklusive der weiteren notwendigen Informationen auf den entsprechenden Seiten der Homepage.

 

Ihnen und Euch allen viel Freude mit den vierbeinigen Jagdgefährten, Weidmannsheil, Jagd- und Suchen Glück!

Brackenheil!

 

Hubertus Heine

 

 

 

Einladung zum Vereinstag am 14.06.2014

Liebe Brackenfreunde,

anlässlich der Jahreshauptversammlung 2014, verbunden mit einer Spezialzuchtschau und einem Zuchtzulassungstermin der Zuchtkommission, erlaubt sich die Regionalgruppe Mitte, die Mitglieder und Freunde des Schwarzwildbrackenvereins mit ihren Partnern recht herzlich zu einem Grünen Abend einzuladen. 

Wir würden uns freuen, Sie am Sonnabend, 14. Juni 2014 im Anschluss an die Mitgliederversammlung ab ca.20.00 Uhr im Waldhotel „Berghof“ Luisenthal begrüßen zu können. Neben der kulinarischen Thüringer Gastlichkeit warten auch einige kulturelle Köstlichkeiten auf unsere Gäste. Mit Tanz und Unterhaltung sollen auch diejenigen auf ihre Kosten kommen, ohne deren Verständnis, Geduld und Unterstützung wir unseren Hunde-Spleen nicht ausleben könnten.

Bitte melden Sie Ihren Teilnahmewunsch bis zum 31.05.2014 mit Angabe der Personen per E-Mail oder telefonisch an Marcel Hartleb.

Durch das vorgesehene Essen à la carte ist vorab eine Einzahlung auf das Vereinskonto nicht nötig.

Mit Ihren Übernachtungswünschen richten Sie sich bitte an das:

Waldhotel Berghof
Langenburgstraße 18-19
99885 Luisenthal-Oberhof
Tel.: 03624 / 3770
Fax: 03624 / 377444
E-Mail: info@waldhotel-berghof.de 

Dort besteht ein Zimmerabrufkontingent auf den Namen „Schwarzwildbrackenverein“. Informationen zu Anfahrt und Veranstaltungsort erhalten Sie unter www.waldhotel-berghof.de.  

Wir würden uns freuen, Sie möglichst zahlreich zu diesem Wochenende begrüßen zu dürfen und wünschen eine gute Anreise. 

Die Vorstände des SBV und der RG Mitte

 

 

 

Einladung zur Mitgliederversammlung

 

Liebe Brackenfreunde, werte Mitglieder,

 

die Mitgliederversammlung 2014 des SBV findet am

 

Samstag, den 14. Juni 2014   16.30 Uhr

im                           Waldhotel Berghof

                               Langenburgstraße 18-19

                               99885 Luisenthal

statt.

 

Wir laden hierzu herzlich ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Tagesordnung

 

1. Begrüßung und Eröffnung der Mitgliederversammlung

2. Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3. Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4. Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5. Anträge an die Mitgliederversammlung

6. Neuwahl des Schriftführers

7. Verschiedenes

 

Vorstand Schwarzwildbrackenverein e.V.

 

 

 

Memorial Andreja Renca 2013

von Jozef Králik

 

Vom 08.11. – 10.11.2013 fand die höchste, international ausgerichtete Kopovprüfung, das „Memoriál Andreja Renča“ statt. Die 20. Jubiläumsveranstaltung wurde vom Slowakischen Kopov Club in Kooperation mit der OPK Banska Bystrica und der PZ Badin ausgerichtet. Dazu fanden sich Hundeführer aus der Slowakei, Tschechei, Italien und Deutschland am Abend des 07.11.2013 im Standquartier bei Banska Bystrica ein.

Bild 1: Hundeführer

 

 

Startnr.

Name Hund

Hundeführer

Geschl.

Land

1.

Chan

Paolo Berrone

Rüde

Italien

2.

Fortune De La Vallee Du Borne

Stefan Cimbalik

Hündin

Slowakei

3.

Eddy Krsakov dvor

Radovan Krssak

Rüde

Slowakei

4.

Java s Polciny

Livio Robaldo

Hündin

Italien

5.

Fico Ziciho pustatina

Michal Hornest

Rüde

Slowakei

6.

Andy od Hromove skaly

Tomas Sibl

Hündin

Tschechien

7.

Festus von der Schweinegrube

Boris Schnittker

Rüde

Deutschland

8.

Car Parichvost

Jozef Kralik

Rüde

Slowakei

9.

Jaga Balieniec

Joseph Kopcok

Hündin

Canada

Tabelle 1: Teilnehmer am MAR

 

 

Erster Prüfungstag

 

Die Prüfung begann am Freitag Nachmittag im Schwarzwildgatter des Dorfes Divin. Nach der Begrüßung und Verlosung der Startnummern, wurden die Hunde nacheinander in einem großen, deckungsreichen Schwarzwildgatter an zwei strammen Überläufern geprüft.

 

Bild 2: Hundeführer

 

Die beste Arbeit aller Hunde absolvierte der deutsche Hund „Festus“, der den stärkeren der beiden Überläufer (ca. 70 kg) separierte und in einem Wasserloch ausgesprochen scharf bedrängte. Als der Druck zu hoch wurde, verließ der Überläufer das Wasserloch und wurde vom Rüden sofort in einem Schwarzdornbusch frontal festgehalten. Der Hundeführer Boris Schnittker mußte mit Unterstützung eines Begleiters den Hund von der Sau lösen. Auch andere Hunde machten einen guten Job und wurden entsprechend benotet.

 

Nur die Leistung der kanadischen Hündin wurde mit einer geringen Benotung bewertet. Dies ist jedoch nicht verwunderlich, da die Hündin in Canada hauptsächlich zum Nachsuchen auf Elch und Hirsch eingesetzt wird, was sie auch am Folgetag beim Finden und fährtenlauten Hetzen eines Hirsches eindrucksvoll bestätigte.

 

Zweiter Prüfungstag

 

Am Morgen des zweiten Prüfungstages trafen wir uns vor dem Vereinsgebäude des Kombinats Badin direkt im Revier. Nach Grußworten durch den Präsidenten des Kombinats und einer feierlichen Ansprache des ersten Vorsitzenden des Slowakischen Kopovclubs, Hr. Ľubomír Renčo, bekamen wir Instruktionen zum Ablauf des folgenden Jagdtages, der Freigabe und des Jagdgebietes. Gejagt wurde auf Sau und Fuchs, wobei mit den Hunden durchgegangen wurde.

Weiteres Standwild waren Rotwild, Rehwild, Wolf und Braunbär. Jeder Hundeführer wurde im Treiben durch einen Richter begleitet.  

 

Bild 3: v. links: Peter Knüpfer, Stefan Cimbalik, Richter, Joseph Kopcok, Boris Schnittker, Manfred Schmid

 

Kurze Zeit später begann das erste Treiben. Nach wenigen Minuten meldeten die ersten Hunde Sauen, andere fanden einen Hirsch, und es kam Bewegung ins Treiben.

Der deutsche Rüde Festus und die italienische Hündin Java jagten hartnäckig einen altkranken, dreijährigen Keiler und brachten ihn in Bewegung. Obwohl sich der Keiler mehrmals den Hunden stellte und sich vehement wehrte, ließen die beide Hunde nicht von ihm ab und jagten ihn bis zu einem Richter, der die Sau schließlich vor den Hunden erlegte. Beide Hunde waren geschlagen, wurden umgehend zum Tierarzt gefahren und operiert.

 

 

Bild 4: Festus von der Schweinegrube, Tag 5 nach dem Unfall

 

Beim Mittagessen erhielten wir nach ungeduldigem Warten erste Nachrichten vom Tierarzt. Die italienische Hündin war nur oberflächig geschlagen, aber der deutsche Rüde kämpfte um sein Leben. Gebrochene Rippen, perforierte Lunge, mehrere Weichteilverletzungen im Bauchraum und starke Verletzungen am Vorderlauf waren das Ergebnis der Jagdaktion. Die Schutzweste aus Kevlar hatte weitere Schläge abgehalten.

Die Prüfung wurde nach dem Essen fortgesetzt und wir rüsteten zum zweiten Treiben. Bei diesem Treiben konnten keine Interaktionen zwischen Hunden und Sauen beobachtet werden. Allerdings wurde eine laute Hetze, wahrscheinlich auf Rotwild, gehört.

Nach dem Prüfungstag wartete ein Galadinner im Standquartier mit Musik auf uns. Es wurde gesungen, getanzt und viele interessante Gespräche geführt. Beim Abendessen wurde das Zwischenergebnis der Richter mitgeteilt. Der letzte Prüfungstag muß die Entscheidung bringen.

 

Dritter Prüfungstag

 

Am dritten Prüfungstag erwartete uns perfektes Wetter. Nach Absolvierung des Faches Schweiss sollte die Entscheidung bei den Gehorsamsfächern entscheiden. Es gab zwei Favoriten (Fico Žičiho Pustatina, Fortune De La Vallee Du Borne), die bisher beide maximale Punktzahl erreicht haben. Der Hundeführer Stefan Cimbalik agierte zu vorsichtig beim Ablegen und band seine Hündin an. Diese Chance nutzte der Hundeführer Michal Hornest mit seinem Rüden Fico, der sich für das freie Ablegen entschied und damit das MAR gewann.

 

Bild 5: Richter, Michael Hornest (Sieger des MAR), Tomas SIbl

 

Den dritten Platz erreichte der Hundeführer Radovan Krask. Die italienenischen Hundeführer belegten die Plätze vier und fünf. Es folgten die Hundeführer Tomas Sibl, Josef Kralik und der canadische Hundeführer. Der deutsche Rüde Festus schied aufgrund der schweren Verletzungen aus.

 

 

 

 

Kommentar Boris Schnittker zum MAR

 

Mit dem Rüden Festus von der Schweinegrube hatte ich mich intensiv auf die Prüfung vorbereitet. Vergleichbar zur Vorbereitungsphase der GP und VSTP wurden sämtliche Gehorsamsfächer exerziert, zig Übungsfährten getreten und weitere Vorbereitungen getroffen. Hinsichtlich des Faches Schwarzwild absolvierten wir keine gesonderten Übungseinheiten, da der Rüde extrem passioniert und erfahren ist. Das Festus dennoch mehr tot als lebendig aus dem ersten Treiben transportiert wurde, lag schlichtweg an einer Verkettung von unglücklichen Zufällen bzw. Gegebenheiten: Das Gelände wies großflächige Schwarzdornflächen auf, ein zweiter wirklich scharfer Hund schlug bei, der Keiler war altkrank, zeigte deutlich Waffen und war aufgrund des vorkommenden Großraubwildes extrem wehrhaft und aggressiv.

Die stundenlange Rückfahrt mit dem stabilisierten, schwerverletzten Hund auf der Rückbank war aufgrund der Komplikationen des Lungenkatheders grenzwertig und wird mir lange in Erinnerung bleiben. Meinem Freund Manfred Schmid danke ich für die kompromisslose Unterstützung.

Auch über die unerwartete Unterstützung vieler Hundeführer aus dem Verein habe ich mehr sehr gefreut und danke auch an dieser Stelle nochmals dafür!

Der Hund ist heute wieder fit und die reparierte Schutzweste wird geziert von Haaren der Keilerquaste.

Ich hoffe, dass dieser Vorfall keinen Hundeführer verprellt, der mit einer Teilnahme an dieser traditionellen, anspruchsvollen Prüfung liebäugelt. Das Memorial Andreja Rencu stellt eine echte Herausforderung dar und die Teilnahme an einer internationalen Prüfung ist grundsätzlich mit vielen neuen Erfahrungen und Kontakten verbunden. Die ausländischen Vereine haben Profis geschickt und die Leistung der beobachteten Hunde war beeindruckend. Unabhängig davon halte ich auch die Kontaktaufnahme über die Landesgrenzen hinweg für ausgesprochen wichtig und sollte nicht nur im Sinne der Zucht intensiviert werden.

Boris Schnittker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Kopovfreunde,

 

in den vergangenen Monaten prägten turbulente Ereignisse und ihre Folgen unser Vereinsleben. Wir wurden mit Dingen konfrontiert auf die wir nicht vorbereitet waren und auch nicht sein konnten. Unsere Mitgliederversammlung in Luisenthal im Thüringer Wald zeigte, dass wir das gemeinsam durchgestanden und erfolgreich gemeistert haben!

 

Im Ergebnis eines langen und intensiven Arbeitsprozesses ist es u. a. gelungen unser gesamtes Regelwerk weiter im Interesse der Rasse und des Vereins zu optimieren.  Dafür gebühren allen Beteiligten Dank und Anerkennung! Das sich zwischen den Zeilen noch der eine oder andere kleine Fehlerteufel herumtreibt ist nicht zu ändern und wird schnellstmöglich korrigiert.

 

Auch dieses Jahr fanden sich in unserem Vereinsleben schöne und erinnerungswürdige Momente. Die traditionell am letzten Juni Wochenende stattfindende Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine im Spessart mit seinem Rahmenprogramm wurden in diesem Jahr von uns organisiert. Mit 13 Nennungen, davon 3 aus unserem Verein, war diese VFSP komplett ausgebucht und für alle Teilnehmer eine tolles Erlebnis.

Die von uns im Rahmen des 7. Treffens der Brackenfreunde Erzgebirge durchgeführte  Verbandsschweißprüfung war ebenfalls ein Erfolg  und mit 6 Gespannen, davon zwei Kopov’s, gut besucht.

 

Leider waren auch vom zweiten „Jahrhunderthochwasser“ innerhalb der letzten 11 Jahre Vereins-mitglieder betroffen! Durch eine Eigeninitiative von KF Gädeke, konnten wir etwas zur Beseitigung der Hochwasser Schäden beitragen. Ein großes Dankeschön und Brackenheil an Carsten und alle die mitgemacht haben!

 

Tierschutzrechtliche Vorgaben machten bauliche Veränderungen an unserem Schwarzwildgatter bei Perleberg notwendig. Die Errichtung des separaten Ruhegatters wird zu 80 % aus Fördermitteln vom Land Brandenburg finanziert. Die Arbeiten sind derzeit in vollem Gange, so dass die Anlage für uns in der geforderten Form baldmöglichst zur Verfügung steht.

 

Herzlichen Dank an den Grundstückseigentümer Herrn von Saldern für die Überlassung des zusätzlichen Geländes  und die problemlose Änderung des Pachtvertrags. Unsere Mitgliederversammlung in Luisenthal, die vorangegangene Zuchtschau und der anschließende grüne Abend zeigten, dass an allen gut organisierten Veranstaltungen reges Teilnahmeinteresse bestand.

 

Auf der Zuchtschau wurden 33 Slovensky Kopov’s ausgestellt. Im Ergebnis der anschließenden Zuchtzulassung konnten unser Stamm an Zuchthunden, um weitere 6 Rüden und 8 Hündinnen, erweitert werden.

Die Mitgliederversammlung stimmte allen zur Beschlussfassung vorgelegten Anträgen zu. 

 

Für viele war sicher der Entwurf der neuen Prüfungsordnung ein interessanter Punkt. Dass es hierzu auch kontroverse Diskussionen gab, lag in der Natur der Dinge und zeugte davon, dass sich Mitglieder damit kritisch auseinandergesetzt haben.  Im Abschnitt Prüfungswesen finden Sie einen umfassenden Bericht zur bisherigen Entwicklung des Geschehens.

 

Wenn Sie dies hier lesen können sind die herbstlichen Jagden schon voll im Gange. Hier und da hallt auch das Geläut der Bracken durch die bunten Herbstwälder.

Im Namen des Vorstands wünsche ich uns allen Gesundheit, Glück, Weidmannsheil und erfolgreiche Aktionen mit den Hunden sowie die für den Jahreswechsel erforderliche Besinnlichkeit und Ruhe,

 

Brackenheil!

Hubertus Heine 

 

 

Sehr geehrte Mitglieder,

 

im Rahmen der MV in Luisenthal stimmten wir mit deutlicher Mehrheit für den Entwurf unserer neuen Prüfungsordnung. Dieser erneuten Überarbeitung gingen Anfragen, Meinungsäußerungen und letztendlich Anträge von Mitgliedern, über die 2012 in Spornitz beschlossen wurde, voraus.

 

Seit 2010 beurteilen wir die Leistungen unserer Hunde nach den Vorgaben der aktuell noch bis zum Jahresende gültigen Prüfungsordnung. Unabhängig der eindeutigen und transparent beschriebenen Anforderungen bzw. dem erwünschten Leistungsbild in den einzelnen Prüfungsfächern, sorgten verschiedene Inhalte immer wieder unter uns für Diskussionsstoff.

 

Mit ihrer Beschlussfassung erteilten die Mitglieder des SBV im vergangenen Jahr dem Prüfungsausschuss den Auftrag zur Umsetzung. In seiner satzungsgemäßen Zuständigkeit wurden von diesem alle  Möglichkeiten zur Einarbeitung der gefassten Beschlüsse im Interesse unserer Rasse und des Vereins geprüft.

 

Um die, mit einer wörtlichen Übernahme der Anträge verbundenen Komplikationen im Prüfungsablauf zu vermeiden, einigte sich der Vorstand zu einer umfassenden Überarbeitung der Prüfungsordnung unter primärer Beachtung der:

 

-       gefassten Beschlüsse,

-       übrigen Beanstandungspunkte (z.B. Schweißarbeit als Pflichtfach in der AZP, Inhalte der 2 Abfragen zur PO aus 2011; Datenvergleich der KF Volg und Dr. Gunstheimer)

-       Sicherung einer soliden Prüfungsvorbereitung und -durchführung

-       Aufwandsminimierung

-       umfassender Berücksichtigung der individuellen Belange der Prüfungsteilnehmer.

 

Im Ergebnis eines nicht immer einfachen aber konstruktiven Arbeitsprozesses ist es uns hoffentlich gelungen eine Prüfungsordnung zu erstellen, die den genannten Anforderungen gerecht wird und der darüber hinaus in Form und Anspruch alle Mitglieder unseres Vereins das Notwendige abgewinnen können. Die Zeit wird es zeigen!

 

An dieser Stelle soll noch einmal Rückblick auf die vergangene Prüfungsperiode (2010 bis 2013) genommen werden.

 

Auf Grund der ausführlichen Leistungsbeschreibung für die Anforderungen in den einzelnen Fächern der aktuell noch gültigen Prüfungsordnung sind Sie als Hundeführer in der Lage, die geforderte Leistung einschätzen. Deshalb wird hier auf eine detaillierte Beschreibung der Anforderungen in den Fächern verzichtet.

 

 

1. Anlagenzuchtprüfung (AZP)

1.1.  Spurarbeit und Laut

 

Die hohe Bedeutung der auf der Hasenspur gezeigten Verhaltensweisen unserer Bracken für die jagdliche Leistungszucht und weil hier für den jungen Hund einer der ersten bedeutenden Meilensteine auf dem Weg zum Jagdgebrauchshund steht, rechtfertigt es, dass dieser Rückblick auf eine recht kurze aber hoffentlich nicht zu kurze Prüfungsperiode auch damit beginnt.

 

Aus dem gesamten Komplex Spurarbeit weist die Beurteilung des Spurlautes die deutlichste Trennschärfe unter den einzelnen Prüfungsfächern auf. In Folge der hohen Bedeutung für Zucht und spätere jagdliche Verwendung, soll darauf auch gesondert eingegangen werden.

 

Quelle Hintergrundbild: Google Images

 

Wichtig für uns ist, dass der Laut zeitnah einsetzt wenn der Hund beginnt die Spur/Fährte zu arbeiten, dass er in kurzer Folge deutlich und ausdauernd vernehmbar ist, abbricht wenn der Hund den Witterungsbereich verlässt und der Laut wieder einsetzt wenn der Hund auf die Fährte kommt.

 

Immer wieder heiß diskutiert: Wann soll der Laut einsetzen? Bereits wenn die erste Wildwitterung die Nase des Hundes erreicht oder nach einem ersten kurzen Sichtkontakt oder nach einem längeren direkten Wildkontakt? Sicher ist letzteres als Voraussetzung für eine Zielvorgabe und die damit verbundenen Forderungen für eine objektive Beurteilung des (Spur-) Lautes auszuschließen.

 

Bisher wurde immer mehr oder weniger deutlich darauf gedrungen, dass der Hund das jagende Wild (Hase/Fuchs) vorher nicht eräugt haben darf!

 

Begründet auf die historische Entwicklung unserer Rasse muss festgestellt werden, dass ein wesentlicher Teil unserer Hunde mit diesen zuletzt genannten hohen Anforderungen bei der Beurteilung des Spurlautes seine Probleme hat.

 

Die ausschließliche Beurteilung des Spurlautes am für den Hund nicht sichtigen Hasen (der Laut setzt ausschließlich auf Grund der vorhandenen Wildwitterung ein) stellt uns in Verbindung mit anderen Faktoren (z.B. geringere Eigenwitterung von Junghasen und Häsinnen, Einsatz von Herbiziden, Fungiziden, anorganischen Düngemitteln etc.) vor Probleme, die sich letztendlich auch auf die weitere Zucht negativ auswirken können.

 

Tendenziell verlangt der überwiegende Teil unserer Mitglieder, den sicher fährtenlaut am Schalenwild jagenden Hund! Bei der Überarbeitung unserer Prüfungsordnung wurde dieser Sachverhalt umfassend berücksichtigt.

 

Bleibt zu hoffen dass ein kurzer Sichtkontakt zu Beginn der Arbeit auf der Hasenspur, so wie er in der Jagdpraxis wenn der Hund das Wild aus der Sasse bzw. dem Einstand stößt, sich nicht negativ auf die Beurteilung des Spurlautes und die Entwicklung unserer Rasse auswirkt.

 

Hin und wieder wird auf einen evtl. bestehenden Zusammenhang zwischen geringer Wesensfestigkeit und einer niedrigen Reizschwelle beim Spurlaut („Jiffer“) hingewiesen. Dieser Verdacht konnte sich bei unserer Rasse bisher nicht bestätigen.

 

In meinen vor 2 Jahren in Thüringen gemachten Ausführungen zum Prüfungsgeschehen von 2000 bis 2009, wiesen von 12 Slovensky Kopov’s deren Verhalten am Schwarzwild mit 9 AP bewertet wurde, 10 Hunde sehr gute (Hasen)Spurlautleistungen von 7 bis 8 AP nach. Dieser Trend setzt sich auch im aktuellen Prüfungszeitraum fort, von 11 Kopov‘ s die 9 AP am Schwarzwild erhielten zeigten 7 sehr gute (7 – 8 AP) und 3 gute Leistungen (5-6 AP) im Spurlaut.    

 

Wir haben uns dazu entschieden im Rahmen unseres Prüfungsgeschehens unter besonderen Voraussetzungen wieder den Fährtenlaut am Schalenwild in die Anlagenbeurteilung unserer Hunde aufzunehmen und damit unseren Prüfungsrahmen, hoffentlich im Interesse unserer Rasse erweitert. Auf Grund der gemachten Ausführungen, möchte ich bitten von dieser Möglichkeit nur sehr gewissenhaft Gebrauch zu machen.  

  

Die Prüfungsergebnisse in den anderen Spurarbeitsfächern weisen eine weitaus geringere Trennschärfe aus bzw. können die gestellten Anforderungen für gute bis sehr gute Leitungen in Spurwille, -sicherheit und Nasengebrauch vom überwiegenden Teil der geprüften Hunde erfüllt werden. Zur Vereinfachung des Geschehens wird zukünftig auf die Beurteilung des Nasengebrauchs verzichtet. Bleibt zu hoffen, dass für die Spurarbeit das Dreieck Laut-Wille-Sicherheit die notwendige Stabilität bietet. 

 

Quelle Hintergrundbild: Google Images

 

1.2.  Schussfestigkeit

 

Von 139 geprüften Hunden erwiesen sich 40 (29%) als schussempfindlich und 6 (4%) als schussscheu.

Die Tatsache, dass sich bei den Anlagenzuchtprüfungen mehr als ein Viertel  der geprüften Hunde

„schussempfindlich“ zeigte, muss von uns zur Kenntnis genommen und bei den vereinsinternen Schulungen stärker berücksichtigt werden.

 

Auf Grund der Tatsache, dass dieses Prüfungsfach bei der Hundeausbildung oft stiefmütterlich behandelt wird und damit der Anteil möglicher Führerfehler vermutlich hoch ist, werden keine weiteren Ausführungen dazu gemacht. Die o.g. Anteile von Hunden mit Defiziten sind nicht zufrieden stellend.

 

1.3.  Verhalten am Schwarzwild

 

Nachdem sich bundesweit die Gattersituation deutlich entspannt hat und damit auch der Aspekt des Tierschutzes bei Hundeausbildung deutlich in den Vordergrund gerückt ist, haben sich in diesem Prüfungsfach die Bedingungen weiter optimiert.

 

Nach einer von 2010 bis 2012 andauernden Konsolidierungsphase konnten wir 2013 einen deutlichen Leistungsanstieg verzeichnen. Hinsichtlich der (sicher) vorhandenen Qualitäten unserer Hunde lässt sich daraus zum jetzigen Zeitpunkt keine differenziertere Aussage ableiten. Dafür sind längere Beobachtungszeiträume erforderlich. Die verbesserte Gatterstruktur leistet dazu  jedoch bestimmt ihren positiven Beitrag.

 

Quelle Hintergrundbild: Brackenfreunde Erzgebirge

 

Vergleichbar mit dem Prüfungsfach Laut zeigt sich bei auch im Verhalten am Schwarzwild eine deutlich zweigipflige Werteverteilung. Der 2011 von den KF  Gunstheimer und Volg getroffenen Feststellung, dass es sich mit der eindeutigen Leistungsbeschreibung, um ein Prüfungsfach mit großer Transparenz und hoher Aussagekraft für die Zuchtauswahl handelt, ist dahingehend nichts hinzuzufügen.

 

Mit der Überarbeitung der Prüfungsordnung bemühten wir uns natürlich auch in diesem Fach die Leistungsbeschreibung für unsere Rasse weiter zu optimieren und den durch die Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter vorgegebenen Rahmenbedingungen anzupassen. So wurde z.B. der Zeitrahmen in dem der Hund das Wild im Gatter finden muss dehnbarer gestaltet und auch die maximale Arbeitsdauer für eine sehr gute Leistung orientiert sich nunmehr an den Vorgaben der Kompetenzgruppe von 3 min. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser flexibler gestaltete Rahmen nicht negativ auf die Trennschärfe des Prüfungsfaches auswirkt.

 

1.4.  Wesenstest

 

Die Prüfungsergebnisse in diesem Fach bescheinigen der deutlichen Mehrheit unserer Hunde ein ausgeglichenes und freundliches bzw. selbstbewusstes Verhalten. So wie es sich heute im Jagdbetrieb gehört. Die Zeiten in denen der Hund den Rucksack und die Beute lange Zeit alleine bewachen musste, weil sein Jagdgefährte erst mal Bergung und Abtransport organisieren musste, gehören zum größten Teil der Vergangenheit an. Ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein ist jedoch gerade für unsere Hunde oftmals nicht verkehrt.

 

2. Gebrauchsprüfung

 

Mit einer durchgeführten GP und 6 Teilnehmern blieben wir in diesem Jahr deutlich unter den Erwartungen! Dies ist meiner Meinung nach nicht allein auf die aktuell nicht ganz einfachen Bedingungen im Verein zurückzuführen. Die GP bei unserer Rasse und in unserem Verein unverzüglich den Stellenwert einnehmen den sie verdient, dazu gehören Leistungsbereitschaft und Engagement aller Kopovfreunde. Verglichen mit anderen Brackenzuchtvereinen führen wir hier ein Schattendasein, das unserer Rasse nicht guttut!

 

Auch eine konkretere und umfassende Leistungsbeschreibung führte im Vergleich mit den AZP‘en zu keinem nennenswerten Anstieg. Ein Grund hierfür mögen die doch recht hohen Anforderungen sein. 1000m Kunstfährte, ausdauerndes und selbstständiges Jagen und das noch verbunden mit verschiedenen Gehorsamsfächern und einer vorher absolvierten AZP sind offenbar für viele von uns in dieser Form eine unüberwindbare Hürde.   

 

An dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Anforderungen unserer Gebrauchsprüfung verglichen mit denen anderer Jagdhunderassen recht überschaubar sind. Zweifellos ist ein klar abgegrenztes Aufgabenfeld, in dem entsprechende hohe Leistungen erbracht werden (müssen), einem breiten Einsatzspektrum in dem überall „etwas gebracht wird“ vorzuziehen. Das sollte sich auch in den Prüfungsergebnissen ausdrücken, insbesondere wenn von „Meisterprüfung“ o.ä. geredet wird.

 

2.1. Schweißarbeit

 

Der Trend bewegt sich im mittleren bis guten Bereich. Wie bereits erwähnt zählt dieser Teil der Waldarbeit nicht zu den offensichtlichen Stärken unserer Rasse. Unabhängig davon gab und gibt es auch in unseren Reihen sehr leistungsstarke Nachsuchengespanne!

 

Auch bei verschiedenen Spezialprüfungen zeigten KF bemerkenswerte Leistungen. Bei der Überarbeitung unserer Prüfungsordnung wurde dieser Sachverhalt berücksichtigt. Die Anforderungen sowie die Bedingungen wurden deutlich vereinfacht bzw. optimiert.   

 

Titel: Schweißarbeit

Quelle Hintergrundbild: heine

   

2.2.Waldsuche/Orientierung

 

Seit der Existenz von Datenlogger, Garmin & Co. haben wir die Möglichkeit etwas mehr hinter die Kulissen der Jagdpraxis zu schauen. Sicher wird damit die eine oder andere Illusion vom an Sauen jagenden Hund zerstört. Doch müssen wir dem Bereich, um den sich die ganze Kopovwelt dreht, auch besondere Aufmerksamkeit und Beachtung zukommen lassen! Keines Falls soll aus der nachfolgend aufgeführten Grafik herausgelesen werden, dass bei allen vor dem elektronischen Urknall durchgeführten Prüfungen zu gut bewertet wurde usw.. Dem war und ist nicht so! Nutzen wir die Vorteile, dieser Geräte im Interesse unserer Hunde und unserer Jagd als Hilfsmittel und nur als solches.

 

Wie im Fach Schweißarbeit waren bei der Überarbeitung unserer Prüfungsordnung die Anforderungen im Interesse der Rasse und der KF zu optimieren.

 

Mit der möglichen Trennung der Schweißarbeit und der Waldsuche ist uns hoffentlich ein Beitrag gelungen, der uns voranbringt.

 

Weiter soll an dieser Stelle nicht ins Detail gegangen werden. Mit der Hoffnung, dass sich die Erfahrungen aus der fast vorüber gegangenen Prüfungsperiode positiv und im Interesse unserer Rasse niederschlagen und es uns gelingt weiter gemeinsam für und mit unseren Hunden zu jagen.

 

Quelle Hintergrundbild: heine

 

Brackenheil!

Hubertus Heine

 

 

9. Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine

 Am 29. Juni 20013 fand im Forstbetrieb Rothenbuch (Spessart) die traditionelle gemeinsame Verbandsfährtenschuhprüfung (VFSP) der Brackenzuchtvereine statt. Die Organisation übernahm in diesem Jahr der  Schwarzwildbrackenverein e.V..

Bereits am Vorabend luden die Veranstalter zu einem Vortrag von Maik Weingärtner zur „Ausbildung von Jagdgebrauchshunden zur Saujagd in eigens dafür betriebenen Schwarzwildgattern“ ein. Anhand einer umfangreichen Powerpointpräsentation sowie mehrere Videosequenzen stellte er sehr anschaulich dar, wie man Hunde im Gatter in mehreren Schritten unter kontrollierten Bedingungen ans Schwarzwild heranführen kann.

Am frühen Morgen des 29. Junis begann nach der Auslosung und Einteilung der Führergespanne in vier Gruppen die Prüfung. Für die 20-Stunden-Fährte waren 12 Hunde gemeldet. Ein Beagle arbeitete auf der 40-Stunden-Fährte. Zur Prüfung erschienen drei Alpenländische Dachsbracken, drei Schwarzwildbracken, eine Brandlbracke, zwei Tiroler Bracken, eine Deutsche Bracke, zwei Beagle, sowie eine Steirische Rauhhaarbracke. Westfälische Dachsbracken nahmen in diesem Jahr nicht teil.

Geprüft wurde in vier Gruppen unter den Obleuten Gertrud Henning, Rainer Müller, Waldemar Thielen und Uwe Beuschel. Auch in diesem Jahr wurde die Prüfung ihrem besonderen Anspruch voll gerecht, in der zweiten Nachthälfte hatte heftiger Regen eingesetzt, der mit wenigen Unterbrechungen bis zum Ende der Prüfung anhielt. Dadurch war das Wild auch am Vormittag noch auf den Läufen und die Gespanne hatten teilweise erheblich mit den zahlreichen frischen Verleitungen durch Reh-, Rot- und Schwarzwild zu kämpfen. Der Hund auf der 40-Stunden-Fährte hatte besonderes Pech: Während sich das Gespann noch an den Fahrzeugen vorbereitete, wechselte eine Rotte Sauen über den von dort gut einsehbaren Anschuss. Insgesamt kamen nur fünf der 13 angetretenen Gespanne zum Stück. Prüfungssieger wurde die von Thomas Lorenz geführte Alpenländische Dachsbracke Bonny von der Eschbachschmiede. Vom Anschuss weg war die Arbeit der Hündin sehr gut und ruhig. Zwischendurch gab es ein paar kleinere Probleme, am Ende jedoch sah man eine saubere Leistung bis zum Stück, die mit einem FS I belohnt wurde. Der Hundeführer konnte sich über den Wanderpreis, einen Sauerländer Halbmond, das traditionelle Signalhorn der Brackenführer, sowie einen wertvollen Sachpreis freuen.

Auf den weiteren Plätzen folgten jeweils im zweiten Preis der Beagle Motsi vom Trappenfeld, geführt von Moritz Bergen (FS IIa), sowie die Schwarzwildbracke Vegas vom Wartburgland mit Oliver Döz (FS IIb) sowie die von Steffen Götz geführte Schwarzwildbracke Cisko vom Böcklingsee und die Alpenländische Dachsbracke Aika vom Königshof mit Matthias Harpel jeweils mit einem III. Preis.

Umrahmt wurde die Veranstaltung stilvoll durch ein Halbmondbläsercorps.

 Annette Schmitt

 

 

 

 

 

 

  

Auflösung der RG-Konten und Neue Kontonummern des SBV

 

Sehr geehrte Mitglieder des SBV,

 

ab dem 01.01.2014 werden bei der

 

Wartburgsparkasse mit Sitz in 99817 Eisenach, Karlstraße 2 - 4,

 

folgende Konten geführt:

 

Kontoinhaber

Kontozusatztext

Kontonummer

Gültig ab

Schwarzwildbrackenverein e. V.

Zentrales SBV-Konto

120 200 44

01.01.2013

Schwarzwildbrackenverein e. V.

HD-Geld-Konto

120 200 52

01.01.2014

Schwarzwildbrackenverein e. V.

Reisekosten/ Prüfungen

120 200 60

01.01.2014

 

Das Zentrale SBV-Konto und das HD-Geld-Konto wird durch die Unterzeichnerin und das Konto Reisekosten/ Prüfungen wird durch den neu gewählten Zweiten Schatzmeister, Herr Dr. Dirk Drewes, verwaltet.

 

Ich möchte Sie höflichst  bitten, dies bei Ihren zukünftigen Überweisungen an den SBV zu berücksichtigen.

 

Ab dem 01.01.2014 tritt unsere Neue Finanzordnung in Kraft, so dass die Nenngelder für die erste AZP mit den Zuchtbuchgebühren über die Ausstellung der Ahnentafel eines Hundes vereinnahmt werden.

Es würden ggf. nur noch Prüfungsgebühren für eine parallel ausgeschriebene Brauchbarkeitsprüfung oder aber eine zweite Teilnahme an einer AZP anfallen.

Vorsorglich weise ich diesbezüglich auf die Nenngeldüberweisung (Brauchbarkeit oder zweite Teilnahme an einer AZP) für die Frühjahrs-AZP 2014 darauf hin, diesen Sachverhalt zu beachten und somit die Nenngelder auf das Konto Reisekosten/ Prüfungen zu überweisen.

In den Prüfungsausschreibungen wird dieser Sachverhalt ebenso Beachtung finden.

 

Die alten SBV-Konten sind bis zum 31.12.2013 aktiv.

Die Gelder werden ab dem Jahr 2014 auf die neuen Konten überführt und die alten Konten danach aufgelöst bzw. umbenannt.

 

Bei eventuellen Rückfragen stehe ich Ihnen natürlich gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen und Brackenheil

 

gez. Ruppert

Schatzmeisterin des SBV

 

 

 

 

Liebe Brackenfreunde,

 

ein Rückblick auf die vergangenen Wochen beschert uns einen Einblick auf die Ergebnisse der umfangreich ausgeführten Anlagenzuchtprüfungen. Die hohe Prüfungsbeteiligung stimmt uns sehr zuversichtlich und motiviert alle Beteiligten, führt im Gegenzug aber die eine oder andere Regionalgruppe an die Grenze des Machbaren. Ich möchte daher im Namen des Bundesvorstandes allen Organisatoren und Helfern, die unsere AZP`en ermöglichen, ein kräftiges und herzliches Dankeschön aussprechen! Exemplarisch erwähnen für die vielen ehrenamtlichen Helfer möchte ich aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Einsatzbereitschaft die Kopovfreunde Peter Knüpfer, Marcel Hartleb, Roland Braas, Hubertus Heine, Axel Gräfke, Eckhard Palaß und Jan Pagels.

 

Die neuen Termine für die Herbstprüfungen in diesem Jahr stehen bereits fest. Die zuständigen Obleute und Ansprechpartner der Regionalgruppen unterstützen Sie gerne bei den Vorbereitungen, wobei den Erstlingsführern ein besonderes Augenmerk zukommen sollte. Ebenso richtungsweisend wie arbeitsintensiv sind die nahezu abgeschlossenen Modifizierungen unseres Regelwerks, die wir zum Teil auf der letzten Mitglieder-versammlung beschlossen haben. Dies betrifft neben der Prüfungsordnung Bestandteile der Satzung, der Finanzordnung, der Zuchtordnung und Zuchtrichter-ordnung. Meine Hochachtung an alle Vorstandsmitglieder, die neben dem Tagesgeschäft diesen zähen und nervenaufreibenden Prozess der Änderungen in kürzester Zeit hinter der Kulisse ermöglicht haben. Im Ergebnis verdeutlicht uns dies wieder, dass es im Vereinsleben keinen Stillstand gibt. Wir sehen den Veränderungen mit Zuversicht und Freude entgegen.

 

Seit einigen Wochen ist die Zeit der Stöberjagden für unsere Hunde vorbei. Erwartungsgemäß konnten wir wieder viele neue positive, aber auch negative Erfahrungen sammeln. Erfreulich waren die hervorragenden Streckenergebnisse, verbunden mit den guten Aktionen unserer Hunde. Leider wurde uns auch die Kehrseite der Medaille wieder mehrfach gezeigt: Einige unserer Jagdhunde wurden auf den Drückjagden sowohl durch das wehrhafte Schwarzwild als auch durch Unglücksschüsse und Verkehrsunfälle schwer verletzt oder fanden den Tot. Auf diese Art und Weise verlieren wir jedes Jahr einige gute und wertvolle Zuchthunde. Ich verweise in dem Zusammenhang auf den beiliegenden Artikel von Boris Schnittker. Der Verlust eines Hundes bedeutet immer, neben der rein sachlichen Streichung von unseren Zucht- oder Jagdlisten, Leid und Trauer für den Hundeführer und dessen Familie.

 

Abschließend hinweisen möchte ich auf die Generalversammlung im Herbst diesen Jahres, bei der neben der ein oder anderen Neuwahl bzw. Ergänzung des Bundesvorstandes wie angekündigt der Sachstand zu den HD-Geldern thematisiert/offengelegt wird.

 

Für die kommende Bockjagd und die bevorstehenden Sommermonate wünsche ich allen Mitgliedern viel Bracken- und Waidmannsheil.

 

Manfred Schmid

 

 

 

Einladung zum Vereinstag am 14.09.2013

 

 

Liebe Brackenfreunde,

 

anlässlich der Jahreshauptversammlung 2013, verbunden mit einer Spezialzuchtschau und einem Zuchtzulassungstermin der Zuchtkommission, erlaubt sich die Regionalgruppe Mitte, die Mitglieder und Freunde des Schwarzwildbrackenvereins mit ihren Partnern recht herzlich zu einem Grünen Abend einzuladen.

 

Wir würden uns freuen, Sie am Sonnabend, 14. September 2013 im Anschluss an die Mitgliederversammlung ab ca.19.00 Uhr im Waldhotel „Berghof“ Luisenthal begrüßen zu können. Neben der kulinarischen Thüringer Gastlichkeit warten auch einige kulturelle Köstlichkeiten auf unsere Gäste. Mit Tanz und Unterhaltung sollen auch diejenigen auf ihre Kosten kommen, ohne deren Verständnis, Geduld und Unterstützung wir unseren Hunde-Spleen nicht ausleben könnten.

 

Bitte zahlen Sie bei Teilnahmewunsch den pro Person fälligen Kostenbeitrag von 35,- € bis zum 15.08.2013 mit Angabe der Personen im Verwendungszweck auf das

Konto des SBV e.V. ein.

 

Kontoinhaber:

Kontonummer:

Bankleitzahl:

Bank:

Schwarzwildbrackenverein

12020044

840 550 50

Wartburg-Sparkasse

 

Um ein kalkulatorisches Fiasko auszuschließen, weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass eine Nachbuchung vor Ort nicht möglich ist.

Im Preis enthalten sind das Buffet und die Kosten für das Unterhaltungsprogramm.

 

Mit Ihren Übernachtungswünschen richten Sie sich bitte an das:

 

Waldhotel Berghof
Langenburgstraße 18-19
99885 Luisenthal-Oberhof
Tel.: 03624 / 3770
Fax: 03624 / 377444
E-Mail:info@waldhotel-berghof.de

 

Bis Ende August besteht dort ein Zimmerabrufkontingent auf den Namen „Schwarzwildbrackenverein“.Informationen zu Anfahrt und Veranstaltungsort erhalten Sie unter www.waldhotel-berghof.de.

 

Wir würden uns freuen, Sie möglichst zahlreich zu diesem Wochenende begrüßen zu dürfen und wünschen eine gute Anreise.

 

Die Vorstände des SBV und der RG Mitte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einladung zur Mitgliederversammlung

 

Liebe Brackenfreunde, werte Mitglieder,

 

die Mitgliederversammlung 2013 des SBV findet am

 

Samstag, den 14. September 2013   16.00 Uhr

im                           Waldhotel Berghof

                               Langenburgstraße 18-19

                               99885 Luisenthal

statt.

 

Wir laden hierzu herzlich ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Tagesordnung

 

1. Begrüßung und Eröffnung der Mitgliederversammlung

2. Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3. Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4. Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5. Anträge an die Mitgliederversammlung

6. Neuwahl einzelner Ehrenämter im Vorstand

7. Verschiedenes

 

Vorstand Schwarzwildbrackenverein e.V.

 

Die veränderten Textfassungen der auf der Mitgliederversammlung zu beschließenden Satzung und Ordnungen gehen Ihnen in einem Extraheft im August 2013 zu.

 

 

 

Sehr geehrte Kopovfreunde,

 

die Termine für die Frühjahrsprüfungen rücken unaufhaltsam näher und bei dem einen oder anderen steigt sicher auch der Erwartungsdruck.

Von hier aus allen Kopovfreunden die besten Wünsche zum Gelingen, ein kräftiges Daumendrücken sowie insbesondere das zur Prüfung erforderliche Quäntchen Prüfungsglück! Den Verbandsrichtern, auch wenn’s manchmal schwerfällt, die notwendige Besonnenheit und einen sicheren Instinkt. An dieser Stelle sei all denen gedankt, die ihren Hund zu einer AZP anmelden und sich als Gespann den Anforderungen stellen.

Unabhängig davon ob der Hund vom Phänotyp zu groß (oder zu klein - gibt’s das auch ??) ist, mit den erreichten Prüfungsergebnissen eine für die Zuchtzulassung erforderliche Summe der Anlagenkennziffern erreicht wird oder nicht, ob im Fang alle Zähne an der richtigen Stelle sind oder was auch immer.

Eine nachhaltige Jagdliche Leistungszucht kann nur funktionieren, wenn die von uns propagierten Eigenschaften unserer Rasse auch in der Jagdpraxis erkennbar sind. Dazu muss mit einer entsprechenden Zuchtauswahl, in die u. a. auch die Prüfungsergebnisse einfließen, eine belastbare Basis geschaffen werden.

Jeder bei einer AZP (und GP) geführte Hund bringt uns da weiter. Auch in meinem näheren Umfeld gibt es ein paar Hundeführer, für die diese Notwendigkeit unbedingt bis zum Erwerb des Welpen bestand. Als der dann da war, spielten andere Dinge eine Rolle und die Versprechen an den Züchter rückten in weite Ferne. Schade, für unsere Hunde!

Auf Grund der in Spornitz gefassten Beschlüsse zur Änderung der Prüfungsordnung, möchte ich auf eine Darstellung bzw. Auswertung der im vergangenen Jahr angefallenen Prüfungsergebnisse verzichten und die in diesem Jahr noch ausstehenden Prüfungen abwarten.Bei den anstehenden Frühjahrs- und Herbstprüfungen wird dieses Jahr noch nach der aktuellen Prüfungsordnung gerichtet. Prüfungsausschuss und Vorstand sind u.a. momentan mit der Überarbeitung der Prüfungsordnung beschäftigt und auf einem guten Weg.

 

Zum Schluss noch eine Bitte an alle engagierten Kopovfreunde, wir sind in diesem Jahr mit der Organisation und Durchführung der VFSP der Brackenzuchtvereine im Spessart beauftragt. Die angetretenen Gespanne aus unserem Verein zeigten bisher regelmäßig recht ansprechende Leistungen auf der Fährte. Diesen Trend gilt es fortzusetzen! Derzeit liegt bereits aus der RG Süd von KF Döz eine Nennung vor, für diese frühe Entscheidung besten Dank und viel Erfolg bei der Prüfungsvorbereitung.

Es wäre schön wenn es auch in diesem Jahr nicht bei der einen Nennung zu dieser anspruchsvollen Prüfung bliebe.

 

Die aktualisierte Ausschreibung der Prüfung ist ebenfalls in diesem Heft zu finden.

Bitte beachtet die Änderungen zum Prüfungslokal, die sich in diesem Jahr, auf Grund von umfangreicheren Bauarbeiten im traditionellen GH Engel in Eschau-Hobbach ergeben haben.Als Prüfungslokal, siehe Ausschreibung in diesem Heft (!), wurde das Waldhotel Heppe im benachbarten Dammbach auserkoren.

 

Brackenheil!

Hubertus Heine 

 

 

 

Fortbildung der Züchter, Deckrüdenbesitzer und Zuchtwarte

 

Protokoll

 

Die Züchtertagung 2013 fand am Sonntag, den 17. Februar, um 10.00 Uhr im Gasthaus „Zur Guten Quelle“, Hörscheler Str. 14, in 99817 Eisenach OT Neuenhof statt.

 

Tagesordnung:

 

Top 1:

Begrüßung der angereisten Züchter, Deckrüdenbesitzer, Vorstandsmitglieder und des Referenten Herrn Dr. med. vet. Stief durch den HZW Herrn Rolf Strieder

 

Top 2: Vortrag von Herrn Dr. med. vet. Stief

Ab dem 1.11.2012 wurde Herr Dr. vet. med. Stief in Abstimmung mit dem VDH zum neuen HD Gutachter durch den geschäftsführenden Vorstand des SBV ernannt. Als Obergutachter wurde ebenfalls Herr Dr. Bernd Tellhelm von der UNI Giessen neu berufen.

Herr Dr. Stief ist vielen Züchtern schon bekannt, er stellt sich nochmals kurz vor und gibt uns einen Überblick über seine bisherigen Tätigkeiten, da er auch als Gutachter für andere Jagdhunderassen eingesetzt ist.

Wir alle freuen uns auf eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Dr. Stief hält nun einen Vortrag zum Thema: „Vom Deckakt bis zur Geburt“. Mit Hilfe einer Power-Point Präsentation gelingt es ihm, dies sehr anschaulich und praxisnah darzustellen.

Gemäß unserer SBV Zuchtordnung müssen die Zuchttiere beim ersten Deckakt mindestens 18 Monate alt, dürfen aber auch nicht älter als 8 Jahre sein. Damit öffnet sich für die Züchter ein Zeitfenster von reichlich 6 Jahren in denen wir über zuchtreife Hündinnen verfügen.

Um über gesunde Welpen in ausgewogener Wurfstärke als wertvolles Zuchtpotenzial kontinuierlich im Verein zu verfügen, ist es für die jeweiligen Züchter wichtig, den optimalen Deckzeitpunkt seiner Hündin sicher prognostizieren zu können. Die erste Hitze beendet mit ca. 6-12 Monaten die Pubertät, also etwa 2 Monate nachdem die Hündin ausgewachsen ist (Geschlechtsreife).

Die höchste Fruchtbarkeit zeigt sich bei unserer Rasse von der zweiten Läufigkeit bis zum 5. Lebensalter. Betrachten wir nun die Sexualzyklen unserer Hündinnen und deren Verlauf:

1. Proöstrus – Unruhe, vermehrter Appetit, häufiger Harnabsatz, blutiger    Vaginalausfluss, anschwellen der Schnalle

2. Östrus – Vaginalausfluss klar und strohfarben, mit dem Abnehmen des Ausflusses ist        der Höhepunkt der Läufigkeit erreicht, Deckbereitschaft der Hündin (5-9 Tage lang),

Beiseitedrehen der Rute, spielt gerne mit den Rüden. Die fruchtbarste Zeit des Östrus sind die letzten 4 Tage, die Eizellen sind zwei bis drei Tage befruchtungsfähig. Das Ende der Rüdenakzeptanz ist auch gleichzeitig das Ende des Östrus. Proöstrus und Östrus dauern durchschnittlich 23 Tage.

3. Metöstrus – ca. 7 Tage nach dem Eissprung geht die Hündin in den Metöstrus über. In dieser Phase dominiert das Hormon Progesteron, das Schwangerschaft schützende Hormon. Nach der Ovulation ist es 60-70 Tage lang im Blut zu finden, egal ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht. Die sich anschließenden Abbau- und Wiederaufbauvorgänge der Gebärmutterschleimhaut bei nicht tragenden Hündinnen sind ca. 120 Tage nach der Läufigkeit abgeschlossen.

Dieser Zyklus beträgt bei Trächtigkeit 59-65 Tage. Gesäugebildung, duldet keine Rüden, beginnt mit Nestbauverhalten.

4. Anöstrus – maximale Rückbildung der äußeren Geschlechtsorgane, ein Hormoneinfluss scheint in dieser Phase nicht zu existieren. Aufgrund eines niedrigen Östrogenspiegels kommt es zwar zu mehrmaliger Follikelbildung, die jedoch ohne Ovulation absterben. Kann bis zu 265 Tagen andauern, abhängig vom Allgemeinbefinden, Alter, sozialer Stellung im Rudel, Anzahl vorheriger Trächtigkeiten etc..

Die Bestimmung des optimalen Deckzeitpunktes sollte durch den Tierarzt erfolgen, hier bieten sich folgende Methoden an:

·  Vaginoskopie

·  Abstrich und Zellbeurteilung (Vaginalzytologie)

·  Progesteronmessung

Sehr zuverlässig ist der Test des Progesterons im Blut, die Konzentration steigt sehr deutlich vor dem Eisprung, wenn es zur „Ballung“ der freigesetzten Eizellen kommt.

Die normale Eireife tritt etwa vom 10.-14. Tag nach Beginn der Hitze ein.

Das bedeutet, bei einer 24- 96-stündigen Befruchtungsfähigkeit der Eizelle, die höchste Befruchtungswahrscheinlichkeit der Hündin bei einem natürlichen Deckakt ist eingetreten.

 

Besonders wichtig für die Züchter ist genaue lückenlose Dokumentation der ersten Tage mit Proöstrus- Symptomen (insbesondere blutiger Ausfluss).

Einer künstlichen Befruchtung hat gem. Zuchtordnung immer ein natürlicher Deckakt mit normalem Zuchtverlauf vorauszugehen.

Jedes Jahr kommt es auch immer wieder vor, dass Hündinnen leer bleiben, sprich eine Schwangerschaft nicht eintritt, trotz augenscheinlich erfolgreicher Deckakte.

Dies kann vielfältige Ursachen haben.

1. Unfruchtbarkeit des Rüden, dies lässt sich sehr leicht durch eine Untersuchung des Spermas diagnostizieren.

2. Unfruchtbarkeit der Hündin, ist rein statistisch gesehen die häufigste Ursache für das „Leerbleiben“. Die bekanntesten Gründe sind:

·  anovulatorische Zyklen

·  Gelbkörperinsuffizienz

·  fehlende Deckbereitschaft

·  Infektionen

Zwinger, die schon häufiger Würfe hatten oder auch Würfe im Herbst sind außerdem einem erhöhten Risiko der Herpes – Vireninfektion ausgesetzt, die für die Welpen tödlich verlaufen kann. Sie sollten Mutterhündin und Welpen durch eine jeweils einmalige Impfung nach dem Belegen und vor dem Werfen schützen.

Auch stellt sich immer wieder die Frage, ist die Hündin nun trächtig oder nicht?

Sichere Trächtigkeitsdiagnosen sind:

·  Ultraschall ab dem 28. Tag

·  Röntgen ab dem 46. Tag

·  Relaxinbestimmung ab dem 25. Tag

Ist die Schwangerschaft erfolgreich verlaufen, rückt nun der Geburtstermin näher, i. d. R. am 63 (59- 65) Tag. Im Normalfall kündigt sich der Geburtstermin durch zunehmende Unruhe der Hündin und bei jungen Hündinnen besonders dadurch an, dass sie Schutz bei ihren Bezugspersonen sucht oder im Garten anfängt unter Sträuchern oder Holzstapeln Höhlen zu bauen. Jetzt ist erhöhte Aufmerksamkeit und intensive Betreuung gefragt.

Ab wann sollte ein Tierarzt zu rate gezogen werden?

In jedem Fall, wenn

·  69 Tage vergangen sind

·  die Geburt des letzten Welpen länger als 4 Stunden her ist

·  die Bauchpresse über 30 Minuten ohne Geburt andauert

·  grüner Ausfluss vor der Geburt des ersten Welpen erfolgte

·  Allgemeinstörungen beim Muttertier auffällig werden

 

Nach einer geburtshilflichen Untersuchung muss der Tierarzt entscheiden, ob konservative Möglichkeiten, wie

·  Glukosegabe

·  Oxycingabe

·  Manueller Auszug

oder aber die operative Geburtshilfe wie die Schnittentbindung eingeleitet werden. Durch Röntgen wird festgestellt, ob Welpen im Geburtskanal stecken.

 

Von dem erhöhen Prozentsatz an Welpenverlusten, der zwischen 17-34% bis zum Absetzen beträgt, entfallen mehr als 60% auf den Zeitraum um die Geburt bis zum Ende der ersten Lebenswoche. Insbesondere Sauerstoffmangelzustände unter der Geburt werden für die frühen Verluste und Schädigungen verantwortlich gemacht, obwohl gerade Hundewelpen eine vergleichbar lange Überlebensdauer unter diesen Bedingungen zeigen. Neben der auch bei Normalgeburten eingeschränkten Sauerstoffversorgung der Welpen haben Geburtsstörungen eine ungleich schwerwiegendere Auswirkung auf die Ausprägung eines Sauerstoffmangels.

Auch geburtshilfliche Eingriffe bei der Hündin können mitverantwortlich für einen Sauerstoffmangel bei den Welpen sein. Dazu zählen Zughilfen, Medikamente und operative Eingriffe wie die Schnittentbindung. Bei Notfallkaiserschnitten mit teils schon geborenen Welpen, können Schädigungen der Welpen zum Zeitpunkt der Operationsentscheidung bereits vorliegen. Steckt ein Welpe länger als 15 Minuten im Bereich der Scham fest, so bleibt kaum noch Zeit. Die Nachgeburt löst sich unter dem Zug und der Welpe erstickt.

Auch eine vorzeitige Lösung der Nachgeburt, so nach mehrfacher Wehenhormongabe, kann die Sauerstoffversorgung unterbinden. Der erste Atemzug wird dann noch im Geburtsweg ausgelöst, es kommt zu Fruchtwasserabatmung und Erstickungssymptomatik.

Wiederbelebungsversuche als Gegenmaßnahme sollten über mindestens 15 Minuten erfolgen.

Ausschütteln oder Absaugen von Schleim aus der Nase, vorsichtiges Schwenken, Kaltwasserguss ins Genick, das kräftige Reiben über den Rücken mit dem Welpen in Brustlage wären als erste Maßnahme anzuwenden.

Mögliche Anzeichen für Erkrankungen bei Welpen in der Neugeborenenphase können sein:

·  Geburtsgewicht- zu niedrig für Rassedurchschnitt

·  Gewichtsentwicklung – stagniert oder Abnahme, Hautfaltenbildung

·  Körpertemperatur – unter 34° oder über 37,5°(erste Lebenswoche)

·  Saugreflex – fehlt oder vorgetäuscht

·  Schluckreflex – fehlt (dennoch extreme Saugversuche möglich)

·  Schreien – mehr als 15 Minuten hintereinander

·  Bauch – aufgetrieben, schmerzhaft, bläuliche Haut am Unterbauch

·  Schleimhäute – blass, bläulich

·  Körperhaltung – schlaff, keine Muskelspannung, abgebogener Kopf über dem

   Rücken (Krämpfe)

·  Kotkonsistenz – wässrig, blutig, stinkend, weiß, unverdaute Milchbestandteile

 

Fast alle Hundemütter sortieren unterkühlte Welpen reflektorisch aus, wenn die Körpertemperatur die kritische Grenze von ca. 34°C unterschritten hat. Das ist kein schlechtes Mütterlichkeitsverhalten, sondern ein angeborener Reflex, der oft von der Tatsache zeugt, dass die Hündin die Aussichtslosigkeit für den Welpen bereits vor uns erkannt hat.

 

Oft wird die Situation vom Besitzer fehl interpretiert, indem er glaubt, dass die unachtsame Hündin ihren Welpen erdrückt habe oder nicht annehmen will.

Gesunde Welpen sollen bis zum 10. Lebenstag ihr Gewicht verdoppelt haben. Ab dem 13. Tag werden die Ohren geöffnet und die Welpen werden aktiver.

Entwurmung der Welpen und des Muttertieres ab der 2. Lebenswoche, im 14 täglichen Turnus.

 

Chippen der Welpen frühestens nach Vollendung der 7 Lebenswoche, besser ab der 8. Woche gemeinsam mit der Welpenimpfung für kurzzeitigen Schutz SHPLL. In der 12. und 16. erfolgt dann die Grundimmunisierung SHPP und LT.

 

Wir danken Herrn Dr. Stief für seinen sehr anschaulichen und lehrreichen Vortrag.

 

Top 3

Rückblick auf das Zuchtjahr 2012

 

Zunächst bedanke ich mich bei allen Züchterinnen/Züchtern für das im zurückliegenden Jahr gezeigte Engagement und die gute und sachliche Zusammenarbeit. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, gilt es doch, gewisse Regeln und Formen einzuhalten um die Abläufe zielgerichtet, effektiv und nachvollziehbar zu gestalten.

Das zurückliegende Jahr war, wie sie ja alle wissen, sehr bewegt und es hat weitreichende Veränderungen auch im personellen Bereich gegeben. Zunächst wurde mit Frau Kirsten Ritter eine neue Zuchtbuchstelle eingerichtet.

Frau Ritter ist vom Hundefach und betreibt gemeinsam mit Ihrem Mann eine erfolgreiche Zucht Deutscher Doggen. Sie war bei diversen Ausstellungen schon häufig als Sonderleiterin tätig und ist gelernte Verwaltungsfachwirtin. Die Einarbeitung in ihre neue Aufgabe ist ihr daher nicht schwer gefallen.

Für Sie als Züchter/in bleiben alle Abläufe in gewohnter Weise erhalten.

Hierzu noch einige Hinweise:

Die Kosten für die HD-Auswertung trägt der SBV, die Röntgenaufnahmekosten hat jeder Hundebesitzer selber zu bezahlen. Röntgenaufnahmen, Originalahnentafel und Bewertungsbögen sind an die Zuchtbuchstelle zu senden, sie werden von dort an den HD-Gutachter weitergeleitet. 

Die Aufnahmen können auch auf einem Server, den die GRSK e.V (Gesellschaft der Gutachter) unterhält, eingestellt werden. Dieses Verfahren wird wegen dem geringen Aufwand aller beteiligten Akteure bevorzugt. Nach der Auswertung werden durch die Zuchtbuchstelle die HD Befunde in die Originalahnentafel eingetragen und im Zuchtbuch gewahrt. Danach Rücklauf an den Hundebesitzer.

  

Eine weitere Veränderung ist das neue Zuchtprogramm, welches mittlerweile sehr gut läuft     und eine verbesserte Bedienbarkeit sowie weit reichende Auswertungen ermöglicht, insbesondere das Erstellen des jährlichen Zuchtbuches wird wesentlich erleichtert.

Alle Rückstände, die sich aus dem Wechsel des Zuchtprogramms ergeben hatten, sind aufgearbeitet. Hierzu möchte ich mich ganz besonders bei Frau Ritter für ihr Engagement bedanken. Auch die Ahnentafeln können in gewohnter Weise durch die Leiterin der Zuchtbuchstelle gedruckt werden.

 

Eine weitere kleine Veränderung hat sich ergeben, sie betrifft die Beantragung neuer Zwinger beim VDH. Dies wird zukünftig direkt über den Hauptzuchtwart abgewickelt.

In 2012 wurden 4 neue Zwinger beantragt und erhielten durch VDH/ FCI den Zwingernamenschutz.

Folgende neue Züchter können wir in unseren Reihen neu begrüßen:

Dirk Michel 

vom Leisenwald

Holger Groß

von der Walsbachquelle

Axel Gräfke

vom Erleberg

Markus Schädler

vom Missenwald

 

Vier weitere Zwinger befinden sich im Antragsverfahren.

Im Jahr 2012 wurden bei 21 Würfen 163 Welpen geboren. 141 Welpen konnten an neue Hundebesitzer vergeben werden. 22 Welpen sind leider verstorben oder tot geboren - bleiben im Schnitt 6,7 Welpen pro Wurf.

Rufen wir uns das Jahr 2011 ins Gedächtnis: hier waren es im Schnitt 6,8 Welpen, mit insgesamt 135 Welpen.

 

Neu zur Zucht zugelassen wurden im Jahr 2012

16 Hündinnen

7 Rüden

In Summe 23 Hunde

Die HD Werte dieser Hunde waren      A  =   6 X

                                                                  B  = 12 X

                                                                  C  =   5 X

 

HD-Auswertungen des Jahres 2012:

Ausgewertet wurden nur 40 Hunde, im Vorjahr waren es 43.  Das ist sehr wenig und macht es schwer oder fast unmöglich irgendwelche Auswertungen vorzunehmen. Da wir dies auch in den letzten Jahren intensiver durchgesprochen haben, verzichten wir auch heute auf weitere Details.


In Zusammenfassung die HD Befunde aus 2012 :

 

Stufe  A =  7 Hunde

Stufe  B = 20 Hunde

Stufe C1 =  8 Hunde

Stufe C2 =  1 Hund

Stufe D1 =  3 Hund

 

Sehr verehrte Züchter/innen, drängen Sie auf die HD-Auswertungen Ihrer Junghunde. Wir brauchen diese Daten um die Zuchtstrategie festzulegen und letzten Endes den Erhalt der Rasse zu sichern.

 

Wir kommen nun zu der Fragestellung, welche zuchtbedeutsamen Krankheiten im letzten oder teilweise auch in den Jahren davor aufgetreten sind:

Bei einem Welpen ist ein Herzfehler aufgetreten, bei einem anderen Welpen eine Ellbogenerkrankung, wir haben die Elterntiere unter Beobachtung.

Weitere Meldungen oder Informationen liegen mir hierzu derzeit nicht vor.

 

Ausstellungen 2012:

Wir hatten in 2012, wie bereits in den Jahren zuvor, 2 Spezialzuchtschauen, einmal am 10.Juni in Aichelberg Forststützpunkt Bad Boll mit 16 gemeldeten Hunden und zur Jahreshauptversammlung am 13. Oktober 2012 in Spornitz Landhotel Spornitz mit 19 gemeldeten Hunden.

 

Von den gemeldeten Hunden wurden 35 Hunde vorgestellt. 27 der vorgestellten Hunde wurden mit „vorzüglich“ oder „sehr gut“ bewertet. Das sind 77%, ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Die Spezialzuchtschauen sind das offensichtliche Abbild der gezüchteten Hunde, deshalb ist es eben wichtig, dass sie vorgestellt werden. Hier können Schlussfolgerungen über Form und Größe der gesichteten Junghunde für weitere Zuchtstrategien getroffen werden.

Ebenso kann hier das Verhalten unter Stressbedingungen beobachtet werden. Wir brauchen diese wichtigen Informationen, denn nur dann werden wir letztlich in der Zucht Fortschritte erzielen können. Auf die Junghunde kommt es an, sie sind das Potenzial, dass wir brauchen und das auch interessierte Welpenkäufer sehen wollen.

Ich möchte mich bedanken, dass Sie ihre Welpenkäufer ermuntert haben, unsere Ausstellungen zu besuchen und wir so die schönen Erfolge der letzten beiden Jahre sehen konnten.

Mein Aufruf an alle Züchterinnen und Züchter, lassen Sie bitte nicht nach - Ihre Welpenkäufer zu animieren neben den Prüfungen auch die Ausstellungen mit ihren Junghunden zu besuchen.

 

 

Top 4

Ausblick für die Zucht in 2013

 

Aktueller Stand der Zuchthunde:

 

Zuchtjahr 2012 = 44 Zuchhündinnen und 48 Deckrüden = 28 Anpaarungen geplant = 21 Würfe gefallen

 

Zuchtjahr 2013 = 53 Zuchhündinnen und 52 Deckrüden = 34 Anpaarungen geplant

 

Im Vergleich zum Vorjahr sind somit 9 Hündinnen mehr in der Zucht. Neben dem altersbedingten Ausscheiden, fielen durch Kaiserschnitt und Jagdunfälle leider vorzeitig Hündinnen aus der Zucht. Die Zahl der Zuchtrüden konnte relativ konstant gehalten werden.

Letztlich haben nur etwa 1-3 Welpen von vielen Anpaarungen das Potenzial auch in die Zucht zu kommen. In diesem Jahr konnten wir mehrmals aus einem Wurf 3 sehr gute Junghunde zur Zucht zulassen, ein sehr erfreuliches Ergebnis. Werden diese Chancen nicht genutzt, gehen uns wieder wertvolle genetische Ressourcen verloren und die Zucht wird immer weiter eingeschränkt.

 

Die Leistungsprüfungen der kommenden Monate lassen eine erfreulich hohe Teilnahme an Junghunden erwarten. Nach wie vor sind Sie als Züchter gefordert darauf zu drängen, dass ihre Junghunde auch teilnehmen, nur so können wir wieder geeignete Junghunde für eine weitere Zuchtverwendung finden.

Wir sollten alle Chancen nutzen unsere Zucht auf eine breite genetische Basis zu stellen.

Um den Genpool zu erweitern und groß zu halten, sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, auch bisher wenig eingesetzte Hunde zu aktivieren, dies gilt für Rüden wie Hündinnen gleichermaßen.

Auch in 2013 werden wir wieder 2 Spezialzuchtschauen und drei Zuchtzulassungstermine durchführen.

 

 

Top 5

Allgemeine, die Zucht betreffende Fragen

 

Der SBV hat drei neue Kandidaten für die Zuchtrichterausbildung dem VDH gemeldet.

 

Es sind dies die Herren:

                                               Oliver Eifert

                                               Eckhard Pallas

                                               Christoph Seifert

 

Wir hoffen, dass ihre Ausbildung in Kürze beginnen kann.

 

Nachgemeldet wurde:

                                               Frau Anne Dörr

 

Sie ist bereits Zuchtrichterin im Verein Deutsch Kurzhaar, daher gilt für sie gem. Zuchtrichterausbildungsordnung das verkürzte Ausbildungsverfahren.

 

Ich wünsche allen Kandidatinnen/en viel Freude und Erfolg bei ihrer Ausbildung.

 

Rolf Strieder

 

 

Bild: Boris Schnittker

 

Kollateralschaden – erschossene Stöberhunde

Nachdenkliches aus Sicht eines Hundeführers

von Boris Schnittker 01/2013

 

Der militärische Fachbegriff Kollateralschaden bezeichnet in der räumlichen Umgebung eines Ziels entstehende – an sich unbeabsichtigte – Schäden aller Art durch ungenauen oder überdimensionalen Waffeneinsatz. Damit verbunden ist der Begriff Friendly fire, der irrtümliche Beschuss eigener Truppen, verursacht durch unzureichende Identifizierung des Ziels aufgrund schlechter Sichtbedingungen, menschlichem Versagen, ballistischer Streuung etc.. (Definitionen Wikipedia 2012).  Im Jagdwesen gibt es diese oder vergleichbare Begrifflichkeiten nicht, da außer im Falle von Notwehr bzw. Notstand keine Situation die bewußte oder unbewußte Inkaufnahme von Begleitschäden rechtfertigt. Soweit zumindest in der Theorie unstrittig. In der Realität sieht es jedoch regelmäßig anders aus.

 

Hierzu drei Beispiele:

 

Fall 1

Während einer großen Stöberjagd in Sachsen-Anhalt im November 2011 verschwindet das GPS-Signal des 10-jährigen Schwarzwildbrackenrüden Jager spod Shily vom Empfänger.

Bei der anschließenden Suche taucht am letzten Signalpunkt eine verängstigte Hündin, die Zwingergenossin des Rüden, in der Nähe eines Brennholzpolters im Nachbarrevier auf. Der Rüde bleibt trotz stundenlanger Suche verschwunden. Insgesamt sieben Touren zum 200 km entfernten Jagdort werden in den nächsten drei Wochen vom besorgten Hundeführer, einem selbständigen Forstunternehmer, und seinen Familienmitgliedern durchgeführt. Sämtliche Teilnehmer, die Jagdnachbarn, Anwohner etc. sind informiert. Ganze Nächte werden Wege und Gestelle abgehört und abgefahren. Vom Rüden Jager nach wie vor keine Spur. Im Oktober 2012, fast ein Jahr später, kommt ein Anruf eines Landwirtes. Bei Einholung seines Brennholzes hat er unter der untersten Holzlage einen toten Hund gefunden. Der Hundeführer macht sich sofort auf den Weg und wird zu dem Brennholzpolter geführt, an dem er die Hündin im Vorjahr aufgefunden hat. Dort liegt wie mumifiziert der Rüde, das GPS-Halsband trägt er noch. Deutlich ist der kleine Einschuß und entgegengesetzt der faustgroße Ausschuss in der Brust erkennbar. Der Hundeführer kann Abschied nehmen.

 

Bilder 1-3: Schwarzwildbracke Jager. Bild 2 zeigt den Ausschuss in der Brust, Bild 3 den Einschuss. Bilder: M. Schmid  

 

Fall 2

Im November 2012 geht auf einer Stöberjagd in Sachsen-Anhalt ein Jagdgast entgegen der Anweisung der Jagdleitung einen Standlaut an. Dort angekommen wird er nach seiner Aussage sofort von einem kranken Überläufer angenommen. Mit dieser Situation ist er überfordert.

Der hingeworfene Schuß trifft die stellende 4,5-jährige Schwarzwildbrackenhündin Lucie Venandi in den Kopf und tötet diese auf der Stelle.

 

Bild 4: Schwarzwildbracke Lucie; Bild: M. Hartung

 

Fall 3

Kurz vor Weihnachten dieses Jahres nimmt ein Forstbeamter mit seinem Sohn an einer Ansitzdrückjagd in Mecklenburg teil. Dort sieht er seine 2,5-jährige Schwarzwildbrackenhündin  Druschba v. Prignitzland, die einen gescheckten Frischling jagt. Aufgrund des geringen Abstands zwischen Hund und Sau ist an einen Schuß nicht zu denken.

 

Bild 5: Schwarzwildbracke Druschba; Bild: J. Barkmann

 

Im Verlauf der schnellen Hetze, die der Forstmann über sein GPS-Gerät verfolgt, fällt ein Schuß. Als sich daraufhin das Signal des Hundes nicht mehr bewegt, eilt der Hundeführer besorgt zum Zielpunkt.

Dort angekommen kommt ein jagender Teilnehmer, ebenfalls Hundeführer, auf ihn zu und teilt mit, dass ein Hund in der Nähe seines Standes von einer Sau tödlich verletzt wurde.

Der Hundeführer nimmt den toten Hund an sich, sieht die massive Verletzung im Rückenbereich und informiert die Jagdleitung. Diese finden ca. 70 m vom Stand des Jägers die Fährten des Hundes, des Frischlings, sowie Schnitt- und Rißhaare des Hundes im Schnee. Die anschließende Untersuchung beim Veterinär bestätigt, dass der Tod der jungen Hündin durch einen Schuß ins Rückgrat verursacht wurde.

 

Die drei Fälle sollen exemplarisch für die vielen tödlich- bzw. schwerstverletzten Stöberhunde durch Schußverletzungen im Jagdjahr 2012 herangezogen werden. Nicht unerwähnt sollen jene Fälle bleiben, bei denen Stöberhunde während der Jagden unter dubiosen Umständen verloren gegangen und nicht wieder aufgetaucht sind.

 

Angreifende Sauen und unbedarftes Schießen

 

Die Ursachen der verstärkt auftretenden Unfälle sind vielfältig. Einen wesentlichen Grund sehe ich  in einem relativen Anstieg in Häufigkeit und Intensität der Interaktionen zwischen Sau und Hund, hervorgerufen  durch angepasste und hartnäckigere Verteidigungs- und Angriffsstrategien (Lerneffekt): Die Sauen flüchten nicht mehr panikartig, sondern stellen sich viel häufiger dem Hund.  Häufig wird auch die extreme Wendigkeit und Geschwindigkeit der Hunde unterschätzt.

 

Bilder 6-8: Stöberhunde stellen krankes Wild während der Jagd. Ab jetzt ist die Situation ausnahmslos durch einen Hundeführer zu beenden. Bilder: Boris Schnittker

 

Vor dem Hintergrund habe ich in den letzten Jahren wiederholt mit Schrecken beobachtet, mit welcher Unbedarftheit oder Habgier viele Jäger auf Wild schießen, das unmittelbar von einem Hund verfolgt bzw. von einem oder mehreren Hunden gestellt wurde.

Die letzten Hemmungen werden Jägern durch entsprechende Videosequenzen in einigen Schießkinos genommen, bei denen riskante Schüsse (für die agierenden Stöberhunde) provoziert, grundsätzlich toleriert und somit verharmlost werden. Welche Wirkung haben diese Videosequenzen auf Jungjäger, die sich auf ihre erste Drückjagdsaison vorbereiten?

 

Verantwortung und Übersicht gefordert

 

Jeder Jäger, der an einer Stöberjagd teilnimmt, muß sich seiner Verantwortung gegenüber den Hauptdarstellern, den Stöberhunden, bewußt sein und sich Folgendes vor Augen halten: Der Weg zu einem zuverlässigen Stöberhund ist lang und steinig. Rasseabhängig werden drei bis fünf Jahre benötigt, um die geförderten Anlagen und eine effiziente Jagdtaktik auf wehrhaftes Wild zu etablieren. Gesamtheitlich betrachtet ist der zeitliche Input von Seiten des Hundeführers in Sozialisierung, Ausbildung und Jagdpraxis seines Hundes einem Außenstehenden nicht rationell erklärbar.

 

Bilder 9-10: Schwarzwild wird durch Hund gehalten. Bei Einsatz der Schußwaffe besteht höchste Gefahr für den Hund. Bilder: Boris Schnittker

  

Ebenso wenig nachvollziehbar ist für einige Personen die starke Bindung, die zwischen Hundeführer, dessen Familie und Hund besteht. Im Ergebnis agieren auf den Stöberjagden Hunde, die nach dem Finden der Sauen ständig in Bewegung bleibend das Schwarzwild bedrängen. Bei krankem, gestellten Wild potenzieren sich Heftigkeit und Nachdruck der Aktionen. Weitere Hunde schlagen früher oder später bei – halten evtl. das kranke Stück.

 

Hier scheidet der Schußwaffengebrauch für den Jäger kategorisch aus. Jetzt muß auf einen der eingewiesenen Hundeführer gewartet werden, der mit kühlem Kopf zu entscheiden hat, ob die Situation einen Fangschuss auf kurze Distanz erlaubt, oder mit der blanken Waffe abgefangen werden muß. Wer sich übrigens als Hundeführer vor solchen Situationen graut und überfordert ist, darf nicht als Hundeführer an Stöberjagden teilnehmen!

 

Bild 11: Fangschuss – Ruhe und Übersicht haben oberste Priorität; Bild: Boris Schnittker

 

Angriff und Verteidigung

 

In vielen Videosequenzen habe ich im Jagdbetrieb Interaktionen zwischen eigenen Schweiß- /Stöberhunden und Schwarzwild analysiert. Die Reaktionszeit der ausweichenden Hunden auf Schwarzwildattacken beginnt bei 0,03 Sekunden. Innerhalb von 1 Sekunde sind nachweislich Ausweichstrecken von 5 bis 7 m im Gelände dokumentiert. Dies mag sich jeder Jäger vor Augen halten, der während einer winterlichen Drückjagd in solchen Situationen an den Schußwaffengebrauch denkt.

 

Bilder 12-14: Ausweichaktion eines Hundes auf Keilerattacke innerhalb einer Sekunde; Bilder: Boris Schnittker

 

Die Fülle an typischen und atypischen Gefahren während der praktischen Jagdausübung veranlasst inzwischen viele gute Hundeführer, den Aspekt der Sicherheit mehr denn je in ihre Entscheidungsfindung pro oder contra Jagdteilnahme aufzunehmen.

Insofern auch hier noch mal der Appell an die Jagdleiter, grundsätzlich durch klare Ansagen vor den Jagden auf diese Problematik hinzuweisen, bekannte schwarze Schafe vorab auszusortieren und für den Fall eines Unfalls eine funktionierende Logistik vorbereitet zu haben. Zumindest die Gefahrenquelle „Fahrlässigkeit“ kann somit eingebremst werden.

 

Wünschenswert wäre grundsätzlich eine intensivere Unterrichtung dieser Thematik an den Jagdschulen. Sicher wären Mitglieder von Stöberhundgruppen, Hundeobleute, Schweisshundeführer etc. bereit, diesbezüglich zu referieren. Einen nicht geringen Einfluss könnten auch die Schießkinobetreiber ausüben: Mit minimalem Aufwand könnte einer breiten Menge von übenden Jägern unmittelbar vor der Drückjagdsaison das riskante Schießen vor Hunden durch beispielsweise ein visuelles Störsignal „verleidet“ werden.

  

Bild 15: Durchschossene Weste eines getöteten Jagdterriers; Bild: F. Sitterberg

 

Wenn es trotzdem passiert ist

 

Wenn es dann trotz aller Vorsicht passiert (100 % Sicherheit für die Hunde gibt es leider nicht), anstatt der Sau plötzlich ein klagender oder toter Hund vor Ihnen liegt, seien Sie so aufrichtig und melden den Vorfall sofort. Unabhängig von straf- oder zivilrechtlicher Fragen gebührt es der Anstand, dass der Hundeführer Klarheit über die Situation seines Hundes erhält. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben übrigens gezeigt, dass Unwahrheiten und Verschleierungen nicht nur durch Einsatz der modernen Ortungsgeräte regelmäßig aufgedeckt werden.  

 

Letztendlich darf sich in unseren Köpfen nicht manifestieren, dass durch fahrlässigen Schußwaffengebrauch geschädigte Hunde ebenso zur praktischen Jagdausübung gehören und toleriert werden, wie der durch Geschosssplitter verletzte zweite Frischling in der Rotte – als vermeintlich unvermeidbarer Begleitschaden –als Kollateralschaden.              

 

BS         

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

nun stehen wir mitten in der lang ersehnten Drückjagdzeit, die wir und unsere Hunde seit langem herbeigesehnt haben. Vorangegangen ist im Verein eine relativ turbulente Zeit: Gut besuchte Herbst-AZPen wurden abgehalten. Ebenso erfreulich war dieses Jahr die tendenziell steigende Beteiligung an den Gebrauchsprüfungen.

Am 13. Oktober fand unsere diesjährige Hauptversammlung und Zuchtschau in Spornitz statt. Ausrichter der Veranstaltung war die Regionalgruppe Nord, bei der ich mich im Namen des Bundesvorstandes für die Organisation, Vorbereitung und  den reibungslosen Ablauf dieses gelungenen Wochenendes bedanken möchte.

 

Erwähnenswert ist auch die rege Teilnahme an der diesjährigen Versammlung - meinen Dank an alle Mitglieder, die den Weg dorthin gefunden haben. Eine Reihe von Anträgen gab es auf unserer Hauptversammlung abzustimmen, teilweise begleitet von deutlichen Diskussionen. Im Ergebnis haben die Mitglieder die Weichenstellung für die nächsten Jahre durch ihre Entscheidungen eingeleitet. Dies ist der normale Gang in einem lebenden, demokratischen Verein!

 

Mut machen mir die mit großen Mehrheiten befürworteten Anträge, die definitiv zu transparenteren Ergebnissen und mehr Praxisnähe bei der Bewertung unserer Hunde sorgen werden.

 

An Arbeit für die kommenden Jahre wird es im Verein nicht mangeln: Wenngleich die Anzahl an Prüfungshunden aufgrund zurückgegangener Welpenzahlen kurzzeitig sinken werden, ist unsere Infrastruktur annähernd überlastet. Aus diesem Grund werden wir in Zukunft verstärkt in die Ausbildung eigener Leistungs- und Zuchtrichter investieren. Einen weiteren Schwerpunkt möchte ich in die Unterstützung und Förderung der Erstlingsführer setzen. Hier sehe ich Potentiale schlummern, die verstärkt von den Züchtern abgerufen und kalibriert werden müssen.

 

Als grenzwertig kann der Arbeitsumfang einzelner Vorstandsmitglieder bezeichnet werden. Wachsende Mitgliederzahlen, aufzuarbeitende Versäumnisse aus Vorjahren, fehlende Kooperationsbereitschaft einzelner Funktionsträger und Umstrukturierungen zwingen kontinuierlich zu Vereinstätigkeiten, die für einige der ehrenamtlich Tätigen jenseits von Gut und Böse stehen. Dies möge sich jeder vor Augen halten, der mit teilweise kritischer Grundstimmung eine Dienstleistung im Verein abruft. 

 

Für die laufende Jagdsaison wünsche ich Ihnen gute Aktionen mit den Hunden, guten Anlauf und viel Waidmannsheil, sowie für die bevorstehende Weihnachtszeit und den Jahreswechsel alles Gute.

 

Mit Bracken- und Waidmannsheil

Manfred Schmid

 

 

 

Zuchtplan 2013

 

Alle Züchter, die über eine zur Zucht zugelassene Hündin verfügen, haben die Möglichkeit mit der auf Seite 62 des Mitteilungsblattes 2/2012 eingestellten Planungskarte ihre Wünsche für das Zuchtjahr 2013 zu dokumentieren.

 

Die Planungskarte bitte austrennen, vollständig ausfüllen und auf dem Postweg (bitte keine E-Mail) bis zum 10.Januar 2013 an den HZW Rolf Strieder versenden.

Wie in den Jahren zuvor erhalten Sie danach weitere Nachricht.

 

Deckscheine aus dem zurückliegenden Zuchtjahr haben ihre Gültigkeit verloren.  

 

 

 

Fortbildung der Züchter, Deckrüdenbesitzer und Zuchtwarte

 

Die Züchtertagung 2013 findet am Sonntag, den 17. Februar, um 10.00 Uhr im Gasthaus „ Zur Guten Quelle“

Hörscheler Str. 14,  99817 Eisenach- OT Neuenhof statt.

Tel.: 036928-90375

Der Kreis der Teilnehmer ergibt sich aus § 3.4 der Zuchtordnung, eine gesonderte Einladung ergeht nicht.

Es wird darauf hingewiesen, dass der beschriebene Personenkreis zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet ist.

 

Tagesordnung:     1. Begrüßung durch den HZW Rolf Strieder

                                   2. Vortrag von Herrn Dr. med.vet. Stief

                                        - Vorstellung neuer HD Gutachter

                                        - Zuchthygiene

                                        - Deckakt

                                        - Aufzucht der Welpen

                                   3. Rückblick auf das Zuchtjahr 2012

                                   4. Ausblick für die Zucht in 2013

                                   5. Allgemeine die Zucht betreffende Fragen

 

 

 

Einsprüche bei Prüfungen

 

Mit steigender Zahl der Prüfungen kommt es auch unvermeidbar zu Situationen in denen sich der eine oder andere Prüfungsteilnehmer benachteiligt, falsch behandelt oder verstanden fühlt. Sicher wollen alle Beteiligten dies vermeiden, aber nicht immer gelingt es. Deshalb hier ein paar Hinweise zum Gebrauch des Einspruchsrechtes, dass bei jeder Prüfung allen teilnehmenden Hundeführern zusteht:

 

Ø     Die Grundlage für einen Einspruche bildet die Einspruchsordnung des JGHV.

 

Ø     Das Einspruchsrecht steht nur dem Führer eines auf der betreffenden Prüfung laufenden Hundes zu.

 

Ø     Der Zeitrahmen in dem Einsprüche geltend gemacht werden dürfen beginnt dem Aufruf der Hunde zur Prüfung und endet eine halbe Stunde nach Schluss der Preisverteilung 

        bzw. Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse.

 

Ø     Die Einspruchsgebühr beträgt 15,00 Euro und ist mit dem Einspruch, der einfach in schriftlicher Form unter Benennung des Einspruchgrundes zu erfolgen hat, beim

        Prüfungsleiter zu hinterlegen.

 

Ø     Über den Einspruch entscheidet eine Einspruchskammer, bestehend aus einem Vorsitzenden und den beiden Beisitzern.

 

Ø     Der Einsprucherhebende und der veranstaltende Verein benennen je einen Beisitzer, diese beiden einigen sich auf einen Vorsitzenden.

 

Ø     Jedes Mitglied der Kammer muss anerkannter Verbandsrichter sein. Der Vorsitzende und die Beisitzer dürfen nicht Anwälte einer Partei, weder mit dem Einsprucherhebenden

        verwand oder Züchter seines Hundes bzw. Verbandsrichter der beteiligten Richtergruppe sein!

 

Ø     In jedem Falle ist eine gültige Beilegung des Einspruches anzustreben. Für den Fall, dass dies nicht erfolgt, entscheidet die Einspruchskammer auf:

                                              

Zurückweisung des Einspruches

oder

Berichtigung der Benotung bei fehlerhafter Anwendung der Prüfungsordnung oder Ermessensmissbrauch

oder

Wiederholung der Prüfung im betreffenden Fach bei Verstößen gegen den sachlichen Inhalt der Prüfungsordnung. Die Durchführung hat der Prüfungsleiter zu überwachen.

 

Ø     Die Entscheidung der Einspruchskammer ist endgültig. Das Verfahren ist zu protokollieren. Die Entscheidung ist im Protokoll zu begründen und dem Prüfungsbericht

        beizulegen.

 

Ø     Wird dem Einspruch stattgegeben, wird die Einspruchsgebühr dem Einsprucherhebenden zurückerstattet. Ansonsten steht diese dem Verein zu.

 

 

Liebe Kopovfreunde, sicher müssen an einem Prüfungstag eine ganze Menge Dinge zusammenpassen. Das gilt für Prüfungsteilnehmer und Verbandsrichter gleichermaßen. Das ganze Prozedere und eine Menge Unmut lassen sich vorher aus dem Weg räumen wenn wir vernünftig miteinander umgehen und die Sachverhalte sofort ansprechen. Lange Beschwerdeschreiben, die den Vorstand geraume Zeit nach der Prüfung erreichen helfen da relativ wenig!

 

Und eins noch, die letzte AZP der RG Mitte in Walddrehna zeigte es sehr deutlich, wichtig ist die richtige Vorbereitung auf die Prüfung. Den Kopovfreunden, die in Walddrehna führten und den Organisatoren, von dieser Stelle noch einmal Weidmannsdank!

 

Allen Kopovfreunden und ihren Hunden für die angehenden Jagden ein kräftiges Brackenheil!

 

Hubertus Heine

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Brackenfreunde,

 

wenn diese Zeilen sie erreichen, haben wir schon wieder einen gehörigen Schritt im neuen Jahr gemacht. Die Frühjahrsprüfungen sind gelaufen und die Jagdzeit

kann wieder beginnen. Mit fast 70 Nennungen zur AZP haben wir eine Anzahl erreicht, die unseren Regionalgruppen an Vorbereitung und Durchführung alles abverlangt und die Grenze der Belastbarkeit zum Teil überschreitet. Ich denke ich darf in unser aller Namen mich bei den Verantwortlichen, besonders aber bei den Herren Andreas Markwart, Mario Erdmann, Stefan Kircher und Rainer Müller für ihre selbstlose Arbeit bedanken. Danken möchte ich auch den Prüfungsleitern, den Richterobleuten, Richtern und fleißigen Helfern, die alle zum Gelingen bzw. einem reibungslosen Ablauf beigetragen haben.

 

Mit der Teilnahme an der Prüfung haben sich Hund und Führer dem Votum der Richter gestellt und eine Beurteilung der gezeigten Leistung erhalten. Ich hoffe, dass die Richter für jeden Prüfling die richtige Wertung gefunden haben. An dieser Stelle möchte ich eine Lanze für das Richterwesen brechen und um Anerkennung und auch Verständnis bitten. Diese Gruppe Menschen opfert ihre Freizeit um für einen nennen wir es mal „Hungerlohn“ sich ganze Tage mit uns und unseren Hunden zu beschäftigen und am Ende ggfls. noch herbe Kritik einstecken zu müssen. Neben den wenigen „Kritikern“ gibt es doch sehr viele zufriedene Hundeführer. Ich würde mir wünschen, dass auch mal ein Wort des Lobes (schriftlich oder mündlich) den Weg in unser Mitteilungsblatt oder auf eine Versammlung finden würde.

 

Für die anstehende Bockjagd und die Sommermonate wünsche ich allen Mitgliedern Waidmannsheil und Erfolg mit ihren Hunden.

 

Mit den besten Grüßen und Brackenheil

 

 

 

 

Einladung zur Mitgliederversammlung

 

Liebe Brackenfreunde, werte Mitglieder,

 

die Mitgliederversammlung 2012 des SBV findet am

 

Samstag, den 13. Oktober 2012   15.00 Uhr

im                           Landhotel Spornitz

                                An der B 191

                               19372  Spornitz

                               038726-880

statt.

 

Wir laden hierzu herzlich ein und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Tagesordnung

 

1. Begrüßung und Eröffnung der Mitgliederversammlung

2. Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3. Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4. Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5. Anträge an die Mitgliederversammlung

6. Verschiedenes

 

Schwarzwildbrackenverein e.V.

              - Vorsitzender-

 

 

 

Sehr geehrte Mitglieder,

 

seit 2010 beurteilen wir die Leistungen unserer Hunde nach den Vorgaben der aktuell gültigen Prüfungsordnung. Diese unterscheidet sich gegenüber der alten Prüfungsordnung ausschließlich darin, dass das geforderte bzw. erwünschte Leistungsbild unserer Rasse transparenter dargestellt wird.

Mit dieser ausführlichen Leistungsbeschreibung sind Sie als Hundeführer in der Lage, die Leistung Ihres Hundes besser einschätzen und bei einer Prüfung die Beurteilung durch die Leistungsrichter besser nachvollziehen zu können.

 

In jüngster Vergangenheit wurde mehrfach die Auffassung an mich herangetragen, dass die neue Prüfungsordnung nicht das wahre Leistungsbild unserer Hunde darstellt. Es wird befürchtet, dass die in den einzelnen Prüfungsfächern an unsere Hunde gestellten Anforderungen zu hoch sind und damit der Fortbestand unserer Rasse gefährdet ist.Um dies zu vermeiden und langfristig eine objektive Leistungsbeurteilung unserer Slovensky Kopov’s  zu gewährleisten, ist es unumgänglich die breite Basis der Hundeführer in diesen Optimierungsprozess einzubeziehen.

Dazu wurden im vergangenen Jahr zwei Abfragen durchgeführt. In der ersten Runde wurden alle Kopovfreunde befragt, die entweder einen Hund bei einer Prüfung auf der nach den Vorgaben der aktuellen PO gerichtet wurde vorgestellt haben bzw. auf einer solchen als Leistungsrichter aktiv waren. Auf einen Vorstandsbeschluss hin wurde eine zweite Abfrage, die sich an alle Mitglieder richtete, im letzten MB veröffentlicht.

Die zu beiden Abfragen eingegangenen Rückläufe wurden am 24.02.2012 im Rahmen der Beratung des Prüfungsausschusses des SBV diskutiert und ausgewertet.

Ingesamt äußerten sich aktiv 52 Mitglieder zu verschiedenen Belangen unserer Prüfungsordnung. Davon meldeten 27 Kopovfreunde (26 Hundeführer und ein JGHV Leistungsrichter) Bedenken hinsichtlich der gestellten Anforderungen bzw. der Durchführbarkeit an.

In nackten Zahlen ausgedrückt bedeutet das, bei einem Stand von 769 Mitgliedern empfinden 3,5% unserer Mitglieder die Anforderungen die wir in unserer Prüfungsordnung an unsere Hunde stellen als zu hoch bzw. nicht rassetypisch oder beanstanden die Organisation und Durchführung der Prüfungen.

Auf den ersten Blick sind diese 3,5% eine recht geringe Zahl und der Traum, dass alle mit allem einverstanden und darüber auch noch hoch erfreut sind, wird immer ein Traum bleiben. Unabhängig davon zeigen diese Rückmeldungen auf, dass unsere aktuelle Prüfungsordnung weiteren Optimierungsbedarf aufweist und auch noch Lücken vorhanden sind, die es zu schließen gilt.

 

Informativ wurden im Rücklauf zu den Abfragen folgende Themenschwerpunkte berührt:

Ø                   Spurarbeit/Anforderungen an den Spurlaut

Ø                   Fährtenlaut

Ø                   Verhalten am Schwarzwild

Ø                   Arbeit auf der Kunstfährte

Ø                   allgemeine Organisation der Prüfungen

 

Bereits im Vorfeld wurde darauf hingewiesen, dass alle Zuarbeiten und Anregungen bei der weiteren Arbeit mit unserer Prüfungsordnung im Interesse unserer Hunde Beachtung finden. Allerdings benötigen wir für eine konstruktive Arbeit fundierte Erfahrungswerte! Diese müssen wir mit unserer aktuellen Prüfungsordnung erst einmal sammeln.

In einem von den Kopovfreunden Tobias Volg und Dr. Gerd Gunstheimer durchgeführten Datenvergleich von Ergebnissen aus unserer aktuell gültigen Prüfungsordnung und der alten Prüfungsordnung ist bereits nach zwei Jahren eine deutliche Entwicklung erkennbar. Das betrifft zum einen die deutlichere Trennschärfe der aktuellen Prüfungsordnung zum anderen auch Hinweise auf und wo weiterer Optimierungsbedarf besteht.

 

Die  beiden nachfolgend aufgeführten Grafiken und die  eindeutigen Schlussfolgerungen der KF Volg und Gunstheimer stellen das beispielhaft  dar:

 

 

 

 

Nach alter PO zeigten 60% der Hunde sehr guten Spur- oder Fährtenlaut. Hunde mit deutlichen Defiziten schien es nicht gegeben zu haben. Nach neuer PO zweigipflige Verteilung.

Rund 40% der Hunde mit sehr gutem Laut aber daneben fast eben so viele mit deutlichen Defiziten. Dies kann nicht alleine auf den Wegfall der Fährtenlautprüfung (nach alter PO bei weniger als 10 % der Hunde geprüft) zurückzuführen sein! Die Benotung zu Zeiten der alten PO dürfte insbesondere bei mitgebrachten Teilprüfungen kritisch zu hinterfragen sein

 

 

 

 

 

 

Alte wie neue PO zeigen eine sehr große Bandbreite von ungeeigneten über bedingt geeignete bis hin zu sehr gut geeigneten Hunden. Nach alter PO Klumpung im sehr guten Bereich. Mehr „schlechtere“ Noten nach neuer PO:

·   Dürfte auf die früher gebräuchliche Praxis der mitgebrachten Teilprüfungen zurückzuführen sein.

·   Abweichungen aber deutlich geringer als im Spurlaut.

·   Beschreibung der Arbeiten in neuer PO führte zu größerer Transparenz Fach mit hoher Aussagekraft für die Zuchtauswahl.

 

Den Kopovfreunden die sich aktiv an den Abfragen und der damit verbundenen Diskussion beteiligt haben sei hier noch einmal gedankt. Alle Beiträge wurden bereits diskutiert und sind in das Arbeitskonzept des Prüfungsausschusses eingeflossen. Für die kommende Jagdsaison wünsche ich Ihnen und Ihrem Hund viel Erfolg, für evtl. anstehende Bewährungsproben das notwendige Durchhaltevermögen und Suchenglück!

 

Brackenheil!

Hubertus Heine

 

 

 

Treffen der Brackenzuchtvereine 17. März 2012 in Fulda

 

Unter der Leitung von Hans Stark, VJB, fand am Samstagvormittag das

jährliche Treffen der Brackenzuchtvereine statt. Im sachlichen Gespräch

wurden die Anträge einiger Brackenzuchtvereine zur Hauptversammlung

des JGHV diskutiert. Die Anträge „Rücknahme Pflichtbezug Der Jagdgebrauchshund“ für Richter, Richterfortbildung für ältere Richter und

Änderung der Verbandsstöberprüfungsordnung nahmen dabei einen längeren

Zeitabschnitt in Anspruch. Leider ohne den gewünschten Erfolg.

Die Anträge zu Jagdgebrauchshund und Richterfortbildung wurden auf der HV abgelehnt. Der Antrag zur Verbandsstöberprüfungsordnung wurde zurückgezogen. Es sollen erst noch weitere Erfahrungen mit der aktuellen VStPO gesammelt werden.

Vereinseigene Datenlogger / GPS-Geräte sollen zukünftig in allen Brackenvereinen

als Hilfsmittel auf Prüfungen einsetzbar sein. Sie sollen als Hilfsmittel bei der

Beurteilung der Arbeiten der Hunde unterstützen. Die gemeinsame PO der Brackenvereine erfährt im kommenden Jahr eine Überarbeitung. Wir werden prüfen,

ob wir uns der neuen PO anschließen können.

Am 30.06.2012 findet im Spessart die gemeinsame VFSP der Brachenzuchtvereine

mit 12 Teilnehmern statt. Aus unserem Lager haben erstmals 3 Gespanne gemeldet. Wir wünschen allen Teilnehmern eine erfolgreiche Prüfung.

 

Ernst Halberstadt

 

 

 

 

Auswertung der ersten Verbandsstöberprüfung des SBV in Neuenhof/Thüringen

 

Die erste Verbandsstöberprüfung (VStP) des SBV e. V. fand am 03. und 04.09.2011 in Thüringen statt. Kernstück dieser Prüfung ist das Fach „Stöbern“, das im Rahmen einer Bewegungsjagd geprüft und mit GPS-Datenloggern begleitet wurde. Mit Hilfe dieser Technik konnte das Raum-Zeitverhalten der Hunde aufgezeichnet, nach der Jagd unmittelbar visuell dargestellt und teilweise zur unterstützenden Bewertung herangezogen werden. Nachfolgend werden die prüfungsrelevanten Daten genannt und die Ergebnisse der Datenanalyse kurz dargestellt, erläutert und diskutiert.

 

Das Prüfungsrevier Neuenhof befindet sich etwa zehn Kilometer westlich von Eisenach im mittleren Werratal, am westlichen Rand des Thüringer Waldes. Es umfasst ca. 400 ha Laubwald und verfügt über gute Bestände an Rot-, Schwarz- und Rehwild. Ausgerichtet war die Jagd hauptsächlich auf Schwarzwild und dauerte 1,5 Stunden. Insgesamt 28 Stände wurden mit jagenden Hundeführern, Richtern, und Jägern besetzt. Nahezu alle Teilnehmer hatten während der Jagd Anblick – sieben Stück Schwarzwild konnten erlegt werde. Die am 04. September 2011 vorherrschenden Witterungsverhältnisse mit Tageshöchsttemperaturen von bis zu 28 °C sind als ungünstig einzustufen.

 

Die in der Tabelle 1 nach Alter sortierten neun Prüfungshunde, fünf Rüden und vier Hündinnen, wurden ausschließlich vom Stand geschnallt.

 

Im Zuge der Vorbereitungen der Bewegungsjagd wurden mit den Revierpächtern die Standorte der Hundeführerstände festgelegt und vor dem Hintergrund des GPS-Datenlogger Einsatzes digitale Erfassungen von Jagdeinrichtungen, Wegen und Besonderheiten im Revierteil vorgenommen. Somit konnte unter anderem gewährleistet werden, dass jedem Prüfungshund die (nach PO vorgeschriebenen) mindestens drei Hektar für die Stöberprüfung zur Verfügung standen. Jeder Hundeführer wurde während der Jagd von einem Richter begleitet. Weitere Jäger und Richter wurden in räumlicher Nähe zu den Hundeführerständen abgesetzt.

 

Name

Rasse

Wurfdatum

Geschlecht

weitere Prüfungen

Arlett vom Horn und Geläut

SwBr

12.02.2006

Hündin

AZP, GP, VswP >20h >40h, LSwP o.RB

Festus von der Schweinegrube

SwBr

11.10.2006

Rüde

AZP, GP, SwN

Cato vom Edelmannsberg

SwBr

20.03.2007

Rüde

Keine

Zoro z Hruna

ADBr

02.07.2007

Rüde

AP

Gota vom Seemühler Forst

SwBr

30.06.2007

Rüde

AZP

Aila vom Hexenkamp

SwBr

11.04.2009

Hündin

AZP

Atyra vom Hexenkamp

SwBr

11.04.2009

Hündin

AZP

Haifa von der Schweinegrube

SwBr

12.06.2009

Hündin

AZP

Hasso von der Schweinegrube

SwBr

12.06.2009

Rüde

AZP

Tab. 1: Prüfungshunde der VStP vom 03. und 04.09.2011

 

Die vereinseigenen GPS-Datenlogger vom Typ Wintec WBT 202 wurden gemäß den Anforderungen konfiguriert (Positionsaufzeichnung im 5-Sekunden-Takt) und an Halsbändern oder in Westen der Hunde befestigt. Im Anschluss der Jagd wurden vor Ort die Positionsdaten aus den Datenloggern ausgelesen und im Geographischen Informationssystem vor der Revierkarte visualisiert. Diese Information stand gut 20 Minuten nach Abschluss der Jagd zur Verfügung und gab erste Eindrücke über den Aktionsraum der Hunde während der Stöberjagd.

In Abbildung 1 sind exemplarisch die Positionsdaten eines Prüfungshundes von Stand 6 und die des benachbarten Hundes von Stand 5 dargestellt. Die quadratischen Symbole entsprechen den Positionen besetzter, die runden Symbole nicht besetzter Stände.

 

Es stellte sich heraus, dass ein GPS-Datenlogger direkt zu Anfang der Jagd keine Daten lieferte. Dieser Datenverlust konnte durch Bereitstellung von Daten aus dem Garmin Astro, mit dem der Hund parallel ausgestattet wurde, geheilt werden. Bei einem weiteren Hund kam es während der Jagdaktion aufgrund schlechten GPS-Empfangs zu Datenverlusten und unpräzisen GPS-Positionen im Umfang von ca. 1/3 der Jagdzeit, so dass diese Daten von weiteren Analysen ausgeschlossen wurden.

 

Nach weiteren Aufbereitungen der Daten konnten u.a. folgende Informationen qualifiziert ausgewertet werden[1]:

a)                  zurückgelegte Gesamtstrecke

b)                  maximale Entfernung zum Stand

c)                   Aktionsraum

d)                  Durchschnittsgeschwindigkeit

 

Abb. 1: Exemplarische Darstellung der Positionsdaten eines Hundes.

 

Die während der Jagd zurückgelegte Strecke der Prüfungshunde variiert mit Werten zwischen 2,2 und 18,6 km, im Mittel 11,0 km, erheblich. Hier sei erwähnt, dass ein hoher Wert auf eine hohe Intensität bei der Bejagung deuten kann. Im Umkehrschluss bedeutet dies nicht, dass ein niedriger Wert mit einer geringen Intensität einhergeht. Gerade in Revieren mit hohem Dickungsanteil konnten in vorangegangen Projekten mehrstündige Jagdaktionen auf engstem Raum aufgezeichnet werden.

 


 

Hund

 

 

Ergebnisse "Stöbern"

VstP

Strecken

Ø-Geschw.

Aktionsraum

max. Entfernung

Ergebnis

in m

in km/h

in ha

in m

in Punkten

5 j., männl.

18.606

12,4

21,2

752

51

2 j., weibl.

15.049

10,0

14,5

646

31

4,5 j., männl.

13.468

9,0

13,0

591

33

5,5 j., weibl.

13.252

8,8

12,4

509

52

2 j., männl.

10.775

7,28

8,0

331

21

4 j., männl.

8.263

5,5

4,9

259

26

2,5 j. weibl.

6.741

4,59

7,3

712

30

2,5 j. weibl.

2.203

1,5

1,5

331

38

4 j. weibl.

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

43

ø     3,11 j.

11.044,66

7,36

10,36

520,33

36,11

 

 

Tab. 2: Ergebnisübersicht der GPS-Daten im Rahmen der VstP vom 04.09.2011

 

Die durchschnittliche Geschwindigkeit der jagenden Hunde über die gesamte Jagdzeit betrug im Mittel 7,4 km/h. Einem fünfjährigen Rüden konnte eine Spitzengeschwindigkeit von 37 km/h im Gelände zugeordnet werden, was mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einer Jagdaktion auf Sicht  zu Stande kam.

Der Aktionsraum eines Stöberhundes kann durch verschiedene Berechnungen ermittelt werden. Hier wird dieser definiert durch die  Fläche, die durch ein 7,5 m Radius (Puffer) um jeden Punkt des Tracks generiert wird (über die gesamte zurückgelegte Strecke eines jeden Hundes). Es wird unterstellt, dass dies der ideele Wirkungskreis des Hundes ist. Analog zu den voran gegangenen Parametern schwanken auch diese Werte individuell sehr stark und betragen zwischen 1,5 und 21,2 ha. Zeitlich entkoppelte Überlappungen kamen in zwei Fällen vor. Setzt man die Summe der Nettofläche des Aktionsraums ins Verhältnis der Gesamtfläche des Revierteils, so wurden ca. 21 % des Reviers durch die Hunde abgedeckt.

Die maximale Entfernung zum Stand des Hundeführers betrug im Mittel 520 m; als Maximalwert an dem Tag wurden 752 m aufgezeichnet. Bei der Planung wurden die Hundeführerstände strategisch so gewählt, dass das Risiko der Überjagung minimiert wurde. Im Ergebnis konnte kein Überjagen festgestellt werden; die grenznächste Jagdaktion wurde mit 88 m gemessen. Nach Jagdende waren acht von neun Hunden am Stand.

Die GPS-Ergebnisse dieser VStP wurden mit Erkenntnissen aus einem wissenschaft-lichen Projekt[2] verglichen, das sich auf über 250 Datensätze von 129 verschiedenen Hunden während praktischer Jagdeinsätze stützt. Dabei fällt auf, dass sämtliche oben dargestellten Werte niedriger ausfallen, als die Durchschnittswerte des Projektes. Die Erklärung hierfür ergeben sich unter anderem aus dem frühen Zeitpunkt der Jagd im Laufe der Jagdsaison, der ein großer Einfluss auf die Aktivität der Hunde hat. Dies wird auf folgende Gründe zurückgeführt:

 

-

fehlende physische Fitness zum Start der Jagdsaison

-

die höheren Temperaturen im verbunden mit einem (durch Belaubung  begründeten) erhöhten Dickungsanteil in Laubholzkulturen mit Begleitvegetation

-

das Selbstbewusstsein des einzelnen Hundes ist zum Saisonstart noch begrenzt bzw. noch nicht entfaltet. Die Erfolgserlebnisse der Hunde bei Hetzen liegen, von einigen Nachsucheneinsätzen abgesehen, bereits neun bis zehn Monate zurück    und entstammen der vorjährigen (Stöber-) Jagdsaison.

-

die Bindung des Hundes zum Hundeführer ist zum Saisonstart sehr hoch. In der jagdfreien Zeit werden die meisten Stöberhunde mit Aufgaben/Beschäftigungen einer Bezugsperson konfrontiert (Prüfungsvorbereitung, Prüfungen, Nachsuchen etc.), die sich positiv auf die Bindung zu dieser auswirken.

 

Auffällig ist, dass das Gesamtergebnis der VStP bei den acht Schwarzwildbracken stark mit dem Alter der Hunde korreliert, d.h. der älteste Hunde hat die meisten, der jüngste Hunde die wenigsten Punkte. Offensichtlich bedürfen die straffen Gehorsamsfächer, die am Vortrag der Stöberprüfung stattfanden, einer Abgeklärtheit und Konstanz in der Ausführung, was bei jungen Hunden noch nicht so gefestigt ist.

GPS-Datenlogger finden im Stöberhundebereich seit Jahren umfangreiche und verschiedene Anwendungen. Großen Nutzen erfahren die Geräte bei denjenigen Hundeführern, die über einen längeren Zeitraum die Tracks ihres Hundes beobachten und somit Arbeitsweise kennen und einzelne Aufzeichnungen interpretieren lernen.

Der Einsatz von GPS Datenloggern auf Stöberprüfungen im Rahmen einer Bewegungsjagd kann wertvolle Zusatzinformationen liefern, erfordert jedoch eine umfangreiche Organisation: Vor dem Prüfungstermin sollten Anzahl, Größe (Halsumfang) etc. der zu prüfende Hunde bekannt sein, das Revier im Hinblick auf etwaige GPS-Empfangslücken und Besonderheiten bereist und eine georeferenzierte Revierkarte mit den vorgesehenen Ständen erstellt werden. An dem Prüfungstag sollten sämtliche Teilnehmer in die Beobachtung einbezogen und mit geeigneten Beobachtungsprotokollen ausgestattet werden. Die Verteilung der Hunde, der Richter und der übrigen Jagdteilnehmer im Revier verlangen sehr gute Revierkenntnisse. Zur zeitnahen Auslesung der Daten ist ein schneller Rücklauf der Geräte zu den Bearbeitern notwendig.

Nach Auslesung der Daten kann in der Regel eine bestimmte Jagdaktion einem Hund eindeutig zugeordnet werden. Weiterhin sind Aussagen zum Orientierungsvermögen der Jagdhunde möglich. Statistische Werte können mit Sichtungen verknüpft werden und somit ein bewertbares Aktivitätsmuster ergeben. Rein spekulativ ist jedoch der Versuch, ohne Sichtbeobachtung einen aufgezeichneten GPS-Track einer Jagdaktion an einer speziellen Wildart zuzuordnen.

Im Ergebnis kann die Technik für die Bewertung eines Hundes am Prüfungstag wertvolle ergänzende Informationen liefern, ersetzt jedoch nicht die Sichtbeobachtung (Interaktion Hund-Wild) durch Richter oder weitere Jagdteilnehmer.

 

Die Autoren bedanken sich bei den Revierpächter und Kopovfreunden Sönke Otto und Manfred Schmid, die vor der Brunft Ihr Revier zur Verfügung gestellt haben und die Vorbereitungen umfänglich unterstützten. Den Hundeführern sei für ihr großes Interesse an der Thematik gedankt.

 

Boris Schnittker, Dr. Dirk Drewes                                                                 

 

Kontakt: schnittker@schwarzwildbracke.de

 

[2] vgl. B. Schnittker (2010); Aktivitätsanalyse von Stöberhunden auf Bewegungsjagden mittels moderner GPS-Technik

 

 

 

Fortbildung der Züchter, Deckrüdenbesitzer und Zuchtwarte

 

Protokoll

 

Die Züchtertagung 2012 fand am Sonntag, den 12. Februar, um 10.00 Uhr im Gasthof zur Linde, Obergasse 3, in 34298 Helsa-Eschenstruth statt.

 

Tagesordnung:

 

Top 1:

Begrüßung der angereisten Züchter, Deckrüdenbesitzer, Vorstandsmitglieder und der Referentin Frau Dr. Eichelberg durch den Vereinsvorsitzenden Herrn Ernst Halberstadt und den HZW Herrn Rolf Strieder

 

Top 2:

Vortrag von Frau Dr. Eichelberg

 

Der Vortrag behandelt die Grundkenntnisse der Genetik sowie Erkenntnisse für eine zeitgemäße Hundezucht.

Der Inhalt des Vortrages wurde mit Hilfe von Folien dargestellt, welche an alle Anwesenden verteilt wurden. Daher fasse ich die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammen:

Hunde haben 39 Chromosomenpaare, immer 50% vom Rüden und 50% von der Hündin, d.h. Mutter und Vater geben genau die gleiche Anzahl an Erbinformationen weiter.

Unter dem Phaenotyp versteht man das äußere Erscheinungsbild des Individuums, der Genotyp beschreibt den Genbestand des Individuums.

Bei allen Zuchtmaßnahmen ist zu bedenken, dass die Anlageträger stets erheblich zahlreicher als die doppelte Anzahl der Merkmalsträger sind. Anlageträger besitzen das rezessive Merkmal heterozygot. Merkmalsträger besitzen das rezessive Merkmal homozygot.

Im Falle von Defekten mit dominantem Erbgang sind Selektionsmaßnahmen einfach und immer erfolgreich. Merkmalsträger werden von der Zucht ausgeschlossen und verborgene Anlageträger gibt es nicht.

Erheblich schwieriger ist es Erfolg versprechende Zuchtmaßnahmen gegen rezessiv vererbte Defekte zu entwickeln.

Wenn es sich um einen monogenen Erbgang handelt, haben wir es in einer solchen Population mit drei verschiedenen Genotypen zu tun, nämlich mit den homozygot gesunden Tieren, den ebenfalls homozygoten Merkmalsträgern und den heterozygoten  Anlagenträgern. Letztere Gruppe bereitet bei eingesetzten Zuchtmaßnahmen das eigentliche Problem. Selbstverständlich sollte sein, Merkmalsträger von jeder weiteren Zuchtverwendung auszuschließen.

Defekte, die polygen vererbt werden, widersetzen sich Selektionsmaßnahmen in aller Regel besonders hartnäckig, weil sich Anlageträger noch erfolgreich verbergen können. Erhalten wir Nachkommen aus der Verpaarung phänotypisch gesunder Eltern- so ist das Signal, diese Eltern sind genotypisch krank.

Selektionsmaßnahmen gegen polygen vererbte Defekte sind oft durch zufriedenstellende Anfangserfolge charakterisiert, die dann aber schnell stagnieren. Wird nun z.B. gegen die HD selektiert, so ist es wahrscheinlich, dass zu Beginn der Zuchtmaßnahme zunächst die Gene gemindert werden, die eine relativ hohe Heritabilität besitzen, also relativ unabhängig von der Umwelt sind, denn sie sprechen auf Selektionsmaßnahmen am schnellsten an. Übrig bleiben schließlich die Faktoren mit einem geringen erblichen Anteil. Je niedriger aber die Heritabilität ist, umso schwieriger wird es, das Merkmal mit züchterischen Maßnahmen zu bekämpfen.

Der Einfluss durch Ernährung und Bewegung bei der Ausprägung der HD ist bewiesen und nicht zu unterschätzen. Aufgrund der Vielfältigkeit lassen sich hierzu jedoch keine Regeln aufstellen.

Gefährlich ist es dagegen, wenn in dieser Situation der Selektionseifer nachlässt, weil sich die allgemeine Meinung durchsetzt, man käme nun ohnehin nicht weiter. Wenn nämlich jetzt die Selektion eingestellt wird, erholt sich der Defekt ganz schnell und belastet die Rasse aufs Neue. Selbst wenn sich kein weiterer Rückgang mehr erreichen lässt, muss weiterhin mit aller Konsequenz  selektiert werden, nur so können die Anfangserfolge erhalten bleiben.

Es ist z.B. völlig unsinnig, von Selektionsmaßnahmen gegen monogen rezessive oder polygen vererbte Defekte deren totale Eliminierung zu erwarten. Das ist ein falscher Anspruch, weil es in beiden Fällen unerkannte Anlageträger gibt, die erfolgreich dafür sorgen, dass das Merkmal nicht aus der Population verschwindet. Dennoch sind Zuchtmaßnahmen, die auf Selektionsmaßnahmen aufbauen, in ihrem Ergebnis hoch effektiv. Wie wäre es wohl um viele Rassen bestellt, wenn nicht seit Jahrzehnten gegen die HD selektiert würde?  

 

In der Regel sind Populationen bei Weitem nicht so klein, wie es mitunter erscheint. Sie sind es nur dann, wenn bei der Zuchtplanung vorwiegend oder ausschließlich so genannte Spitzenhunde berücksichtigt werden. Aus dieser Kenntnis ist deutlich abzuleiten, dass nicht der „Spitzenhund“ der gepriesene Vererber sein muss, sondern dass dessen Wurfgeschwister züchterisch mindestens genauso interessant sind wie er selbst. Würde das tatsächlich vorhandene Zuchtpotenzial einer Rasse wirklich ausgeschöpft, gäbe es kaum hoffnungslos kleine Populationen. Der ausweglose Zustand einer Rasse bricht nicht über Nacht ein, er bahnt sich an. Wer darauf nicht reagiert, handelt verantwortungslos. 

Wir danken an dieser Stelle Frau Dr. Eichelberg für den sehr lehrreichen und anschaulichen Vortrag.

 

 

Top 3.

Rückblick auf das Zuchtjahr 2011

 

Zunächst bedanke ich mich bei allen Züchterinnen/Züchtern für das im zurückliegenden Jahr gezeigte Engagement und die gute und sachliche Zusammenarbeit. Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, gilt es doch, gewisse Regeln und Formen einzuhalten um die Abläufe zielgerichtet, effektiv und nachvollziehbar zu gestalten.

Ich denke, sehr hilfreich ist gerade in diesem Zusammenhang unsere jährliche Züchtertagung, um hier unklare Abläufe und offene Fragen zu klären.

 

Im Jahr 2011 wurden bei 20 Würfen 146 Welpen geboren. 135 Welpen konnten an neue Hundebesitzer vergeben werden. 11 Welpen sind leider verstorben oder tot geboren - bleiben im Schnitt 6,8 Welpen pro Wurf.

Rufen wir uns das Jahr 2010 ins Gedächtnis: hier waren es 6,2 Welpen, jedoch noch 193 Welpen.

 

Neu zur Zucht zugelassen wurden im Jahr 2011

5 Hündinnen

6 Rüden

In Summe 11 Hunde

Die HD Werte dieser Hunde waren  A   =    1 X

                                                               B  =     7 X

                                                               C  =     3 X

 

HD-Auswertungen des Jahres 2011:

 

Ausgewertet wurden nur 43 Hunde. Das ist sehr wenig und macht es schwer oder fast unmöglich, irgendwelche Auswertungen vorzunehmen. Da wir dies auch in den letzten Jahren intensiver durchgesprochen haben, verzichten wir auch heute auf weitere Details.
Zur allgemeinen Info:

Stufe  A=  7 Hunde

Stufe  B= 20 Hunde

Stufe C1= 14  Hunde

Stufe C2=  2 Hunde

 

Auffällig ist eine Zunahme der Auswertungen mit HD- Stufe C1 + C2 auf nunmehr 16 Hunde.

Drängen Sie auf die HD-Auswertungen Ihrer Junghunde. Wir brauchen diese Daten um die Zuchtstrategie und letzten Endes den Erhalt der Rasse zu sichern.

 

Wir kommen nun zu der Fragestellung, welche zuchtbedeutsamen Krankheiten im letzten oder teilweise auch in den Jahren davor aufgetreten sind:

Derzeit liegen mir hierzu keine neuen Informationen oder Meldungen vor.

  

Ausstellungen 2011

 

Wir hatten in 2011, wie bereits in den Jahren zuvor, 2 Spezialzuchtschauen, einmal in Kyritz am 29.Mai, mit 37 gemeldeten Hunden und zur Jahreshauptversammlung am 3. September 2011 auf dem Kissel mit 34 gemeldeten Hunden.

Das ist eine sehr erfreuliche Zunahme und es können nun auch schon vorsichtige Rückschlüsse gezogen werden.

Von den gemeldeten Hunden wurden 69 Hunde vorgestellt. 40 der vorgestellten Hunde wurden mit „vorzüglich“ oder „sehr gut“ bewertet.

Die Spezialzuchtschauen sind das offensichtliche Abbild der gezüchteten Hunde, deshalb ist es eben wichtig, dass sie vorgestellt werden. Hier können Schlussfolgerungen über Form und Größe der gesichteten Junghunde für weitere Zuchtstrategien getroffen werden. Ebenso kann hier das Verhalten unter Stressbedingungen beobachtet werden. Wir brauchen diese wichtigen Informationen, denn nur dann werden wir letztlich in der Zucht Fortschritte erzielen können.

Auf die Junghunde kommt es an. Sie sind das Potenzial, das wir brauchen und das auch interessierte Welpenkäufer sehen wollen.

Ich möchte mich bedanken, dass Sie ihre Welpenkäufer ermuntert haben, unsere Ausstellungen zu besuchen und wir so die schönen Erfolge der letzten beiden Jahre sehen konnten.

Mein Aufruf an alle Züchterinnen und Züchter, lassen Sie bitte nicht nach - Ihre Welpenkäufer zu animieren neben den Prüfungen auch die Ausstellungen mit ihren Junghunden zu besuchen.

 

Top 4.

Ausblick für die Zucht in 2012

 

Eine Hunderasse und ein Verein lebt von der Leistungszucht!

Aktueller Stand der Zuchthunde:

 

01.01.2010

=

54 Zuchthündinnen und 49 Deckrüden 

46 Anpaarungen geplant, nur 31 Würfe haben tatsächlich stattgefunden.

Ursache: Etliche Hündinnen sind leer geblieben (5) oder wurden nicht zu passenden Zeitpunkten heiß etc.

01.01.2011

=

46 Zuchthündinnen und 49 Deckrüden   

36 Anpaarungen geplant, nur 20 Würfe sind gefallen.

01.01.2012 

=

44 Zuchthündinnen und 48 Deckrüden 

nur 28 Anpaarungen geplant.

Im Vergleich zum Vorjahr sind somit 2 Hündinnen weniger in der Zucht. Neben dem altersbedingten Ausscheiden, fielen durch Kaiserschnitt und Jagdunfälle leider vorzeitig Hündinnen aus der Zucht. Die Zahl der Zuchtrüden konnte relativ konstant gehalten werden.

 

Letztlich haben nur etwa 1-3 Welpen von vielen Anpaarungen das Potenzial auch in die Zucht zu kommen. Werden diese Chancen nicht genutzt, gehen uns wieder wertvolle genetische Ressourcen verloren und die Zuchtbasis wird immer weiter eingeschränkt.

 

Um ein ausreichend großes Potenzial an geeigneten Zuchthündinnen zu haben, wird es langfristig erforderlich sein, mindestens 8-10 Hündinnen pro Jahr neu in die Zucht zu nehmen, um einen Pool von nur 50 Hündinnen zu halten, das kann Schwankungen unterliegen, siehe hierzu die Welpenstatistiken.

Führen wir uns bitte vor Augen, dass der Welpenbedarf derzeit bei ca. 200 Welpen pro Jahr liegt. Sofern wir diesen nicht abdecken können, werden verstärkt Hunde aus dem Ausland eingeführt oder die Interessenten bedienen sich aus den unkontrollierten Schwarzzuchten.

 

Die Leistungsprüfungen der kommenden Monate lassen eine erfreulich hohe Teilnahme an Junghunden erwarten. Nach wie vor sind Sie als Züchter gefordert darauf zu drängen, dass ihre Junghunde auch teilnehmen, nur so können wir wieder geeignete Junghunde für eine weitere Zuchtverwendung finden.

Trotz schöner Erfolge dürfen wir uns nicht täuschen lassen, dass unsere Zucht sich derzeit an einem Wendepunkt befindet und die Anzahl der Zuchthunde im Moment in Deutschland rückläufig ist.

Dem müssen wir begegnen, das kann aber nur gelingen, wenn viel gezüchtet wird und viele Hunde an der Zucht teilnehmen. Um den Genpool zu erweitern und groß zu halten, sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen auch bisher wenig eingesetzte Hunde zu aktivieren.

 

Wie wichtig die vorab getroffene Aussage ist, belegt beigefügte Auswertung.

Hier wird dargestellt, wie viele Hunde nach der alten PO und wie viele Hunde nach der neuen PO die derzeitige Anlagenkennziffer für eine Zuchtzulassung erreicht hätten.

Die größten Einbrüche sind bei der Feststellung des Spurlautes auf der Hasenspur zu verzeichnen.

Der Vorstand hat die derzeitige Situation erkannt und die entsprechenden Gremien sind damit beschäftigt Lösungsansätze zu finden und eine Überarbeitung der PO anzugehen.

 

Übersicht + Ergebnis

 

1.  Zusammenfassung tabellarisch

 

 

 

alte PO

neue PO

Hunde

Anzahl

507

106

AKZ ≥ 119

Anzahl

209

22

AKZ ≥ 119

in %

41,22

20,75

 

 

2.  Zusammenfassung grafisch

 

 

  

3. Ergebnis

 

Nach Anwendung der neuen PO erreichen nur noch halb so viele Hunde wie vorher die AKZ 119

 

4. Beispiel

 

allein durch das Streichen des Prüfungsfach "Fährtenlaut" wären folgende Hunde nicht an der Zucht beteiligt:

 

Armin Bozi Stolec

Räuber vom Fieting

Draco von Rottmünde

Arres von der Donnerfichte

Gunda von der Schweinegrube

Branka vom Inselbergblick

 

Top 5.

Allgemeine, die Zucht betreffende Fragen

 

Der Vorstand ist sehr an der Ausbildung weiterer Zuchtrichter interessiert, im Folgenden werden die Voraussetzungen sowie der Werdegang zum Spezialzuchtrichter noch einmal kurz dargestellt.

 

Voraussetzungen

Man muss:

·   mindestens 5 Jahre Züchter mit einem beim VDH registrierten Zwinger sein

·   mindestens drei Würfe der Rasse gezüchtet haben

·   mehrmals Hunde bei Ausstellungen vorgeführt haben

·   mindestens 21 Jahre alt sein

·   seit mindestens 5 Jahren Mitglied im SBV sein

·   wenigstens 5 mal Ringsekretär, Ringordner, Sonder- oder Ausstellungsleiter

    gewesen sein

·   mindestens 2 mal an Sonderleiterschulungen teilgenommen haben.

Kynologisch sinnvolle Ausnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten kann der SBV im Einzelfall zulassen.

 

Bewerbung

·   über den HZW an den VDH-Mitgliedsverein- Schwarzwildbrackenverein

·   Annahme oder Ablehnung als Bewerber durch den gesch. Vorstand des SBV

·   Ein Anspruch auf Annahme als Bewerber besteht nicht

·   Der SBV kann Spezial-Zuchtrichter anderer VDH-Mitgliedsvereine, die als solche

    mindestens dreimal tätig waren, zu Anwärtern ernennen (verkürztes Verfahren)

 

Vorprüfung

·   Nach  erfolgreicher Annahme durch den SBV – Weiterleitung an den VDH

·   Teilnahme „Grundkurs für Zuchtrichter- und Zuchtwartanwärter, Zuchtrichter und

    Zuchtwarte des VDH“

·   Schriftliche Vorprüfung durch VDH- Prüfungskommission

·   Nach erfolgreicher Vorprüfung – Ernennung zum Spezialzuchtrichteranwärter

    durch SBV

 

Tätigkeit als Spezial-Zuchtrichteranwärter

·   Ableistung von mindestens 6 Anwartschaften

·   Bei mindestens 3 verschiedenen beim VDH in der Richterliste eingetragenen

    Lehrrichtern

·   Derzeit sind mindestens 30 Hunde durch den Anwärter zu beurteilen, über 200

    Welpen/ Zuchtverein wären dies 50 Hunde

·   Die Anwartschaften sind innerhalb von 2 Jahren, nach der Bestätigung zum

    Spezial- Zuchtrichteranwärter, abzuleisten

·   Das VDH- Heft „Nachweis der Zuchtrichteranwartschaften“ ist durch den Anwärter

    zu führen, welches er bei Ernennung erhält

  

Prüfung

·   Theoretische/schriftliche und praktische/mündliche Prüfung gem. dem jeweils

    geltenden VDH-Grundschema durch die VDH- Prüfungskommission

·   Wiederholung der schriftlichen Prüfung nur einmal nach 6-12 Monaten möglich.

·   Wiederholung der praktischen Prüfung nur einmal nach 3-12 Monaten möglich, die

    Ableistung weiterer Anwartschaften kann durch PK vorgegeben werden.

 

Danach erfolgt die Eintragung in die VDH- Zuchtrichterliste und Aushändigung des VDH- Zuchtrichterausweises.

Ich hoffe, Sie haben sich nicht abschrecken lassen, haben immer noch großes Interesse und bringen etwas Zeit mit.

Wenn dem so ist, senden Sie bitte ihre Bewerbung an mich.

 

Rolf Strieder

 

 

 

Zuchtplan 2012

 

Alle Züchter, die über eine zur Zucht zugelassene Hündin verfügen, haben die Möglichkeit mit der auf Seite 77 des Mitteilungsblattes 2/2011 eingestellten Planungskarte ihre Wünsche für das Zuchtjahr 2012 zu dokumentieren.

 

Die Planungskarte bitte austrennen, vollständig ausfüllen und auf dem Postweg (bitte keine E-Mail) bis zum 20.Dezember 2011 an den HZW Rolf Strieder versenden.

 

Wie in den Jahren zuvor erhalten Sie danach weitere Nachricht.

 

 

Liebe Mitglieder,

 

ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu und hat uns vieles abverlangt. Sei es bei der Ausbildung unserer jungen Hunde, der Stress bei den anschließenden

Prüfungen und die nötige Kondition beim abschließenden Umtrunk. Den Hundeführern, die die Prüfungen erfolgreich abgeschlossen haben, möchte ich an dieser Stelle herzlich gratulieren und sie ermuntern, mit ihren Hunden weiterzuarbeiten um ggfls. weitere Prüfungen abzulegen. Die Hundeführer, deren Schützlinge noch keine ausreichende Arbeit gezeigt haben, möchte ich ermutigen, in der Arbeit mit ihren jungen Hunden nicht nachzulassen und angebotene Führerlehrgänge zu nutzen, um die angestrebte Prüfung erfolgreich zu absolvieren. An dieser Stelle danke ich den Richtern, Helfern und Revierinhabern für ihr selbstloses Engagement und hoffe weiterhin auf ihre aktive Unterstützung.

 

Die Generalversammlung, verbunden mit der 1. Verbandsstöberprüfung und der Zuchtschau unseres Vereines am 1. Septemberwochenende fand wie im vergangenen Jahr auf dem Kissel bzw. in Bad Liebenstein und den Revieren in Neuenhof und Kupfersuhl statt. An dieser Stelle ein besonderer Dank an den Vorstand der RGM um Dr. Gerd Gunstheimer, den Revierinhabern Manfred Schmid und Peter Knüpfer sowie der Zuchtschauleitung, den fleißigen Schreibkräften und unseren Zuchtrichtern Andreas Markwart, Falkhard Dau und Rolf Strieder. An dieser Stelle bitte ich um Nachsicht für die zeitlichen Verzögerungen durch die Zuchtschau. Wir werden das im nächsten Jahr besser machen.

 

Die Generalversammlung mit den Vorstandswahlen hat uns nicht nur neue Gesichter im Vorstand beschert, sondern auch die Pflicht auferlegt, in Zukunft mehr mit unseren Mitgliedern zu kommunizieren, um in einem ehrlichen und offenen Dialog Meinungen zu erfahren und in Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen.

 

Verabschieden möchte ich an dieser Stelle aus dem Vorstand unseren bisherigen Vorsitzenden Volker Göbel und den Leiter der Geschäftsstelle Ralf Kremeike.

Ich danke ihnen beiden für ihre erfolgreiche, selbstlose und bemerkenswerte Arbeit in einer freundschaftlichen Atmosphäre.

 

Als neue Mitglieder im Vorstand begrüße ich als Schatzmeister Frau Ute Ruppert aus Weißwasser und als Leiter der Geschäftstelle Herrn Boris Schnittger aus Münster. Ich danke ihnen und den wiedergewählten Vorstandskollegen für ihre Bereitschaft, sich in der Vorstandsarbeit zu engagieren. Wir werden gemeinsam erfolgreich die Zukunft des uns anvertrauten Vereines gestalten.

  

Herbst. Damit beginnt die hohe Zeit für unsere vierbeinigen Helfer. Es wird sich zeigen, ob unsere Vorbereitung gut genug war, unseren Hunden das Können und den Willen abzuverlangen, erfolgreich zu jagen und am Ende eines Jagdtages unversehrt mit uns heimkehren zu können.

 

Allen Brackenfreunden wünsche ich erfolgreiche Jagdtage, eine ruhige und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit, gesegnete Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein neues, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.

 

Mit den besten Grüßen und Brackenheil

 

 

  Ernst Halberstadt

 

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

ein ereignisreiches SBV Wochenende in Bad Liebenstein und auf dem Kissel ist vorübergegangen. Wunderbares Spätsommerwetter, eine aufschlussreiche Verbandsstöberprüfung, eine mit 34 Hunden sehr gut besetzte Zuchtschau, eine an sich ruhige Mitgliederversammlung, die leider mit einem faden Beigeschmack endete und  situationsbedingt ein eher verhaltener „Grüner Abend“ sind vorbei.

 

Aber der Reihe nach soll berichtet werden.

 

Die 1. Verbandsstöberprüfung stellte nicht nur an das Organisationsteam um Hubertus Heine, Peter Knüpfer, Manfred Schmid und all die fleißigen Helfer, sondern auch an die 9 Gespanne, die zur Prüfung gemeldet hatten, hohe Anforderungen. Mit Wolfgang Beitsch aus 15890 Siedichum mit seiner Hündin „Arlett vom Horn und Geläut“ fand die Prüfung einen würdigen Sieger. An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Glückwunsch an den Gewinner und ein ganz besonderen Dank an den Prüfungsleiter, seine fleißigen Helfer und

die Revierinhaber für die Bereitstellung der Reviere.

 

Die Zuchtrichter bei der Arbeit

Ehrungen für Volker Göbel und Peter Knüpfer

 

Die Zuchtschau durch die Zuchtrichter Andreas Markwart, Falkhard Dau und Rolf Strieder zeigte einen guten Überblick über den derzeitigen Stand des

Rassestandards. 34 Slovensky Kopov`s wurden in allen Klassen vorgestellt und mit zum Teil hervorragenden  Formwerten klassifiziert. Auch hier unser aller Dank

an die Zuchtrichter, die fleißig schreibenden Helferinnen und Zuchtschauleiter Gerd Gunstheimer. Strahlender Sonnenschein auf dem Kissel und ein zahlreiches Publikum sorgten für das richtige Ambiente.

 

Mit Verspätung wurde die Generalversammlung nach 18 Uhr eröffnet und nahm bis zum Tagesordnungspunkt Vorstandswahlen einen ruhigen und harmonischen Verlauf. Bei den Vorstandswahlen wurde Ernst Halberstadt für Volker Göbel, der sein Amt nach 12 Jahren aus privaten Gründen zur Verfügung stellte, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die weiteren Vorstandswahlen ergaben bis auf 2 Positionen keine Änderung. Alle Amtsinhaber wurden wiedergewählt. Zum neuen Schatzmeister wurde Frau Ute Ruppert aus Weißwasser, Beamtin in der Forstverwaltung, gewählt. Zum neuen Geschäftsführer wurde Boris Schnittger aus Münster Vorhelm gewählt.

 

An dieser Stelle noch mal ein aufrichtiger Dank an die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Volker Göbel und Ralf Kremeike.

 

Als Dank und zum Andenken an die Zeit als Vorstandsvorsitzender des SBV überreichen Ernst Halberstadt und Rolf Strieder ein Gemälde an Volker Göbel

Bei herrlichem Wetter ließ es sich auf dem Kissel gut warten

 

 

Mit Ehrungen für Volker Göbel und Peter Knüpfer (Verdienstnadel JGHV und VDH) und einem detaillierten Vortrag von Hubertus Heine zum Prüfungswesen wurde die

Versammlung kurz vor 21 Uhr geschlossen. Die ganzen Vorgänge bei der Wahl sorgten beim „Grünen Abend“ doch für einige Missstimmung, so dass dieser Höhepunkt  eher verhalten aber dennoch spät zu Ende ging.

 

In den nächsten Tagen stehen die Herbstprüfungen mit der AZP und GP in allen Regionalgruppen an. Gespannt warten die Hundeführer(innen) auf die Arbeit ihrer Schützlinge. Ich drücke allen Gespannen die Daumen und wünsche viel Erfolg. Den Richtern Prüfungsleitern wünsche ich das richtige Augenmaß die Arbeiten gerecht zu bewerten, die Hundeführer mitzunehmen um die gezeigten Leistungen zu erläutern und die Ergebnisse zu begründen. Diejenigen, bei denen die gezeigten Leistungen ihrer Hunde nicht ausreichend waren, möchte ich ermutigen, weiter mit ihren Hunden zu arbeiten, um das Leistungsvermögen zu steigern, zu festigen und falls möglich, die Prüfung im Frühjahr erneut anzugehen.  

 

In wenigen Wochen ( mit Ausnahme der schon jetzt stattfindenden Maisjagden) beginnt die hohe Zeit der Drückjagden. Eine große Herausforderung an Hund und Führer. Es wird sich dann zeigen, ob die physische und psychische Vorbereitung ausreichend war, um den auftretenden Gefahren zu trotzen. Ich wünsche allen Hundeführern neben dem jagdlichen Erfolg vor allen Dingen das Glück, ihre vierbeinigen Helfer gesund und unverletzt nach jedem jagdlichen Einsatz wieder mit nach Haus nehmen zu können.

 

 

 

Brackenheil

 

 

 

 

1. Verbandsstöberprüfung des SBV

 

Auf Grund dauerhaft geringer Teilnehmerzahlen an der jährlich zum Gedenken an unseren ersten Hauptzuchtwart Rüdiger Melchior durchgeführten Verbandsschweißprüfung, hatten wir uns bekannter Weise entschlossen in diesem Jahr und dem jagdlichen Haupteinsatzgebiet unserer Rasse angepasst, eine Verbandsstöberprüfung durchzuführen.

Der Entschluss, das Fach Stöbern im Rahmen einer Jagd zu prüfen, trug sicher dazu bei den einen oder anderen Hundeführer dafür zu interessieren, was sich bereits im Vorfeld durch die Zahl der eingegangenen Nennungen bestätigen sollte.

 

Auch wenn bis zum Prüfungsbeginn von den ursprünglich 12 gemeldeten  Gespannen noch 4 ihre Nennung zurückzogen, was wohl hauptsächlich an den recht eindeutigen Prüfungsvorgaben im Fach Gehorsam lag, so stellten sich am 09. September doch immerhin acht Kopov’s und eine Alpenländische Dachsbracke dem Richterkollektiv zur Prüfung. 

Nach Eröffnung der Prüfung, Sichtung der Unterlagen, Einteilung der Prüfungsgruppen und der Richterbesprechung begaben sich die Hundeführer und Richter zur Prüfung der Schussfestigkeit und des allgemeinen Gehorsams in das Prüfungsrevier.

 

Als richtig und notwendig erwies sich unsere Entscheidung die Schussfestigkeit und den Gehorsam der Hunde bereits am Freitag zu prüfen. Auch wenn dies, wie erwartet, für 4 Gespanne eine bei dieser Prüfung nicht zu überwindende Hürde darstellte. Ein Kopovrüde scheiterte sowohl am Verhalten auf dem Stand als auch beim Ablegen. Die beiden anderen Kopov´s und die Alpenländische Dachbracke waren den Anforderungen bei der Prüfung des Ablegens nicht gewachsen.

Am 04.09.2011 wurde die Prüfung fortgesetzt. Unabhängig von den Vortagsergebnissen erschienen alle gemeldeten Gespanne und stellten sich der weiteren Prüfung!

 

Wie bereits erwähnt wurde das Fach Stöbern im Rahmen einer kleinen Jagd geprüft. Die Hundeführer wurden für die Dauer der Jagd von einem Richter auf den Stand begleitet. Zur Beobachtung der Prüfungshunde während der Jagd wurden weitere Richter, die Mitglied im SBV sind, eingesetzt.

Zur eindeutigen Unterscheidung im Fach Stöbern, bekamen die Hunden Signalwesten auf denen die jeweilige Startnummer aufgedruckt war angelegt. Allerdings ließ die Stabilität des Materials zu wünschen übrig.

Die Signalwesten erfüllten lediglich optisch ihren Zweck, hinsichtlich der notwendigen Stabilität erwiesen sich die Westen den Anforderungen nicht gewachsen. Ihr zukünftiger Einsatzbereich wird wohl eher bei der Prüfung der Spurarbeit auf der freien Fläche liegen.

Für die Dauer der Jagd bekam jeder zu prüfende Hund ein Halsband mit einem GPS-Datenlogger angelegt. Der Verlauf der Jagdaktivitäten und –aktionen jedes Hundes konnte so unabhängig von den Beobachtungen der Richter aufgezeichnet werden.

 

An dieser Stelle sei insbesondere dem Kopovfreund  Dr. Dirk Drewes für seine umfangreiche vorbereitende Arbeit bei der Erstellung einer digitalisierten Karte des Jagdgebietes, des Datenloggereinsatzes und der Auswertung der Aufzeichnungen mit einem kräftigen Brackenheil gedankt.

Es wurden hier Möglichkeiten aufgezeigt, die auch bei zukünftigen Prüfungen eine Rolle spielen werden! 

 

Arlett von Horn und Geläut mit Kopovfreund Wolfgang Beitsch

Mit Beginn der Jagd um 9.45 Uhr wurden alle Prüfungshunde vom Stand aus geschnallt und sollten selbstständig jagen. Während dieser Zeit konnten von den Richtern die Jagdaktionen der Hunde beobachtet und aufgezeichnet werden. Um 11.45 Uhr war „Hahn in Ruh“.

An der Jagdhütte im Revier wurden die Beobachtungen der Richter ausgewertet. Aus diesen und den Aufzeichnungen der Datenlogger, konnte die Leistung aller 9 Hunde im Fach Stöbern konkret bewertet werden.

Jeder der geprüften Hunde hatte während der Jagd selbstständig Wild gefunden (Rot-; Reh-; Schwarzwild und Fuchs) und dieses laut gejagt!

Dass ein Teil der Hunde in Folge der relativ warmen Witterung und des zeitigen Termins noch nicht den vollen Jagdeinsatz zeigte ist verständlich. Bei der Jagd kamen 7 Stück Schwarzwild und ein Stück Rehwild zur Strecke. Alle Hunde bestanden die anschließend durchgeführte Anschneideprüfung.

Die abschließende Richterbesprechung fand um 14.15 Uhr im „Schlosshotel Altenstein“ statt. Auch wenn sich bei der Auswertung der Prüfung die eine oder andere Schwachstelle offenbarte, so konnte im Ergebnis doch festgestellt werden, dass diese Prüfung eine sinnvolle und dem Haupteinsatzbereich unserer Rasse nahe kommende Veranstaltung darstellte.

Die Verbandsstöberprüfung fand mit der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse, der Ehrung des Prüfungssiegers und der Übergabe der Prüfungsurkunden im Rahmen des „Grünen Abends“ nach der Mitgliederversammlung des Schwarzwildbrackenvereins einen würdigen Abschluss.

 

Zum Abschluss sein noch einmal allen Beteiligten die zum Gelingen der ersten Verbandsstöberprüfung des SBV beigetragen haben gedankt!

 

 

Ergebnisübersicht unserer Verbandstöberprüfung 2011:

 

Rasse

Name

Punkte

nicht bestandene Prüfungsfächer

Hundeführer

SwBr

Arlett von Horn und Geläut

52

 

Wolfgang Beitsch

SwBr

Festus von der Schweinegrube

51

 

Boris Schnittker

SwBr

Gota vom Seemühler Forst

43

 

Volker Pöhl

SwBr

Aila vom Hexenkamp

38

Gehorsam

Jörg Mast

SwBr

Cato vom Edelmannsberg

33

 

Friedrich-W. Dressler

SwBr

Haifa von der Schweinegrube

31

 

Petra Gnannt

SwBr

Atyra vom Hexenkamp

30

Gehorsam

Wolfgang Winkler

ADBr

Zoro z Hruna

26

Gehorsam

Torsten Michel

SwBr

Hasso von der Schweinegrube

21

Gehorsam

Klaus Görtler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Brackenheil!

 

Hubertus Heine

 

 

Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine

  

Wir gratulieren

 

„Ambra vom Muckenherd“ mit dem Führer  Fabian Menzel

 

zum hervorragenden Ergebnis bei der 7. Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine 2011,  die wie jedes Jahr im Spessart stattgefunden hat. Das Gespann zeigte eine sehr gute Fährtenarbeit, die mit einem FS I bewertet wurde. Wir gratulieren dem Gespann, welches unseren Verein hervorragend repräsentiert und gezeigt hat, dass  Schwarzwildbracken sehr gute Riemenarbeit leisten können. Wir hoffen, dass sich auch im nächsten Jahr (Ende Juni 2012) wieder Hundeführer bereit erklären, unseren Verein bei der Prüfung zu vertreten.

 

Gerlinde Skrzypek

 

 

Hier nun der Bericht über die 7. Verbandsfährtenschuhprüfung mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt vom Klub Tiroler Bracke Deutschland e.V./ Frau Monika Dommerque.

 

 

7. Verbandsfährtenschuhprüfung der Brackenzuchtvereine am 25.06.2011 im Spessart

 

In diesem  Jahr wurde obige Prüfung turnusmäßig organisiert und geleitet vom Klub Tirolerbracke Deutschland e.V.

Zu Beginn der Prüfung begrüßte unser Vorsitzende Manfred Parr die elf Gespanne, die Schweißrichter  der einzelnen Vereine, die Vertreter des JGHV, die Herren Ulrich Augstein (Prüfungsobmann) und Reiner Teschner (Beisitzer des Vorstandes) und die Gäste. Als Richter hatte jedes Mitglied im BZV die notwendigen Personen genannt.

 

Die  Prüfungsleitung lag bei  Hans Dommerque.

 

Die elf Gespanne vertraten alle beteiligten Zuchtvereine mit Ausnahme der Jagd-Beagle.Ein Gespann  versuchte sich auf der 40 Std.-Fährte, zehn Gespanne waren für die 20 Std.-Fährte gemeldet. Das Treten der Fährten erfolgte bei feuchtem, leicht regnerischem Wetter. Am Prüfungstag war es ebenfalls kühl, regnerisch und windstill, also ein gutes Prüfungswetter. Die Fährten wurden ausgelost und den einzelnen Richtergruppen zugeordnet.

Zu erwähnen ist noch, dass am Vorabend ein gemütliches Beisammensein  aller interessierten Hundeleute stattgefunden hatte, verbunden mit einem Vortrag von unserem österreichischen Brackenfreund Gerd Dobrovolny über „ Die Bracken in Europa – ihre Herkunft und Zukunft“.

Nach den Jagdsignalen „Begrüßung“ und „Aufbruch zur  Jagd“, geblasen von Mitgliedern der Vereine auf dem Sauerländer Halbmond, brachen die Gespanne mit Richtern und Gästen in die Reviere auf.

Am frühen Nachmittag kehrten die Gruppen zum Suchenlokal zurück.

 

Sechs von elf Hunden hatten die Prüfung, alle auf der 20Std.-Fährte, mit  Erfolg abgelegt.  Vier Hunde erhielten den I. Preis, und zwar

 

Asta vom Bebrowbach                      Brandlbracke                       Marco Weirauch                 FS I/

Cora vom Sonnenstein                     Dachsbracke                       Ingolf Krug                           FS I/

Ambra vom Muckenherd                  Kopov Bracke                      Fabian Menzel                    FS I/

Hennes vom Schweißkopf               Tiroler Bracke                      Daniel Marburger               FS I/

 

Zwei Hunde erhielten den II. Preis, und zwar

Augustin vom Plauelrain               Tiroler Bracke                         Alfred Einhaus                     FS II/

Bautz von der Pferdehut               Tiroler Bracke                         Bernd Engelhardt                FS II/

 

Suchensieger wurde „ Asta vom Bebrowbach“

 

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen 2012 unter der Obhut des Klubs „Jagd-Beagle“.

 

Monika Dommerque

 

 

 

 

 

 

 

 

Einladung

 

Anlässlich des 20jährigen Bestehens unseres Vereins, der Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung und der Jahreshauptversammlung 2011 lädt der Schwarzwildbrackenverein alle  Mitglieder und Freunde des Schwarzwildbrackenvereins mit ihren Partnern zum SBV-Wochenende nach Bad Liebenstein ein.

 

Wir würden uns freuen, Sie zu den am 03. September 2011 stattfindenden Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

 

Die Mitgliederversammlung findet am 03.September 2011 um 16:00 Uhr im Waldhotel „Am Schlosspark“ statt:

 

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

1.       Begrüßung, Grußworte

2.       Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3.       Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4.       Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5.       Anträge an die Mitgliederversammlung

6.       Neuwahlen des Vorstandes

7.       Verschiedenes

 

Ihre Übernachtungswünsche richten Sie sich bitte an das:

 

Waldhotel "Am Schlosspark"
Altenstein 7
36448 Bad Liebenstein
Tel.: 036961 / 3 15 97
Fax: 036961 / 7 25 11
E-Mail:service@waldhotel-altenstein.de

Hotelmanager: Herr Gottwald

 

Informationen zu Anfahrt und Veranstaltungsort erhalten Sie unter www.waldhotel-altenstein.de.

 

Hier die Veranstaltungen dieses Wochenendes im Überblick:

 

03. Sept., 8.00 Uhr

Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung (Stöberprüfung )

 

Neuenhof

03. Sept., 13.00Uhr

 

Spezialzuchtschau

 

Forsthaus Kissel

03. Sept., 14.30 Uhr

Zuchtzulassung, Zuchtkommission

 

Forsthaus Kissel

03. Sept., 16.00Uhr

 

Mitgliederversammlung

 

Waldhotel „Am Schlosspark“

03. Sept., 19.00Uhr

Grüner Abend, Essen gegen 20.00 Uhr

 

Waldhotel „Am Schlosspark“

 

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

der Schwarzwildbrackenverein wurde nach der Wende im Jahr 1991 auf dem Kissel in Thüringen gegründet. Wenn auch reguläre Jubiläen eigentlich erst mit 25 Jahren beginnen, so können wir doch in diesem Jahr auf 20 Jahre bewegte  Vereinsgeschichte blicken und wollen diesen Anlass in einem würdigen Rahmen in Bad Liebenstein und auf dem Kissel  begehen.    

 

Die zurückliegenden Jahre waren vor allem durch aufwendige Bestrebungen zur Erlangung der Mitgliedschaften in JGHV und VdH geprägt,  dabei wurde die Ausbildung und Prüfung unserer Hunde an lebendem Wild im Schwarzwildgatter oft kritisch hinterfragt und bewertet. Unstrittig war stets aber in allen kynologischen Gremien und Verbänden die Erkenntnis, dass bei den vorhandenen hohen Schwarzwildpopulationen eine sach- und tierschutzgerechte Einarbeitung der für die Schwarzwildjagd erforderlichen Hunde erfolgen muss. In Brandenburg besteht seit langem die Möglichkeit, in mehreren Schwarzwildgattern Jagdhunde unter praxisnahen Bedingungen am Schwarzwild auszubilden. Hier hat sich dank der Arbeit der Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter unter Federführung von Prof. Wunderlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass bei Beachtung der „gemeinsamen Standpunkte“, der verbindlichen Gatterordnung und der sachgemäßen Durch-führung der  Arbeit keine tierschutzrechtliche Relevanz besteht und diese Arbeit aus ethischen Gesichtspunkten unbedenklich ist. Bestätigt wurden diese positiven Umstände durch eine in 2007 von der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführte Untersuchung im Hinblick darauf, ob die Arbeit im Schwarzwildgatter tierschutzgerecht ist. Das Ergebnis war eindeutig: Kein Stress bei Sau und Hund im Schwarzwildgatter!    

Bezüglich der Beanspruchung unserer Hunde im Gatter und der richtigen Arbeitsweise lässt die Auswertung der Gatterarbeit 2010 im Gatter Karthan /Perleberg  in diesem Heft  sinnvolle Rückschlüsse zu, manchmal ist schnell des Guten zu viel  getan.

Dennoch lässt der Ausblick hinsichtlich der weiteren Entwicklung  der Schwarzwildgatter  Optimismus aufkommen, voraussichtlich wird es Ende dieses Jahres bundesweit etwa 16 Schwarzwildgatter geben. Obwohl der Schwerpunkt der Gatter weiterhin in den neuen Bundesländern liegen wird, sind die Planungen für neue Gatter in Nordrhein-Westfalen, Rheinland Pfalz und Schleswig–Holstein bereits weit gediehen. Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, dass der JGHV bis heute noch keine verbindliche Aussage zum Thema Schwarzwildgatter getroffen hat, hier könnte man gemeinsam schneller vorankommen. 

 

Neben diesem Schwerpunkt bei der Ausbildung unserer Hunde gibt auch  die rückläufige Teilnahme bei Prüfungen und Ausstellungen Anlass zur Sorge. Um einer schwindenden Zuchtpopulation entgegenzuwirken und um die Nachfrage nach unseren Hunden einigermaßen befriedigen zu können, ist im Hinblick auf die Verbreiterung unserer Zuchtbasis eine Sichtung möglichst vieler Junghunde auf diesen Veranstaltungen erforderlich.

 

Nur so werden wir auf Dauer dem von unserem Hauptzuchtwart Rolf Strieder formuliertem Leitsatz unserer Zuchtbestrebungen  „Mit vielen Hunden - wenig züchten„ gerecht werden können.      

 

Da die Nennungen für unsere  Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung  in Form einer Schweißprüfung in den letzten Jahren rückläufig waren, wird diese Prüfung in diesem Jahr alternativ erstmals als Stöberprüfung auf Grundlage der Verbandsstöber-prüfungsordnung des JGHV durchgeführt. Damit wollen wir unsere Hunde in den Bereichen prüfen, wo sie ja auch zum überwiegenden Teil eingesetzt werden und hoffen auf eine Belebung des Prüfungsgeschehens.

 

Der Vorstand wünscht allen Mitgliedern eine erfolgreiche Bockjagdsaison, einen schönen Sommer und lädt Sie zu unserem Vereinswochenende im September anlässlich unseres 20jährigen Vereinsbestehens nach Altenstein / Bad Liebenstein herzlich ein.

 

Mit den besten Grüßen und Brackenheil

 

Volker Göbel

 

 

 

Einladung

 

Anlässlich des 20jährigen Bestehens unseres Vereins, der Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung und der Jahreshauptversammlung 2011 lädt der Schwarzwildbrackenverein alle  Mitglieder und Freunde des Schwarzwildbrackenvereins mit ihren Partnern zum SBV-Wochenende nach Bad Liebenstein ein.

 

Wir würden uns freuen, Sie zu den am 03. September 2011 stattfindenden Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

 

Die Mitgliederversammlung findet am 03.September 2011 um 16:00 Uhr im Waldhotel „Am Schlosspark“statt:

 

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

1.       Begrüßung, Grußworte

2.       Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3.       Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4.       Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5.       Anträge an die Mitgliederversammlung

6.       Neuwahlen des Vorstandes

7.       Verschiedenes

 

Ihre Übernachtungswünsche richten Sie sich bitte an das:

 

Waldhotel "Am Schlosspark"
Altenstein 7
36448 Bad Liebenstein
Tel.: 036961 / 3 15 97
Fax: 036961 / 7 25 11
E-Mail:service@waldhotel-altenstein.de

Hotelmanager: Herr Gottwald

 

Informationen zu Anfahrt und Veranstaltungsort erhalten Sie unter www.waldhotel-altenstein.de.

 

Hier die Veranstaltungen dieses Wochenendes im Überblick:

 

03. Sept., 8.00 Uhr

Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung (Stöberprüfung )

 

Neuenhof

03. Sept., 13.00Uhr

 

Spezialzuchtschau

 

Forsthaus Kissel

03. Sept., 14.30 Uhr

Zuchtzulassung, Zuchtkommission

 

Forsthaus Kissel

03. Sept., 16.00Uhr

 

Mitgliederversammlung

 

Waldhotel „Am Schlosspark“

03. Sept., 19.00Uhr

Grüner Abend, Essen gegen 20.00 Uhr

 

Waldhotel „Am Schlosspark“

 

 

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

Am 19.02.2011 hat der Vorstand des SBV in Effelder-Klostermühle getagt.

Im Zusammenhang mit der im Herbst wieder geplanten Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung wurde deren andauernde geringe Beteiligung bedauert.

Ich habe daher angeregt und der Vorstand ist meiner Anregung gefolgt, diese Prüfung zunächst probeweise durch eine Stöberhundprüfung zu ersetzen, um unsere Hunde mal in den Bereichen zu sehen und zu prüfen, wo sie letztendlich auch zum überwiegenden Teil eingesetzt werden.

 

Das Hauptaufgabengebiet unserer Hunde ist das Stöbern und die Jagd am Schwarzwild. Dies ist auch im Mutterland der Slowakei nicht anders und wird gerade auf diesem Teilgebiet intensiv geprüft. Ziel soll es sein, das Leistungspotenzial von jagenden Schwarzwildbracken in der Arbeit am Schalenwild (Schwarzwild, Rotwild ) abzurufen und darzustellen. Von vielen engagierten Hundeführern wurde dies auch immer wieder gefordert.

Bei entsprechender Resonanz könnte diese Prüfung die Verbandsschweißprüfung als Rüdiger- Melchior Gedächtnisprüfung ablösen.

 

Dazu werden während einer zweistündigen Stöberjagd in einem Hochwildrevier bei Neuenhof/ Eisenach die Hunde, durch unterschiedliche Halsbänder und GPS-Sender individuell gekennzeichnet, vom Stand geschnallt und ihre Jagdaktionen durch abgesetzte Leistungsrichter dokumentiert.

 

Da wir noch keine eigene Stöberprüfungsordnung haben, gilt zunächst die Stöberprüfungsordnung des JGHV. Aufgrund der dann gesammelten Erfahrungen sollten wir eine eigene Stöberprüfungsordnung erarbeiten.

Der Vorstand und die Prüfungsobleute sind gerne bereit, auch diesbezüglich Ideen und Vorschläge von Hundeführern und Mitgliedern entgegen zu nehmen.

 

Meine Bitte noch mal an alle Hundeführer: meldet eure Hunde zu dieser Prüfung, und stellt unter Beweis, zu was unsere Hunde letztendlich gezüchtet werden.

Wir hoffen alle, mit dieser Prüfung einen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben.

 

Mit besten Grüßen und Brackenheil

 

Manfred Schmid

 

 

 

 

Verbandsprüfung zum Gedenken an Rüdiger Melchior (RMG) – diesmal anders

 

Seit längerer Zeit stehen wir vor dem gleichen Problem. Die jährlich in unserem Verein zum Gedenken an unseren ersten Zuchtwart Rüdiger Melchior durchgeführte Verbandsschweißprüfung findet in dieser Form nicht die erforderliche Wahrnehmung und damit letztendlich auch Würdigung.

 

Anfangs beschränkten sich Organisation und Durchführung auf eine Verbands-schweißprüfung, die jährlich von einer anderen Regionalgruppe unseres Vereins durchgeführt wurde.

 

Im Jahr 2006 setzten die Kopovfreunde aus dem Norden mit der erinnerungs-würdigen RMG neue Maßstäbe.

 

Seit dem entwickelt sich das Umfeld der Veranstaltung sehr positiv. Nur der eigentliche Kern, die Verbandsschweißprüfung blieb jährlich hinter den Erwartungen zurück. Es gelang zwar immer, den einen oder anderen Hundeführer zu begeistern, die großen Mühen der Veranstalter und das geringe Interesse stellen diese Verbandsschweißprüfung jedoch zunehmend in Frage.

 

Nicht nur auf Grund der Funktion dieser Prüfung als ein zentraler Baustein im Vereinsleben, sind hier Veränderungen nötig. Zielt doch eine Verbands-schweißprüfung mit dem relativ hohen Spezialisierungsgrad nicht unbedingt auf das jagdpraktische Haupteinsatzgebiet der Kopov’ s.

 

Dass eine Verbandsprüfung in die Veranstaltung integriert sein soll, ist unstrittig. Im Rahmen der letzten Vorstandsberatung machten wir uns u. a. darüber tiefgründiger Gedanken. Fand bisher die Verbandsschweißprüfung bei den Hundeführern kein angemessenes Interesse, so tut es vielleicht eine Verbandsstöberprüfung (VstP).

 

Auf Beschluss des Vorstandes soll diese im Rahmen einer Jagd durchgeführt werden. Dafür hat KF Manfred Schmidt in diesem Jahr sein Revier in Neuenhof zur Verfügung gestellt, ihm sei an dieser Stelle schon einmal recht herzlich gedankt!

 

In der Hoffnung auf ein größeres Teilnahmeinteresse, hier im Vorfeld noch ein paar Anmerkungen zur Charakteristik und Durchführung zur Prüfung.

 

Diese wird in nachfolgend vorgegebener Reihenfolge durchgeführt:

 

 

1.)

Gehorsam:        Allgemeiner Gehorsam

 

  Verhalten auf dem Stand

 

  Leinenführigkeit

 

  Folgen frei bei Fuß

 

  Ablegen (lt. PO ohne Riemen!!)

2.)

Stöbern (im Rahmen einer Jagd):  A vom Stand aus geschnallt

 

  B vom Führer begleitet

3.) 

Laut  

4.)

Verhalten am Stück (Anschneideprüfung)  

              

Gemäß den Vorgaben der Ordnung für Verbandsstöberprüfungen (VstPO) ist es dem Veranstalter gestattet, die Ausschreibung auf Mitglieder des eigenen Vereins zu beschränken.

 

Der zur Prüfung gemeldete Hund muss mindestens 24 Monate alt sein. Auf Grund des Stellenwertes, den diese Prüfung erlangen soll, ist vorauszusetzen, dass die gemeldeten Hunde über eine entsprechende Qualität und Erfahrung im praktischen Jagdbetrieb verfügen.

 

Interessierte Hundeführer setzen sich bitte vor der Prüfung detailliert mit der PO auseinander. Diese finden sie u. a. als PDF – Datei auf der Homepage des JGHV.

 

Der Verein hofft auf reges Teilnahmeinteresse. Kopovfreunde, bitte gebt Euch einen Ruck und meldet Euren gut vorbereiteten Hund zur Verbandsstöberprüfung an.

 

Brackenheil!

Hubertus Heine

 

 

Hallo Kopovfreunde,

 

die letzten AZP’en sind mir noch recht gut im Gedankenfach. Woran ich mich nicht mehr erinnern kann, ist eine Prüfung bei der ein Hundeführer nach 5 Minuten Probleme hatte, seinen Hund vom Schwarzwild abzurufen. Das muss schon länger her sein.

Die Entwicklung der Schwarzwildgatter im Bundesgebiet verläuft aus unserer Sicht positiv. Im Interesse der Hunde müssen wir dies nutzen. Dabei entstehen neue Situationen, auf die es sich einzustellen und vorzubereiten gilt. Nach wie vor gleicht für viele von uns der Anfahrtsweg zu den Gattern einem Tagesausflug, verbunden mit den, unter Umständen, hohen Belastungen für alle Beteiligten. Unterschiedliche Gatterstruktur und der Bestand an Schwarzwild im Gatter spielen eine entscheidende Rolle. Bei der Einarbeitung unserer Hunde besteht die Notwendigkeit, darauf Rücksicht zu nehmen.

 

Ein Etappenziel bei der Ausbildung unserer Kopov’s  – jedoch nicht das letzte!!! - ist die Anlagenzuchtprüfung. Das Verhalten des Hundes am Schwarzwild, ist als Prüfungsergebnis Teil der Anlagenkennziffer und hat damit Einfluss auf Zuchtzulassung und jagdliche Qualität unserer Hunde. Diskussionen über die Prüfungsergebnisse lassen oft die Emotionen hoch kochen.

 

 

Leicht verständlich, wer lässt sich schon gern erklären, dass seine Schwarzwildbracke eben an diesem wichtigen Prüfungstag ihrem Namen gar keine Ehre machte.

 

Erklärungen dazu gibt es viele, oft lag’ s an den Richtern, manchmal an den Sauen, die sich vom Hund nicht so jagen ließen wie sich das der Hundeführer vorgestellt hatte. Nur ganz selten lag’ s am Hund und noch seltener am Hundeführer.

 

Fläche und Bewuchs, Alter und Verhalten der Sauen lassen sich im Gatter genau so wenig standardisieren wie im Jagdrevier. Aufgabe der Richter ist es, unter Beachtung dieser Faktoren in sehr kurzer Zeit die gezeigte Leistung des Hundes prüfungs-ordnungskonform und für den Hundeführer verständlich einzuschätzen. Dazu führte der Schwarzwildbrackenverein am 05.03.2011 in den beiden Schwarzwildgattern Walddrehna und Hohenbucko eine Richterschulung durch. 6 Kopov’s unterschiedlichen Alters sollten in beiden Gattern am Schwarzwild arbeiten.

 

Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten die gezeigten Arbeiten bewerten. Danach bestand in der Pension Polz in Freileben für alle die Möglichkeit, sich untereinander abzustimmen und auszutauschen.

 

Hubertus Heine


 

Wie sie die Veranstaltung wahrnahm, schildert unsere Verbandsrichterin Eva Winkhart:

 

Bei kaltem aber sonnigem Wetter fanden sich am Morgen 9 Richter des SBV und 7 Richter aus Fremdvereinen sowie 2 Richteranwärter zur Richterschulung am Schwarzwildgatter Walddrehna ein.

 

Thema der Schulung war Verhalten am Schwarzwild gemäß der Prüfungsordnung des SBV e.V.

 

Nach der Begrüßung und einer sehr informativen theoretischen Stunde durch die Referenten Peter Knüpfer und Hubertus Heine ging es nach einer kurzen Einweisung durch den zuständigen Gattermeister zum praktischen Teil an das Saugatter. Alle Richter hatten für jedes Gatter getrennt einen Bewertungsbogen zur Verfügung auf dem die gezeigten Leistungen der 6 zum Einsatz kommenden Slovensky Kopov bewertet werden sollten.

 

Im Walddrehnaer Gatter, ca. 1ha groß mit Kiefernaltholz  und kaum Unterwuchs befanden sich 3 Stücke ausgewachsenes Schwarzwild. Der Anteil von Deckung im Gatter war minimal, die Sauen jedoch von jedem der Hunde soweit entfernt, dass sie nicht sofort eräugt werden konnten. Die Arbeit des jeweiligen Hundes konnte gut beobachtet werden.

 

Einige der Hunde fanden schnell und bedrängten gut, andere brauchten zum selbstständigen Finden ein wiederholtes Kommando oder unterbrachen die Arbeit am Schwarzwild, so dass unterschiedliche Leistungen gezeigt und bewertet werden konnten.

 

Nach dem Mittagessen ging es in das Hohenbuckoer Gatter. Auch hier stand zu Beginn eine kurze Einweisung durch die Gattermeisterin Frau Polz. Danach wurden die gleichen Hunde wie am Vormittag zur Arbeit am Schwarzwild geschickt. Dieses Gatter ist geringfügig größer als das in Walddrehna, jedoch von annähernd gleicher Struktur. Einem weitestgehend unterwuchsfreien Kiefernaltholz. Im Gatter befanden sich 5 Stück ausgewachsenes Schwarzwild. Für den zur Arbeit geschickten Hund waren die Sauen ebenfalls nicht sofort sichtbar.

 

Bei einem der Hunde gab es großes Erstaunen bei den Richtern zeigte dieser im  Walddrehnaer Gatter eine sehr gute Arbeit kam er hier nach dem finden der Sauen mehrmals zum Führer zurück und musste erneut geschickt werden. Bei allen Hunden zeigte sich ein Leistungsabfall wenn auch nicht so gravierend wie bei dem zuvor beschriebenen.

 

Dass eventuell die Tageszeit eine Rolle spielt könnte man annehmen, denn die Verhältnisse waren in beiden Gattern sehr ähnlich und der geringe Unterwuchs erleichterte den Hunden die Arbeit eher. Auch die hier etwas stärkeren Sauen verhielten sich nicht aggressiver als die 3 Sauen vormittags.

 

 

Zurück im Lokal in Freileben wurden die einzelnen Arbeiten der Hunde aus beiden Gattern besprochen und bewertet.

 

So entstand eine intensive Diskussion und bestehende Differenzen konnten dadurch weitgehend gelöst werden. Es zeigte sich, dass Richterschulungen in dieser Form sehr produktiv sind und man so auf einen Nenner kommt.

 

Zusammenfassend kann man sagen: es war eine gut organisierte, praxisnahe Richterschulung. Die unbedingt ihre Fortsetzung finden sollte.

 

 

Eva Winkhart

 

 

 

Bericht über die Schweißseminare 2010

„Einarbeitung des jungen Hundes auf der Schweißfährte“

 

 

Im März und Mai des  Jahres  2010 wurden 3 Seminare  durchgeführt. 

Ca. 15 Hundeführer nahmen die Möglichkeit war, an einem der angebotenen Seminare teilzunehmen.  Hierbei möchte ich mich ganz herzlich bei den Herren Thorsten Löwer, Dr. Werner Schäfer und Matthias Hupfeld bedanken, die 3 Reviere zur Verfügung stellten und mich wesentlich bei der Organisation und Durchführung unterstützten.

 

Ziel der Seminare war es , die verschiedenen Techniken und Vorgehensweisen vorzustellen und Möglichkeiten darzustellen, wie man seinen Hund für die Schweißarbeit einarbeiten kann.  Das Seminar sollte die Hundeführer motivieren, mit ihren Hunden zu arbeiten und die Angst vor anstehenden Schweiß-Prüfungen zu verlieren. Besonderer Wert wurde dabei auch auf die Praxis gelegt. Jeder Teilnehmer sollte mit dem eigenen Hund eine Fährte arbeiten.

 

Nach einer kurzen Begrüßung  und Einweisung wurden von den Teilnehmern  (ca. 4-6 Teilnehmer je Seminar) die Fährten gelegt. Dabei schloss man sich zu 2-er Teams zusammen.            

 

 

 

Damit man letztendlich auch 3-4 Std. Stehzeit der Fährten hatte, wurden im Anschluss ans Legen noch  Würstchen-kurzfährten (ca. 20 - 30m lang) gearbeitet , um Hund und Führer auf die am Nachmittag

 

 

 

In der Mittagspause wurden dann theoretische Dinge (Prüfungen, Verfahren zum Legen der Fährten…)  besprochen und aufkommende Fragen beantwortet.  Anschließend begann  man gestärkt mit dem  praktischen Teil.

 

Begonnen wurde mit einer kurzen Demonstrationsfährte des erfahrenen Rüden „Archie v. d. Thorkuppe“. Dabei konnten die Teilnehmer sehen, wie ein gut eingearbeiteter Hund eine Fährte ruhig und  mit Freude arbeitet.   

 

 

Nach der Vorführung arbeiteten die einzelnen Gespanne je eine der gelegten Fährten des Vormittages.  Abhängig vom Ausbildungsstand der Hunde, hatten die Übungsfährten unterschiedliche Längen und Schwierigkeitsgrade.

 

Es gibt viele Meinungen und Methoden einen Hund für die Schweißarbeit auszubilden.  Das Seminar hat es hoffentlich geschafft,  Grundwissen

zu vermitteln.  Jeder Hundeführer muss aber letztendlich für sich selbst und seinen Hund eine Methode finden,  die Schweißarbeit voran zu bringen.

Vor allem muss aber besonders  der Hundeführer Interesse an der Schweißarbeit haben, denn wenn er selbst die Arbeit nur widerwillig macht, warum sollte sein Hund dann Interesse an der roten Arbeit haben….. Man arbeitet seinen Hund nicht nur für Prüfungen ein, sondern will ihn ja auch zu  einem zuverlässigen Jagdbegleiter ausbilden.

 

Schon am „Anschuss“ versucht der Hundeführer Spannung aufzubauen, die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen, um den Hund auf die kommende ASchon am „Anschuss“ versucht der Hundeführer Spannung aufzubauen, die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen, um den Hund auf die kommende Arbeit einzustellen.rbeit einzustellen.

 

Während ein Gespann arbeitete,  beobachteten die anderen Hundeführer die Arbeit.  Nach der Suche  wurde dann analysiert,

was man gesehen hatte.  Wobei sich herausstellte, dass die Führer

und die Zuschauer jeweils unterschiedliche Dinge beobachteten und 

bewerteten.  Dieser Erfahrungsaustausch kann für beide Seiten nur

gewinnbringend sein.

 

Am Ende der Fährte wird sich ehrlich gefreut! Einige Hunde sind ganz wild auf eine Futterbelohnung, andere wiederum stehen auf Sauschwarten zum beuteln oder spielen.

 

Gerne stehe ich auch dieses Jahr zur Verfügung, wenn Gespanne mit der Schweißarbeit beginnen,  Erfahrungen vertiefen wollen oder  Unterstützung bei der Ausbildung suchen.  Vielleicht finden sich ja 2-5 Hundeführer zusammen, die gerne die Grundlagen der Schweißarbeit kennenlernen möchten und die ein Revier für Fährten zu Verfügung stellen.

 

Interessenten melden sich bitte bei:

Gerlinde Skrzypek

Email: G.linde.s@web.de

Tel:      06638-918991  

Mobil: 0177-6312464

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

die Zeit der Eingewöhnung in die Familie und die bald darauf beginnende Einarbeitung unseres Hundenachwuchses an Hase und Schwarzwild ist sicherlich einer der spannendsten und interessantesten Abschnitte im Zusammenleben von Mensch und Hund. Um die zukünftigen Gespanne optimal darauf einzustimmen und vorzubereiten, gibt es für die Einarbeitung von Junghunden  entsprechende Angebote in Form von Übungstagen der Regionalgruppen (RG), nach Einarbeitung und Ablegen der gewünschten Prüfungen liegt anschließend ein weiterer Schwerpunkt der RG vor allem in der Koordination der jagdlichen Einsatzmöglichkeiten unserer Hunde.

 

Beim Vergleich der Arbeit unserer Hunde in den verschiedenen Gattern werden von unseren Hundeführern subjektiv sehr unterschiedliche Erfahrungen mit den vorgefundenen Verhältnissen und Bedingungen gemacht. Aufgrund der Rückmeldung einiger unserer Mitglieder wird sich der Vorstand in nächster Zeit intensiv mit diesem Thema befassen.

 

Unser vereinseigenes Gatter in Karthan bedarf  trotz bisheriger umfangreicher Sanierung noch weiterer Arbeitseinsätze und finanzieller Unterstützung, um eine ausgewogene Bilanz zu erzielen. Dazu haben  einige Mitglieder der RG Nord bereits dankenswerterweise großzügig gespendet. Ende Mai 2011 findet  nach der letzten Aktion im September ein weiterer Arbeitseinsatz unter Beteiligung des  Bundesvorstandes statt, weitere Helfer  und Spender sind dazu herzlich eingeladen.

Die diesjährigen Prüfungen des Vereins haben komplett nach der neuen Prüfungsordnung stattgefunden, nun steht die Zeit der Bewegungs- und Gesellschaftsjagden an. Trotz etlicher Diskussionen über die eine oder andere Bestimmung  der neuen PO hat sich diese in Gänze bewährt. Diskussionsbedürftige  Bestimmungen werden explicit in den Richterschulungen behandelt.

 

Die Mitgliederversammlung 2010 in Altenstein / Thüringen mit Verbandschweißprüfung, Zuchtschau und Zuchtzulassung war von der RG Mitte bestens vorbereitet, der Grüne Abend mit Jagdhornbläserischen Darbietungen und kulinarischen Genüssen war ein Höhepunkt der Veranstaltung  und brachte manche Landsleute verschiedener Provenienz einander erheblich näher. Nicht zufrieden war der Vorstand jedoch mit der insgesamt unbefriedigenden  geringen Teilnahme an der Mitgliederversammlung, hier muss noch zusammenwachsen, was zusammen gehört. Dazu haben Sie als Mitglieder im nächsten Jahr ausgiebig Gelegenheit, in 2011 werden wir uns anlässlich des 20jährigen Bestehens unseres Vereins wiederum nahe dem Gründungsort Forsthaus Kissel erneut im Thüringer Wald zusammen finden.

 

Wenn auch manche unserer  Vereinsaktivisten zu Recht über eine deutliche Überlastung klagen, ist es doch erfreulich, wie mancherorts in den Regionalgruppen trotzdem neue  Aktivitäten entstehen, so z.B. durch das Zusammenfinden der Führer verschiedener  Brackenrassen als „Brackenfreunde Erzgebirge „, siehe den Bericht auf den Seiten der RG Mitte. Hier wie auch durch die  Stiftung eines neuen Wanderpokals durch unser Mitglied Jürgen Rebers für die Gebrauchsprüfungen in der RG Nord werden neue Impulse für das Prüfungs- und Vereinsgeschehen gegeben. Das nicht alle gut geplanten Veranstaltungen entsprechend nachgefragt werden, ist für die Veranstalter oft frustrierend, hier müssen sich die Angebote wohl erst noch ihren Ruf und Prädikat erwerben und von den Mitgliedern entsprechend wahrgenommen werden. 

 

So gilt unser Dank vor allem den stark beanspruchten Obleuten in den Regionalgruppen und ihren tatkräftigen Helfern in den verschiedensten Funktionen im Verein, die sich auch durch solche Rückschläge nicht entmutigen lassen.  Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und Gewährleistung  der Einhaltung der Qualitätsstandards unseres Vereins gelingt das nur im Rahmen einer gut abgestimmten Teamarbeit, die den einzelnen Funktionsträger, Obmann und  Organisator vor Überlastung schützen muss.

 

In diesem Sinne bedankt sich der Vorstand bei allen aktiven Mitstreitern für die in diesem Jahr  vorzüglich geleistete Arbeit und wünscht für die Zeit der anstehenden Jagden und die nahende Advents- und Weihnachtszeit  vor allem  erholsame und  besinnliche Stunden.

 

 

Mit den besten Grüßen und Brackenheil

 

Volker Göbel

 

 

Die Züchtertagung 2011 findet am Sonntag den 20. Februar, um 10:00 Uhr im Waldhotel Klostermühle – Luttergrund- 37359 Effelder statt.

 

Der Kreis der Teilnehmer ergibt sich aus § 3.4 der Zuchtordnung, eine gesonderte Einladung ergeht nicht.

Es wird darauf hingewiesen, dass der beschriebene Personenkreis zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet ist.

 

Tagesordnung:

1.       Begrüßung durch den HZW Rolf Strieder

2.       Vortrag von Dr. med. vet. Joachim Eichner

-    Sexualzyklus der Hündin – Bestimmung Deckzeitpunkt

-    Gelenkerkrankungen

3.       Rückblick auf das Zuchtjahr 2010

4.       Ausblick für die Zucht in 2011

5.       Allgemeine die Zucht betreffende Fragen.

 

 

 

 

 

 

6. VFSP der Brackenzuchtvereine 2010 im Spessart

Wie zwischenzeitlich zur guten Tradition geworden, trafen sich am letzten Wochenende im Juni, die Brackenzuchtvereine zur VFSP im „Gasthaus Engel“ in Eschau-Hobbach im Bayerischen Spessart.
Nach einem richtungsweisenden Beginn vor 6 Jahren im kleineren Rahmen, versuchen alle BZV in den letzten Jahren, geeignete Gespanne für diese Prüfung zu finden. So konnte der Verein Dachsbracke, als diesjähriger Ausrichter dieser Prüfung, von jedem Verein mindestens ein Gespann begrüßen. Von den 10 verbindlich gemeldeten Gespannen traten 1 Gespann (VJB) auf der 40-Std.-Fährte und 7 Gespanne (1xSBV, 1xDBC, 1xDBV, 2xKTB und 2xADB) auf der 20-Std.-Fährte an. Auch 9 der 10 VR Sw und die Anwärter rekrutierten sich aus den BZV. Als „Ehrengast“ und VR konnte einmal mehr Rainer Teschner vom JGHV begrüßt werden, der diese Prüfung von Anfang an begleitet.
Nach dem Legen der 40- und 20- Stunden – Fährten, inkl. Reservefährten, am Donnerstag und Freitagvormittag, trafen sich die Hundeführer, interessierte Zuschauer und die Offiziellen der BZV am Freitagnachmittag zum gemeinsamen Fachsimpeln. Dies ist immer eine gute Gelegenheit über die eigenen Vereinsgrenzen hinaus zu schauen, gleiche oder ähnliche Probleme zu diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze zu suchen. Weiterhin wird der Freitagnachmittag von den Verantwortlichen der BZV auch genutzt, um in einer gemeinsamen Beratung die aktuelle Situation (Prüfungswesen, Zuchtgeschehen, etc.) zu erörtern. In diesem Jahr wurden vor allem die Änderungen der Richterordnung des JGHV und die sich daraus ergebenen Aufgaben besprochen. Am Freitagabend folgten fast alle Teilnehmer, einem hervorragend dargebotenen Vortrag von Herrn Dr. Dirk van der Sant, zum Thema GPS-Geräte, deren Einsatz, technische Möglichkeiten und Studien im Jagdbetrieb. Vielen Dank Dr. van der Sant für diesen interessanten Beitrag.
Am Samstag, den 26.06.2010, dem eigentlichen Prüfungstag, trafen sich um 08:00 Uhr, alle im Hof vom Gasthaus Engel. Nach der Verlosung der Gespanne, mit Prüfung der Unterlagen und einer Richterbesprechung, konnte die VFSP pünktlich um 08:30 Uhr vom gemischten Bläserchor der BZV eröffnet werden. Ohne gemeinsame Übungseinheiten überzeugten die Bläser schon am frühen Morgen durch Höchstleistungen, was uns optimistisch in den Tag blicken ließ. Anschließend eröffneten der 1. Vorsitzende vom Verein Dachsbracke, Ekkehard Stockinger, als Veranstalter und Torsten Pabusch als Prüfungsleiter, die Prüfung. Nach Vorstellung der Richtergruppen und Zuordnung der Gespanne begaben sich die drei Prüfungsgruppen in die Reviere.
Bei hochsommerlichen Temperaturen, leichtem Wind und extremer Trockenheit gestalteten sich die Arbeiten, in dem vorrangig mit Laubholz bestocktem Spessart, gewohnt schwierig. Insbesondere die all gegenwärtigen Verleitungen durch Schwarzwild, machten die Riemenarbeiten nicht leichter. Trotz alle dem konnten 6 der 8 Gespanne überzeugende Leistungen zeigen und diese bekanntermaßen schwere Prüfung bestehen. Lediglich zwei Gespanne genügten an diesem Prüfungstag den Anforderungen nicht. Dass sie das Zeug dazu haben, konnten beide schon im Rahmen der GP bei gleichen Bedingungen unter Beweis stellen. An so einem Prüfungstag fließen eben viele Faktoren ein und das gesamte Leistungsvermögen muss genau in diesem Moment abrufbereit sein.
Nach der Rückkehr der Prüfungsgruppen in das Suchenlokal, wurden in einer Richterbesprechung die gezeigten Leistungen erörtert und die Reihenfolge innerhalb der Preisklassen festgelegt. Anschließend wurde die Prüfung mit Jagdhornsignal und Übergabe der Urkunden durch den Veranstalter und Prüfungsleiter beendet.
Auf der 40-Std.-Fährter wurde der Beagle „Mascha vom Steinborn“ mit HF Robert Zurl mit einem FS III Prüfungssieger. Auf der 20-Std.-Fährte erreichte die Tiroler Bracke „Bella von der Fläminghöhe“ mit HF Barbara Schäfer ein FS I. und damit den 1. Platz, inklusive unserem Wanderpokal, dem Sauerländer Halbmond. Die Deutsche Bracke „Dorina vom Pferchberg“ mit HF Henning Petri erreichte ebenfalls ein FS I. Mit einem FS II. bestanden die Schwarzwildbracke „Gunda von der Schweinegrube“ mit HF Bernd Müllenders und die Griffon Fauve de Bretagne „Chili Peper vom Wortbach“ mit HF Petra Krauhausen. Ein FS III. erreichte die Tiroler Bracke „Luna vom Kleemannbrunnen“ mit HF Patrick Salg. Allen erfolgreichen Hundeführern an dieser Stelle nochmals ein kräftiges Weidmannsheil, viel Freude mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern und vor allem Erfolg bei den natürlichen Nachsuchen.
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen fleißigen Helfern während der Vorbereitung und Durchführung dieser Prüfung, insbesondere dem Team um Manfred Parr, die die Organisation vor Ort fest im Griff hatten. Ohne diese Unterstützung ist eine überregionale Prüfung dieser Größe nicht händelbar. Weiterhin danke ich den Bayerischen Staatsforsten für die großzügige Bereitstellung der Prüfungsreviere Erlenfurt, Lichtenau und Schollbrunn, so wie der Zeitschrift „Wild und Hund“ für die Bereitstellung sehr gut passender Präsente.

Allen Beteiligten ein kräftiges Weidmannsheil
 

Torsten Pabusch

(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Vereins Dachsbracke )

 

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

der Frühling hat nun den ausdauernden Winter wieder auf die Berge und an die Pole geschickt, in der erwachenden Natur hat die Jagdzeit auf das Rehwild begonnen. Die Vorbereitung der Junghunde auf die Frühjahrsprüfungen mit der Arbeit auf Wiesen und Feldern und die Prüfungen selbst haben in vielen Fällen Hund und Herrn wieder  in eine gute Kondition und hoffentlich auch in eine solche Stimmung gebracht.

Traditionell haben im März auch die Hauptversammlung des Jagdgebrauchshundeverbandes (JGHV) und das Treffen der Brackenzuchtvereine (BZV) in Fulda stattgefunden. Die unseren Vereinen (ehemalige Gruppe V.) vom JGHV zugestandene Wertschätzung wurde durch die Anwesenheit des Präsidenten des JGHV, Werner Horstkötter und des Präsidiumsmitglieds Rainer Teschner als „Verbindungsoffizier“ an unserem Treffen eindrucksvoll unterstrichen.

 

Anlass der Teilnahme war unter anderem die vorgesehene Änderung der Ordnung für das Verbandsrichterwesen, die seit Herbst vergangenen Jahres für erhebliche Unruhe im Lager der Gebrauchshundeleute gesorgt hatte. Hauptgrund für die beabsichtigten Änderungen bei Zulassung und Ernennung von Verbandsrichtern ist nach Aussagen von Präsident Horstkötter eine signifikant festzustellende Verschlechterung der jägerischen Ausbildung, der bei den Richteranwärtern u. a. durch Einführung einer Sachkundeprüfung begegnet werden soll. Der Entwurf der neuen Richterordnung wurde intensiv diskutiert, wobei sich herausstellte, dass etliche mitgliederstarke Zuchtvereine wie der Verein Jagdterrier und der Deutsche Teckel-Klub ihre Richteranwärter bereits seit vielen Jahren im Rahmen einer eigenen Sachkundeprüfung mit dem Ziel der Qualifizierung und Zertifizierung dieser Prozedur unterziehen.

Ein weiteres Thema des Brackentreffens betraf die Schaffung der Voraussetzungen für eine längst überfällige bundeseinheitliche Brauchbarkeitsprüfung. Der von Heinrich Uhde erarbeitete Entwurf muss noch mit dem DJV in allen Bundesländern abgestimmt werden.

Für die am 26. Juni 2010 stattfindende Verbandsfährtenschuhprüfung kann jeder  BZV zwei Gespanne melden.

Abschließend wurde noch über die erste gemeinsame Richterschulung der BZV im Februar dieses Jahres berichtet, die mit großer Beteiligung und 80 Teilnehmern in der Rhön stattgefunden hat. Es wurde beschlossen, diese Veranstaltung im 2-jährigen Turnus auszurichten.

 

Auf dieser Seite finden Sie eine sehr aufschlussreiche Zusammenfassung unseres Prüfungsobmannes Hubertus Heine bezüglich des Ablaufs und der Entwicklung unseres Prüfungsgeschehens. Der Darstellung und der Beschreibung wie auch der Analyse in diesem Bericht kann der aktive Hundeführer und Prüfungsaspirant viele sinnvolle und praxiserprobte Anregungen im Hinblick auf Hund und Herrn für ein erfolgreiches Überwinden der Prüfungshürden entnehmen.

 

Weiterhin ist in diesem Bericht ein Stimmungsbild über den Verlauf des ersten Durchgangs unserer Prüfungen nach der neuen Prüfungsordnung dargestellt

 

Ein weiterer sehr informativer Bericht unseres Mitglieds Boris Schnittger wird ebenfalls auf dieser Seite veröffentlicht, er befasst sich mit den Aktivitäten von Stöberhunden auf Bewegungsjagden. Hier wird mit wissenschaftlicher Akribie in verständlicher Form ein umfassendes Bild der Jagdaktivitäten unserer Hunde und bedeutsame Einflussgrößen auf ihr Jagdverhalten dargestellt. Der aktive Hundeführer und Praktiker kann beiden Berichten viele wertvolle Informationen über das gut vorbereitete Führen unsere Hunde auf den Prüfungen, die optimale Organisation von Bewegungsjagden und den effektiven Einsatz unserer Hunde entnehmen.

 

Für die beginnende Frühjahrsjagd und die anschließende Jagd auf den roten Bock wünscht der Vorstand allen Mitgliedern einen guten Anlauf und Waidmannsheil und hofft auf Ihre rege Teilnahme an unserem Großen SBV-Wochenende  im September.

 

Mit den besten Grüßen und Brackenheil

 

Volker Göbel

 

 

Großes SBV Wochenende  03.-05.09.2010

 

Liebe Brackenfreunde,

 

anlässlich der Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung und der Jahreshauptversammlung 2010 erlaubt sich die Regionalgruppe Mitte, die Mitglieder und Freunde des Schwarzwildbrackenvereins mit ihren Partnern recht herzlich zu einem Grünen Abend einzuladen.

 

Die  Mitgliederversammlung  findet am 04.September 2010 um 16:00 Uhr im Waldhotel „Am Schlosspark“ statt.

 

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

1.       Begrüßung, Grußwort

2.       Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3.       Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4.       Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5.       Anträge an die Mitgliederversammlung

6.       Verschiedenes

 

Wir würden uns freuen, Sie am Sonnabend, 04. September 2010 um 19.00 Uhr im Waldhotel „Am Schlosspark“ Altenstein begrüßen zu können. Neben der kulinarischen Thüringer Gastlichkeit warten auch einige kulturelle Köstlichkeiten auf unsere Gäste. Mit Tanz und Unterhaltung sollen auch diejenigen auf ihre Kosten kommen, ohne deren Verständnis, Geduld und Unterstützung wir unseren Hunde-Spleen nicht ausleben könnten.

 

Bitte geben Sie uns mit der abgedruckten Anmeldung Ihre Teilnahme bis zum 20. August 2010 bekannt und zahlen Sie den Kostenbeitrag von 30,- € pro Person bis zum gleichen Termin auf dem in der Anmeldung genannten Konto ein. Die Anmeldung können Sie aus dem Mitteilungsblatt heraus kopieren oder Sie finden sie hier zum herunterladen. Um ein kalkulatorisches Fiasko auszuschließen, weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass eine Nachbuchung vor Ort nicht möglich ist. Nach Einzahlung des Kostenbeitrages erhalten Sie eine Bestätigung per Mail oder Telefonat.

Im Preis enthalten sind das Buffet und die Kosten für das Unterhaltungsprogramm.

Begleitenden Personen wird im Tagesverlauf eine Führung durch den Schlosspark und das Altensteiner Schloss angeboten. Hierauf wird eine geringe Teilnahmegebühr erhoben. Eine konkrete Uhrzeit kann dazu noch nicht angegeben werden.

 

Mit Ihren Übernachtungswünschen richten Sie sich bitte an das:

 

Waldhotel "Am Schlosspark"
Altenstein 7
36448 Bad Liebenstein
Tel.: 036961 / 3 15 97
Fax: 036961 / 7 25 11
E-Mail:service@waldhotel-altenstein.de

Hotelmanager: Herr Gottwald

 

Gästen des Grünen Abends, die nicht im Waldhotel selbst untergebracht sind, wird ein Fahrservice angeboten.

Informationen zu Anfahrt und Veranstaltungsort erhalten Sie unter www.waldhotel-altenstein.de. Zur groben Orientierung nutzen Sie bitte die folgenden Karten.

 

Wir würden uns freuen, Sie möglichst zahlreich zu diesem Wochenende begrüßen zu dürfen und wünschen eine gute Anreise.

 

Dr. Gerd Gunstheimer

1. Vorsitzender Vorstand RG Mitte   

 

Volker Göbel

1. Vorsitzender Vorstand SBV

                                             

Anreise Waldhotel "Am Schoßpark"                  Anreise Forsthaus Kissel

 

Hier die Veranstaltungen dieses Wochenendes im Überblick:

 

04. Sept., 8.00 Uhr

Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung

Moorgrund

04. Sept., 10.00 Uhr

Spezialzuchtschau

Forsthaus Kissel

04. Sept., n.n.

Führung

Schlosspark Altenstein

04. Sept., 16.00 Uhr

Mitgliederversammlung

Waldhotel „Am Schlosspark“

04. Sept., 19.00 Uhr

Grüner Abend, Essen gegen 20.00 Uhr

Waldhotel „Am Schlosspark“

05. Sept., 10.00 Uhr

Zuchtzulassung, Tagung Zuchtkommission

Forsthaus Kissel

 

 

 

 

Protokoll  Züchtertagung am 31.01.2010

 

Beginn: 10.00 Uhr

Tagungsort: Burghotel Heiligenberg bei Gensungen

 

Top 1

 

Begrüßung der angereisten Züchter, Deckrüdenbesitzer und Vorstandsmitglieder

durch Herrn Rolf Strieder.

In Anbetracht des jahreszeitlich sehr frühen Termins und durch die witterungsbedingt schlechten Straßenverhältnisse hat sich nur eine relativ geringe Anzahl von Teilnehmern eingefunden.

  

Top 2

Vortrag Herr Dr. Zimmermann ,VDH

Genetik der Hunde und praktische Beispiele aus der Zucht.

 

Herr Dr. Zimmermann stellt die wesentlichen Grundlagen der Genetik mit Hilfe einer Power Point Präsentation dar und untermauert die Thesen mit praktischen Beispielen aus der Zucht. Auf einige wichtige Punkte möchte ich noch einmal hinweisen:

Deutlich werden die Faktoren dargestellt, die den Phänotyp eines Tieres beeinflussen. Daraus resultiert, dass nicht der vermeintliche Spitzenhund der gepriesene Vererber sein muss, sondern  dass dessen Geschwister züchterisch mindestens genauso interessant sind wie er selbst. Diese Tatsache wird bei der Zuchtplanung viel zu wenig beachtet. Wenn das tatsächlich vorhandene Zuchtpotenzial einer Rasse wirklich ausgeschöpft würde, gäbe es kaum zu kleine Populationen.

Eine Zuchtmaßnahme, die zur Minimierung von Defekten bei den meisten Rassen selbstverständlich und erfolgreich praktiziert wird, ist die direkte Bekämpfung von Fehlern, also die Selektion gegen Merkmalsträger- sogenannte Massenselektion.

Defekte und Eigenschaften, die polygen vererbt werden, widersetzen sich Selektionsmaßnahmen in der Regel besonders hartnäckig, weil sich Anlageträger (werden als solche zunächst nicht erkannt) weiterhin erfolgreich vererben können.

Sofern kranke Nachkommen aus der Verpaarung phänotypisch gesunder Eltern hervorgehen, ist zu folgern, dass die Eltern oder mindestens ein Elternteil genotypisch krank sind.

Bei der Ausprägung polygen vererbter Merkmale sind nicht nur genetische Abläufe, sondern auch Umwelteinflüsse wirksam. Dies trifft insbesondere für die HD sowie die Größe der Tiere zu. Beim Beginn jeder Zuchtmaßnahme werden zunächst die Gene gemindert, die relativ unabhängig von der Umwelt sind, denn sie sprechen natürlich auf Selektionsmaßnahmen am schnellsten an. Übrig bleiben schließlich die Faktoren mit einem geringen erblichen Anteil.

Selbst wenn zunächst und offensichtlich kein weiterer Rückgang unerwünschter Merkmale und Eigenschaften erreichbar scheint, muss weiterhin mit aller Konsequenz selektiert werden, denn nur so können die Anfangserfolge langfristig erhalten werden.

 

Top 3

Rückblick auf das Zuchtjahr 2009

 

In 2009 sind 28 Würfe gefallen und 177 Welpen geboren, von denen 20 verstorben sind.

Im Durchschnitt waren dies 6,3 Welpen je Wurf.

157 Schwarzwildbracken konnten an interessierte Führer/innen vermittelt werden.

Auch sind wieder einige Würfe per Kaiserschnitt geboren worden. Hierzu wurde eine Statistik vorgestellt und erläutert. Ab dem 5. Lebensjahr der Zuchthündinnen ist eine größere Häufigkeit von Kaiserschnitten feststellbar. Etwaige Zuchtplanungen sollten diesen Umstand berücksichtigen.

In 2009 wurden 53 Hunde HD ausgewertet, dies bedeutet eine Steigerung, jedoch ist es immer noch nicht ausreichend.

 

Dabei haben sich folgende Auswertungsergebnisse ergeben:

 

A1 und A2

= 11 Hunde

B1 und B2

= 27 Hunde

C1 

=   8 Hunde

C2 

=   4 Hunde

D  

=   1 Hund

E

  2 Hunde

   

Zwei Spezialzuchtschauen wurden in 2009 erfolgreich durchgeführt. Die einzelnen Ergebnisse sind im MB 2/2009 abgebildet und werden nicht weiter erläutert.

 

Drei Zuchtzulassungstermine wurden durchgeführt, von denen zwei im Anschluss an die Spezialzuchtschauen stattgefunden haben. Der letzte Zuchtzulassungstermin in Bad Lausick setzte eine vorherige Formbewertung voraus, da er nicht mit einer Spezialzuchtschau gekoppelt war.

Insgesamt wurden 28 Hunde neu zur Zucht zugelassen, davon 20 Hündinnen und 8 Rüden.

Die HD Auswertungen der neu zugelassenen Hunde stellen sich wie folgt dar:

Hündinnen : A= 5, B = 13, C1 =  2

Rüden        : A = 1, B = 6, C1 = 1

Insgesamt stellt sich die Situation sehr gut dar und der positive Trend der letzten Jahre setzt sich fort. Wir wollen hoffen, dass dies uns auch in der Zukunft gelingen wird.

Wichtig ist jedoch das Engagement der Züchter auf die Welpenkäufer einzuwirken, damit die Hunde auch hinsichtlich HD untersucht werden.

  

Top 4

Ausblick für das Zuchtjahr 2010

 

Der aktuelle Stand unserer Zuchthunde ist folgender:

53 Hündinnen und 49 Rüden verfügen über eine Zuchtzulassung.

45 Hündinnenbesitzerinnen/er haben einen Wurf geplant, und die Zuchtkommission hat allen Vorschlägen mit geringen Änderungen bei der Rüdenauswahl entsprochen.

Insgesamt ist es nun möglich, mehr B Hündinnen mit A Rüden anzupaaren, da nicht mehr so viele C1 Hündinnen an der Zucht beteiligt sind ( C1 Hündin kann nur mit A Rüde an der Zucht teilnehmen ). Folglich ergeben sich für unsere A Rüden größere Spielräume.

Bei den Wurfabnahmen haben die Zuchtwarte zu überprüfen, ob drei oder mehr Hündinnen zur Zucht eingesetzt werden oder im zuchtfähigen Alter sind (unabhängig von der Rasse).

In diesen Fällen handelt es sich um gewerbsmäßige Hundezucht, welche bestimmte tierschutzrechtliche Auflagen (wurden auf der Züchtertagung in 2008 besprochen) einzuhalten haben, dies ist unabhängig von etwaigen steuerrechtlichen Fragen zu sehen.

 

Sofern Krankheiten festgestellt werden, sind diese in jedem Fall aufzuschreiben,  um eine Dokumentation zu ermöglichen.

Züchter/innen haben den Deckschein gem. § 6.2.3 ZO rechtzeitig  beim HZW zu beantragen.

Es ist zu bedenken, dass sowohl Rüdenbesitzer/innen, HZW oder Zuchtbuchstelle sich im Urlaub, auf Geschäftsreisen oder krank sein können, also einen entsprechenden zeitlichen Vorlauf einplanen.

Der Rüdenbesitzer/in  hat die Identität der Hündin vor dem Deckakt zu überprüfen.

 

Auf der Wurfkarte, die innerhalb von drei Tagen an die Zuchtbuchstellen zu senden ist, ist anzugeben, wenn die Welpen per Kaiserschnitt geboren wurden.

Nach dem 2. Wurf  durch Kaiserschnitt ist aus Gründen des Tierschutzgesetzes, die Zucht mit dieser Hündin einzustellen.Wir wünschen allen Züchtern/innen ein erfolgreiches Zuchtjahr und eine glückliche Hand bei der Auswahl der Welpenkäufer.

 

Für die Zuchtplanung 2011 wollen wir eine redaktionelle Änderung vornehmen:

Auf der vorletzten Seite des Mitteilungsblattes 2 des laufenden Jahres wird eine Zuchtplanungskarte zum Austrennen eingestellt werden. Diese Karte kann auch von der Homepage heruntergeladen werden, um sie mit der Post an den HZW zu senden.

Von einer formlosen Beantragung per Mail oder mit Vordruck ist abzusehen, da hier zusätzlicher Arbeitsaufwand für die Zuchtkommission und den HZW für Archivierung und Ausdruck als Besprechungsunterlage entsteht.

  

Top 5

Allgemeine die Zucht betreffende Fragen

 

An den Vorstand wurde der Antrag gestellt, die Vergütung des Deckrüdenbesitzers zu überdenken und zu ändern.

Begründung: Sofern eine Hündin nur wenige Welpen hat, sind bereits 200 € Grundgebühr fällig und zusätzlich für jeden aufgezogenen Welpen 50€. Bei gestiegenen Kosten für Benzin, Chippen und Impfen kann der ein oder andere Züchter doch unter finanziellen Druck geraten.

Bereits im Vorstand wurde dieser Antrag diskutiert und wird nun zur Meinungsfindung an das Plenum der Züchter weitergegeben.

In diesem Zusammenhang wird auch der Antrag gestellt, den Welpenpreis moderat um 50 € anzuheben, um die zuvor aufgezeigten Kostensteigerungen aufzufangen, zumal im Sinne einer zielorientierten Zucht auch vielfach weitere Fahrwege der Hündinnenbesitzer zu den Deckrüden in Kauf genommen werden.

Da bereits vor 2 Jahren eine grundsätzliche Abfrage über das Welpenpreisniveau erfolgte, besteht Einigkeit, das abgestimmte Niveau zu halten und sich auf die reine Anhebung der ermittelten Mehrkosten zu beschränken.

 

Nach ausführlicher und sachlicher Diskussion werden folgende Punkte abgestimmt:

 

1. Antrag:

Decktaxe nach aufgezogener Welpenzahl (Zuchtbuch)zu ermitteln, Grundgebühr entfällt

Für den Antrag: 20 Stimmen  Enthaltung: 0, Gegenstimmen: 0

 

2. Antrag:

Anhebung Welpenpreis um 50€ auf 650 €

Für den Antrag: 18 Stimmen, Enthaltung: 1 Stimme, Gegenstimmen: 1 Stimme

 

3. Antrag:

Festlegung der Decktaxe auf 85€ je aufgezogenen Welpen

Für den Antrag: 16 Stimmen, Enthaltungen: 0, Gegenstimmen: 3 Stimmen

 

Abschließend werden noch einige allgemeine Fragen aus dem zurückliegenden Zuchtjahr beantwortet und die Veranstaltung kann beim gemeinsamen Essen in gemütlicher Runde ausklingen.

 

Rolf Strieder

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Mitglieder,

 

im letzten Jahr unserer „alten“ Prüfungsordnung soll noch einmal kurz Rückschau auf die Prüfungsergebnisse des vergangenen Jahres genommen werden. Kurzum, bezogen auf die 2008 erstellte Auswertung, gab es keine deutlichen Änderungen.

 

Anlagenzuchtprüfungen

 

 

Mit 89 geführten Hunden, die Rückzieher und anderweitig bedingten Ausfälle sind hier nicht berücksichtigt, wurden im vergangenen Jahr genau soviel Hunde auf einer AZP geführt wie im Vorjahr 2008. Mit 49 Prüfungsteilnehmern hatte die RG Mitte auch im vergangenen Jahr den sogenannten Löwenanteil zu tragen.

 

 Spurarbeit und -laut

 

In den „Spurfächern“ deutet der Trend eher etwas nach unten, als in Richtung „konstant“. Stellvertretend für den Bereich sei hier noch einmal die Leistungs-entwicklung in der Spurarbeit und im Spurlaut dargestellt. Das soll nicht heißen, dass die Leistungsfähigkeit unserer Hunde nachlässt. Eher ist daraus zu schlussfolgern, dass durch eine höhere Zahl von geprüften Hunden und eine Festigung und Anpassung des Bewertungsschemas in den Fächern, die Ergebnisse objektivieren.

 

Im Wesentlichen liegt der Schwerpunkt hier darauf, zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Situation dem Hund das entsprechende Schlüsselerlebnis zu verschaffen. Bei dem einen dauert es halt länger und bei dem anderen geht es schneller.

 

 

 

 

Verhalten am Schwarzwild

 

 

Der Leistungsdurchschnitt im Fach „Verhalten am Schwarzwild“ steigt mit 5,9 Arbeitspunkten seit 2006 erstmals wieder an und liegt damit im oberen guten Bereich. Offenbar tragen die sich in den vergangenen Jahren deutlich verbesserten Gatterbedingungen hier bereits Früchte. Auch wenn es von Bundesland zu Bundesland teilweise erheblich unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Schwarzwildgatter gibt, so können wir mit den Prüfungsergebnissen eindrucksvoll den Wert dieser unterstreichen. Es muss im eigenen Interesse eines jeden Vereinsmitgliedes sein, die Arbeit mit den Hunden im Schwarzwildgatter zu unterstützen.

 

 

 

Schweißarbeit

 

Im Fach „Schweißarbeit“ lag der Leistungsdurchschnitt 2009 bei 4,5 Arbeitspunkten, dem niedrigsten Wert seit 1997. Ob die 600m Übernachtfährte für unsere Hunde wirklich eine so große Hürde darstellt, wie es verschiedentlich behauptet wird, wage ich zu bezweifeln.

Allerdings zeigt sich gerade bei der Arbeit auf der Schweißfährte, wie ein Gespann aufeinander abgestimmt und wie es um das Nervengerüst des Hunde bestellt ist. Insbesondere wenn der Häuptling am Ende des „Stricks“ alles besser weiß oder reichlich Verleitungen kreuzen.

 

Leistungsmäßig liegt der Durchschnitt unserer Hunde in diesem Fach zwischen gut und genügend, nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir Hunde haben wollen, die am Beginn der Jagd vom Strick gelassen werden und am Ende der Jagd gleich wieder im Kofferraum verschwinden, dann langt’s.

 

Schussfestigkeit

 

Bei Überprüfung der Schussfestigkeit wurden bei 8 Hunden die Verhaltensweisen beanstandet. Das ist auf die Zahl der insgesamt geprüften Hunde nicht übermäßig viel. Allerdings ist sicher ein Teil der Mängel auf Fehler bei der Ausbildung zurückzuführen und damit vermeidbar.

 

Eine häufige Beobachtung sei hier kurz angesprochen: Der Hund löst sich bereits vor Abgabe des ersten Schusses gar nicht vom Führer oder er kehrt nach dem ersten Schuss zum Hundeführer zurück und lässt sich dann nur noch mit großem Aufwand bzw. gar nicht mehr zur Suche schicken.

 

Die Ursachen hierfür sind meiner Meinung nach oftmals nicht im angeblich schwachen Nervengerüst des Hundes zu suchen, sondern anderer Art, z.B.:

·  

Es wurde mit ihm einfach nicht oft genug geübt.

·

Das Prüfungsgelände ist für den Hund unbekannt, die Aufregung des Hundeführers überträgt sich auf den Hund. Auf Grund der vielen         anderen Hunde und des ganzen Geschehens bei einer AZP, wird dieser zusätzlich verunsichert und sucht daher Schutz beim Hundeführer.

·

Viele Hunde werden zu früh auf der AZP geführt und stecken eigentlich noch mitten in der „Pubertät“.

·

Der Hundeführer hat im eigenen Revier mit dem ganz jungen Hund das Verhalten auf den Schuss nur wenige Male in einer für den Hund vertrauten Umgebung geübt und weitere Übungen auf Grund des in dieser Phase sicheren Verhaltens (des „noch“ Welpen) gemeint, dieser sei nun für immer schussfest.

 

Gebrauchsprüfungen

 

Erfreulich ist das eine Hundeführerin und 13 Hundeführer 2009 an einer GP teilnahmen. Allen hier noch einmal ein kräftiges Brackenheil! Im Vergleich zu 89 Teilnehmern an den AZP’s sind es allerdings nur 16 % und damit recht wenig.

 

Auch wenn 5 Hundeführer am Ende der GP ohne zählbaren Erfolg auf dem Prüfungszeugnis da standen, haben sie doch den entsprechenden Schneid gezeigt und beim nächsten Mal klappt es bestimmt. Lasst den Kopf nicht hängen, kämpft weiter!

Die Schweißarbeit scheint auch bei der GP für unsere Hunde die größte Klippe zu sein. Mit durchschnittlich 4,3 Arbeitspunkten erreichten unsere Gespanne, dass zweitniedrigste Ergebnis der letzten 9 Jahre. Nur 2004 lagen wir mit 3,8 Arbeitspunkten noch darunter, damals wurden jedoch nur 5 Hunde auf der GP geführt.

 

 

Das Fach „Ablegen“ stellt unsere Hunde vor eine weitere Hürde. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es u. a. auf Grund ihres Temperaments für unsere Hunde nicht einfach ist. Insbesondere wenn es rings herum knallt und frische Wildwitterung in der Luft liegt.  

Sehr gute Ergebnisse erzielten die Prüflinge mit durchschnittlich 7,5 bzw. 8 Arbeitspunkten in den Fächern „Waldsuche“ und „Orientierung“. Hier liegt auch bezeichnender Weise das Haupteinsatzgebiet unserer Kopov’s.

 

 

 

Leistungsnachweise „Natur“

 

Dass sich unsere Hunde in der Praxis bewähren, ist allgemein bekannt. Seit 2008 wurden Anträge auf Erteilung von LZ gestellt. Bis auf drei Anträge, bei denen die beschriebenen Leistungen nicht die geforderten Kriterien erfüllten, konnten alle beantragten Leistungszeichen „Natur“ erteilt werden. Unabhängig aller Formalitäten wird hier noch einmal darauf hingewiesen, dass die beschriebenen Leistungen immer vom jeweiligen Hund allein erbracht werden müssen!

 

 

Name des Hundes

Zuchtbuch-Nr.

Leistungsnachweis

Hundeführer

 

Orpeus vom Fieting

SBV 04030

Schwarzwild-Natur

Florian Lange

 

Hagen Venandi

SBV 04118

Schwarzwild-Natur

Rainer Müller

 

Indra vom Kalmberg

SBV 04051

Schwarzwild-Natur

Gerold Vogt

 

Caran von der Schweinegrube

SBV 05085

Schwarzwild-Natur

Hans Herrmann

 

Akira von der Thorkuppe

SBV 05120

Schwarzwild-Natur

Maud Schmid

 

Ben Casa Fortuna

SBV 05007

Schwarzwild-Natur

Michael Thalheimer

 

Enni von der Schweinegrube

SBV 06064 

Schwarzwild-Natur 

Boris Schnittker

 

Esta spod Dubovej hlavy

SBV 12219

Schwarzwild-Natur

Andreas Steinmetz

 

Galdor von Rottmünde

SBV 06045

Schwarzwild-Natur

Anja Kachbouri

 

Polli vom Fieting

SBV 551070

Schwarzwild-Natur

Horst Kose

 

Ilex vom Räuberkrug

SBV 0324

Schwarzwild-Natur

Uwe Fischer

 

Ulan vom Fieting

SBV 07104

Schwarzwild-Natur

Horst Kose

 

Odin vom Uhlengrund

SBV 05001

Schweiß-Natur

Helge Haubach

 

Blitz von der Donnerfichte

SBV 07185

Schweiß-Natur

Björn Duen

 

Quax vom Uhlengrund

SBV 2036538

Schweiß-Natur

Martin Dedi

 

Jessi vom Kalmberg

SBV 08007

Schwarzwild-Natur

Bernd Schmidt

 

Festus von derSchweinegrube

SBV 06143

Schwarzwild-Natur

Boris Schnittker

 

Viela vom Fieting

SBV 08092

Schwarzwild-Natur

Peter Urban

 

Bonni vom Prignitzland

SBV 07078

Schwarzwild-Natur

Bernd Halter

 

Graf vom Seemühler Forst

SBV 07143

Schwarzwild-Natur

Frank Schmidt

 

Gina vom Seemühler Forst

SBV 07144

Schwarzwild-Natur

Andreas Baumgart

 

Abby vom Horn und Geläut

SBV 06005

Schwarzwild-Natur

Steffen Schmidtke

 

Jessi vom Kalmberg

SBV 08007

Schweiß-Natur

Bernd Schmidt

 

AZP’en Frühjahr 2010

 

Im aktuellen Heft sind bereits die Ergebnisse der Frühjahrs AZP 2010 enthalten. Unabhängig von einigen Unkenrufen, hat sich im ersten Durchgang bestätigt, dass wir mit der neuen PO arbeiten können.

 

Positiv schätzten viele Hundeführer die eindeutigen Leistungsvorgaben in den einzelnen Fächern ein. Unabhängig davon muss festgestellt werden, dass die durchschnittlichen Leistungen unserer Hunde im Laut und Verhalten am Schwarzwild mit 4,5 bzw. 5 Arbeitspunkten nicht überzeugen. Ob das jedoch an überzogenen Forderungen in diesen Fächern liegt lässt sich nach der Hälfte des ersten Prüfungsjahres nicht feststellen. Beim Verhalten am Schwarzwild, zeigten von den 29 geprüften Hunden 14 Hunde eine Leistung, die mit 6, 7 oder 8 Arbeitspunkten bewertet wurde.

 

Im Laut wurde diese Leistung bei 12 von insgesamt 30 Hunden bei denen der Laut bewertet wurde festgestellt.

 

Das heißt dann, dass 48% (Schwarzwild) bzw. 40% (Laut) der in diesen Fächern geprüften Hunde Leistungen im oberen guten und sehr guten Bereich gebracht haben.

 

Das Aufgabenfeld unserer Hunde wird u. a. damit beschrieben, dass sie in der Lage sind, Wild, insbesondere Schwarzwild, anhaltend und laut zu jagen. Deshalb sollten sie das in der Praxis auch zeigen. 5 min lang an Hase oder Sau zu jagen ist da sicher nicht zu hoch gefasst.

 

Nach wie vor gibt es Hundeführer, die an der Erreichbarkeit der Prüfungsnormen zweifeln bzw. den gesetzten Rahmen für unsere Hunde zu groß halten. Vielleicht aber eher nicht. Lasst uns doch bitte erst einmal Erfahrungen mit der neuen PO sammeln, am besten diskutiert es sich mit vorliegenden Fakten und diese müssen wir erst einmal sammeln. Im Übrigen basiert auch z.B. der Bewertungsmaßstab für das Verhalten am Schwarzwild auf einer früheren Prüfungsordnung auf deren Grundlage sehr viele Jagdgebrauchshunde, auch die einiger Vereinsmitglieder, geprüft wurden. Von denen wurde die Angelegenheit zumindest damals akzeptiert und für gut befunden.

Klar ist, dass schon nach dem Gesetz der großen Zahl nicht alle Hunde in allen Fächern beste Prüfungsergebnisse erreichen können. Zu wünschen wäre es trotzdem jedem, denn der Beste ist und bleibt der eigene Hund!

 

Brackenheil!

 

Hubertus Heine

 

 

 

 

Aktivitätsanalyse von Stöberhunden auf Bewegungsjagden mittels moderner GPS-Technik

 

Boris Schnittker

Das Projekt wurde vom Verein zur freilebenden Tierwelt und vom Hess. Ministerium für Umwelt, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unterstützt.

 

 

Einleitung

 

Mit der Abkehr der Kahlschlagswirtschaft hin zu dauerwaldartigen strukturreichen Bestandesformen in der Forstwirtschaft haben sich die Lebensraumbedingungen für das heimische Schalenwild stark verbessert. Die deutliche Vergrößerung der Einstandsflächen und die Erhöhung des Nahrungsangebotes seien hier als wesentliche Faktoren genannt. Entsprechend gestiegen sind die Schalenwild-bestände, vor allem beim Schwarzwild. Die daraus resultierende Schadenssituation in der Forst- und Landwirtschaft, sowie Ansteckungen wertvoller Tierbestände durch von Wildtieren übertragende Seuchen, wie der Schweinepest (ESP) haben die Verantwortlichen unter Handlungsdruck gesetzt.

 

Für die Waldbesitzer und Jäger stellt sich die Frage nach geeigneten Bejagungs-strategien unter den geänderten Umständen. Großräumige Bewegungsjagden mit solo jagenden, spurlauten Stöberhunden (Stöberjagden), auch in Kombination mit durchgehenden Hundeführern, haben sich seit Jahren in vielen Waldrevieren als ergänzende Form der Bejagung etabliert.

Aussagen über Jagdaktivitäten der einzelnen Hunde waren in geschlossenen Waldgebieten bisher nur in kurzen Phasen durch direkte (Sichtbeobachtungen) bzw. durch indirekte Wahrnehmungen (hören des individuellen Lautes, Rückmeldungen) möglich. In dem nachfolgend vorgestellten Projekt wurde seit 2004 mit Hilfe speziell entwickelter GPS-Geräte Aktivitätsanalysen an Stöberhunden durchgeführt.

Vorrangiges Ziel der Untersuchung ist es, Jagdleitern und Hundeführern Empfehlungen über einen optimalen (effizienten und gesetzeskonformen) Hundeeinsatz auf winterlichen Schalenwildjagden geben zu können. Sowohl Chancen als auch Risiken (Überjagung, Tierschutzaspekt) des Hundeeinsatzes sollen verdeutlicht werden.

 

Im Rahmen des Projektes wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren auf 129 Jagdtagen in mehreren Bundesländern über 400 Datensätze aufgezeichnet. In die Auswertung gelangten 247 Datensätze von Stöberhunden. Einige der Hunde wurden über mehrere Jagdsaisons beobachtet. Sämtliche Jagden fanden in freien Revieren (keinen Jagdgattern) statt und waren hauptsächlich auf die Wildart Schwarzwild ausgerichtet. Nachfolgend werden einige Hintergründe und Ergebnisse dieser Untersuchung vorgestellt

 

  Bild 1:     Eine effiziente Bejagung von Schwarzwild in Revieren mit hohem Dickungsanteil ist ohne geeignete Hunde nicht umsetzbar

 

 

Stöberhunde

Für die Studie wurden verschiedene Brackenrassen, Dt. Wachtelhunde, Dackel und Terrier verwand. Die Hunde wurden fast ausschließlich von Hundeführern “rekrutiert“, die sich auf die Jagdform „Stöberjagd“ spezialisiert haben. Vorrangig wurden die Hunde einer Schützengruppe und somit eines Revierteils mit der Technik ausgestattet, um Interaktionen der Hunde, Überlappungen und Jagdlücken auf der Fläche zu analysieren. Das nachfolgende Anforderungsprofil wurde vom Verfasser erarbeitet und anhand eines Kriterienkatalogs (Prüfung, Einsatz, etc.) bei der Auswahl der Hunde angewendet.

 

Von der Anlage und Ausbildung her muss der Hund alleine jagen können und auch so eingesetzt werden. Sollte sich kein Wild im unmittelbaren Nahbereich des Hundeführers aufhalten, muss der Hund die Fähigkeit (Nasenleistung, Fährtensicherheit) und den Willen (Fährtenwillen) besitzen, großräumig die Einstandsflächen abzusuchen (Stöbern). Trifft der Hund auf Schalenwild, soll er dieses hartnäckig und anhaltend bedrängen, im Idealfall ohne Unterstützung weiterer Hunde in Bewegung bringen, fährtenlaut verfolgen und anschließend zu seinem Führer zurückkehren. Dies setzt neben einem guten Orientierungssinn einen starken Führerbezug und die Bereitschaft zur Unterordnung (Führigkeit) voraus.

 

Einflussgrößen auf das Jagdverhalten

 

Im Rahmen des Projektes wurde eine Vielzahl an Faktoren geprüft, die als relevant im Hinblick auf die Aktivität der Hunde gewertet wurden. Dazu gehören äußere (externe) Faktoren, wie das Wetter und die Revierverhältnisse und innere (interne) Faktoren, wie die Erfahrung des einzelnen Hundes oder dessen favorisierte Wildart. Die externen Faktoren beinhalten die Rahmenbedingung des Jagdtages. Sie gelten in der Regel für alle Stöberhunde in einem ähnlichen Ausmaß.

 

 

Abb. 1: Einflussfaktoren auf das Jagdverhalten von Stöberhunden

  

Als interne Faktoren werden die Einflussgrößen bezeichnet, die zu ererbten oder etablierten Verhaltensweisen des einzelnen Hundes in jagdrelevanten Situationen führen. Dies basiert aufgrund seiner individuellen genetischen Begabung, seiner Erfahrungen und seiner physischen Leistungsfähigkeit. Zum Teil sind die Faktoren miteinander verknüpft. Eine exakte Abgrenzung der Faktoren untereinander ist nicht immer möglich.

 

Im Gegensatz zu den internen Faktoren lassen sich die externen Faktoren messen oder einem Skalierungssystem zuordnen. Auf Grundlage dokumentierter Mehrjahresstudien einzelner Hunde wurde mit einer Varianzanalyse deren Einfluss auf die definierte Zielgröße maximale Entfernung des Hundes zum Stand (pmax) exemplarisch untersucht. Im Ergebnis konnten dabei den Faktoren Wilddichte und Jahreszeit (Termin der Jagd im Laufe der Jagdsaison) ein signifikanter Einfluss auf die Zielgröße zugeordnet werden. Dies ist wie folgt zu erklären:

 

 

Zum Jagdverhalten und zur Aktivität von Stöberhunden

 

Das Jagdverhalten der Hunde ist eine Reaktion auf die Feindvermeidung des Wildes. Folglich konnte in Revieren mit hoher Wilddichte eine hohe Aktivität der Stöberhunde beobachtet werden. Die Hunde werden häufig mit frischer Witterung, Sichtbeobachtung und akustischen Reizen (Schüsse, Bellen anderer Stöberhunde, Lock-, Klage- u. Laufgeräusche des Wildes etc.) konfrontiert, was sie zu zahlreichen Jagdaktionen reizt. Ermüdungserscheinungen werden verdrängt. Ein größeres Aktionsgebiet und der Verlust der Orientierung des Hundes sind wahrscheinlicher, als bei Jagden in wildarmen Revieren. Die individuelle Vorliebe und Abneigung auf bestimmte Wildarten spielt dabei für den einzelnen Hund eine große Rolle.

Auch dem Zeitpunkt der Jagd im Laufe der Jagdsaison konnte ein großer Einfluss auf die Aktivität der Hunde zugeordnet werden. Dies wird auf folgende Gründe zurückgeführt:

 

Die physische Fitness ist bei den meisten Hunden zum Start der Jagdsaison noch nicht aufgebaut. Ein nicht geringer Teil der Hunde ist übergewichtig. Erschwerend können sich in diesem Zusammenhang die höheren Temperaturen im Oktober, verbunden mit einem (durch Belaubung begründeten) erhöhten Dickungsanteil in Laubholzkulturen mit Begleitvegetation, im Vergleich zu den drei Folgemonaten, auswirken.

 

 

 

Bild 2: Junger Schweisshund stellt nach langer Hetze einen Überläufer. Je höher die Stand-festigkeit, Dauer und Länge der Hetzen, desto mehr Abschlüsse enden mit einem Abschuss. Dieselbe Verknüpfung erfahren unsere Stöberhunde im Laufe der Jagdsaison zwangsläufig– sowohl an gesundem als auch krankem Wild.

 

Das Selbstbewusstsein des einzelnen Hundes ist zum Saisonstart noch begrenzt bzw. noch nicht entfaltet. Die Erfolgserlebnisse der Hunde bei Hetzen liegen, von einigen Nachsucheneinsätzen abgesehen, bereits neun bis zehn Monate zurück und entstammen der vorjährigen (Stöber-) Jagdsaison.

 

Die Bindung des Hundes zum Hundeführer ist zum Saisonstart sehr hoch. In der jagdfreien Zeit werden die meisten Stöberhunde mit Aufgaben/Beschäftigungen einer Bezugsperson konfrontiert (Prüfungsvorbereitung, Prüfungen, Nachsuchen etc.), die sich positiv auf die Bindung zu dieser auswirken.

Auf den Stöberjagden wird dagegen ein hohes Maß an Selbständigkeit verlangt und gefördert. Bei den Stöberjagden konnte beobachtet werden, dass Erfolgserlebnisse (in Form von erlegtem Wild, vor dem Hund gestelltes und erlegtes Wild, etc.) beim Hund sofort eine Verstärkung des Selbstbewusstseins bewirken und damit der Wille, ans Wild zu kommen, bereits mit der nächsten Jagdaktion zunimmt.

  

Fazit:

Mit Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit und des Selbstbewusstseins erhöht sich die Selbständigkeit, die Intensität der Jagdaktionen und die Bereitschaft des Hundes, sich vom Führer (in Länge und Dauer) zu lösen.

 

 

Bild 3:     Schwarzwildbracke nach erfolgreicher Jagdaktion am gestreckten Frischling. Enden Jagdaktionen mit einem Abschuss, wirkt sich dieser Erfolg positiv auf das Selbstbewusstsein des Hundes aus

 

Zahlen, Entfernungen, Strecken

 

Bei der Mehrzahl der Hunde begann die Jagd mit einer schnellen, weiten Aktion zum Anfang der Jagd (Ø 950 m), wobei es sich immer um die Jagdaktion eines Stückes aus dem Revier der Stöberjagd mit anschließendem Rückweg handelte.

Beim Einsatz von Hundeführern an Gefahrstellen (Straßen, Schienen etc.), die wohlmöglich von Fernwechsel geschnitten werden, sollte diese Zahl Beachtung finden.

Blendet man die weiteste (oft die erste) Aktion aus, verringerte sich die Entfernung durchschnittlich auf etwa 550 m um den Stand des Hundeführers. Dieser Wert begrenzte den eigentlichen Aktionsraum des Hundes.

 

Die zurückgelegte Strecke der Stöberhunde betrug bei den meisten Hunden zwischen 12 und 25 km, (durchschnittlich etwa 17 km), wobei in Ausnahmefällen bis zu 50 km aufgezeichnet wurden. Ein hoher Wert kann auf eine hohe Intensität bei der Bejagung deuten. Im Umkehrschluss bedeutet dies nicht, dass ein niedriger Wert mit einer geringen Intensität einhergeht. Gerade in Revieren mit hohem Dickungsanteil konnte mehrstündige Jagdaktionen auf engstem Raum aufgezeichnet werden.

 

Die zurückgelegte Strecke kann jedoch nicht allein als Indiz für hohe jagdliche Aktivität herangezogen werden. Dies verdeutlichten Auswertungen von Hunden, die unter vergleichbaren Verhältnissen über mehrere Tage auf Jagden eingesetzt wurden. Dabei konnte oft kein Rückgang der zurückgelegten Strecke festgestellt werden, jedoch nahm die Dynamik und Dauer der Jagdaktionen deutlich ab.

 

Das Zentrum der Aktivität wurde in dieser Untersuchung auf die Fläche definiert, in der sich die Hunde mit einer 65%-igen Wahrscheinlichkeit aufhalten. Dieses Kerngebiet belief sich auf eine Flächengröße von 4 bis 7 ha. Aus dieser Zahl können Rückschlüsse auf die benötigte bzw. vertretbare Anzahl von Hunden je ha /Einstandsfläche gezogen werden.

 

 

Überjagen

 

Es ist unstrittig, dass eine effiziente Bejagung von Schwarzwild in Revieren mit hohem Dickungsanteil ohne Hunde nicht durchführbar ist. Ebenso unstrittig ist die Notwendigkeit einer großflächigen Bejagung der Sauen, was bereits vielerorts mit revierübergreifenden Bewegungsjagden erfolgreich umgesetzt wird.

Bei der Stöberjagd befinden sich die Hunde hauptsächlich außerhalb des unmittelbaren Einwirkungsbereiches des Hundeführers. Grenzen nachbarschaftlicher Jagdbezirke können dabei weder vom Wild noch von den Hunden beachtet werden. Kritiker dieser Jagdform verweisen auf die Problematik durch überjagende Hunde, was eine rechtswidrige Störung des fremden Jagdrechts darstellt und unter erschwerten Umständen einen Straftatbestandteil erfüllt.

 

 

 

Der sich seit Jahren abzeichnende Interessenskonflikt zwischen Gegnern und Befürwortern dieser Jagdform fand im Jahr 2008 mit dem Abschuss eines überjagenden Stöberhundes in Ilmenau/Thüringen einen weiteren Höhepunkt. Die Unsicherheit der Interessensverbände ist gestiegen und basiert im Wesentlichen auf fehlendem Wissen über die Aktivitäten der Stöberhunde während der Jagd. Folgende Fakten konnten zu dem Thema in dem Projekt ermittelt werden:

 

Im Untersuchungszeitraum haben von 193[1] standgeschnallten Hunden 20 Hunde die Jagdgrenze überschritten. Bei 10 Hunden konnte lediglich ein „Verlaufen“ festgestellt werden, d.h. die Hunde haben sich auf Wegen aus der Jagd entfernt. Die übrigen 10 Hunde (entspricht ca. 5 %) haben überjagt.

 

 

Abb. 2: GoogleEarth-Darstellung von Überjagungsaktionen eines Stöberhundes (Waldrand ist Jagdgrenze)..

 

Von diesen 10 Hunden haben mindestens vier Hunde ein krankes Stück Wild gejagt und dabei die Jagdgrenze überschritten haben. Dies konnte anhand der Aufzeichnungen und erfolgter Nachsuchen eindeutig rekonstruiert werden.

 

Lediglich sechs Hunde haben an voraussichtlich gesundem Wild überjagt. Bei zwei der sechs Hunde betrug die Entfernung des Standes zur Jagdgrenze weniger als 200 m, womit ein Überjagen in Kauf genommen werden musste.

 

Beobachtet wurde weiterhin, dass sich die Aktionsräume der Stöberhunde, auch der in den Randbereichen eingesetzten, in das Jagdrevier hinein orientierten.

 

Aus den gewonnen Erkenntnissen können folgende Empfehlungen angeführt werden, die das Risiko des Überjagens von Stöberhunden verringern:

 

-    einen Termin in den ersten drei Oktoberwochen wählen

-    Anzahl der Stöberhunde an den Jagdtermin anpassen. Oktoberjagden „verkraften“

mehr Hunde als Jagden ab November:

                           Oktober:                                1 Hund auf 4-6 ha Einstandsfläche

                           ab November:     1 Hund auf 5-10 ha Einstandsfläche

-    Reviergröße nicht unter 400 ha im Oktober und nicht unter 600 ha ab November

-    Entfernung/Distanz zum Nachbarrevier einhalten (Fernwechsel, Einstände

    beachten)

-    wenn grenznahe Einstände bejagt werden, sollten dort nur (durchgehende)

Hundeführer mit stark führerbezogen jagenden Hunden eingesetzt werden

-    die Hundeführer über die Problematik informieren und in die Planung einbeziehen.

Bekannte „Weitjager“ gezielt (z.B. zentrale Einstände im Jagdrevier) oder gar nicht einsetzen

 

 

Orientierung und Rückweg

 

Die Orientierung der Hunde erfolgt in fremden Revieren im Wesentlichen über die Hinfährte, d.h. der Hund läuft seinen Hinweg so lange zurück, bis er den Ausgangspunkt (Hundeführer oder Führerfährte), bzw. den Nahbereich des Hundeführers erreicht. Das schließt nicht aus, dass beispielsweise ein spitzer Winkel im Verlauf abgekürzt wird. Markante Revier- oder Geländebestandteile, wie breite Schneisen, Bachläufe o.ä. können von Hunden erkannt und für den sicheren Rückweg, ohne Arbeit der Hinfährte, genutzt werden. Häufig werden Schneisen, Wege und Straßen (!) für den Rückweg bis zum Schneiden der Hinfährte genutzt.

 

Überschießt der Hund seine Hinfährte kann es zu langen Suchaktionen auf den Wegen bzw. zum vollständigem Verlaufen des Hundes kommen. Die Tendenz zur Nutzung von Wegen ist hoch, steigt im Verlauf der Jagddauer an und konnte vorrangig bei älteren Hunden (ab Alter 4 Jahre) beobachtet werden.

 

Bei durchgehenden Hundeführern ist die Führerfährte die rote Linie für den Hund.

Bei weniger als 3 % der Hunde wurden Aktionen dokumentiert, bei denen Hunde nach einer (tlw. mehreren Kilometer) langen Jagdphase im fremden Revier nahezu geradewegs in den Nahbereich des Hundeführerstands laufen, wobei eine Orientierung über Hinfährte oder Wind ausschieden. Diese Art der Orientierung scheint nach einem „internen Kompass“ zu funktionieren. In der Abbildung 3 ist eine solche Aktion eines Stöberhundes aufgezeichnet, die mit einer Jagdaktion über annähernd drei Kilometer an einer altkranken Sau beginnt und mit einem Abschuss endet (Punkt 3).

 

Von mehreren Ständen (s. gelbe Sterne) konnte beobachtet werden, dass sich die Sau mehrfach dem Hund gestellt hat. Durch deren typisches Verteidigungsverhalten mit kurzen Angriffen und Drehungen kann die Richtung des Hundeführerstandes für den Hund ohne weiteres nicht mehr nachvollziehbar gewesen sein. Der Rückweg verläuft bei Westwind ca. 300-500 m westlich der Hetze. Der Hund nutzte größtenteils Wege, orientierte sich mehrfach ostwärts, bis schließlich 400 m vor den Stand die Hinfährte geschnitten wurde, wo der Hundeführer den Hund aufnahm.

 

Generell konnte in großflächigen, strukturarmen Revieren im Flachland (z.B. Truppenübungsplätze) zwei wesentliche Aspekte beobachtet werden:

 

-       Die Hunde entfernten sich tendenziell weiter von den Hundeführern.

                -       Es bereitete den Hunden größere Schwierigkeiten sich zu orientieren, als in

                        Mittelgebirgsrevieren.

 

Insgesamt fanden 13,3 % der Stöberhunde zum Jagdende nicht zum Hundeführer zurück und wurden abgeholt oder aufgelesen und zum Streckenplatz mitgenommen.

 

 

 

Abb. 3: GoogleEarth-Darstellung: 1 Stand, 2 Start Hetze

altkranke Sau, 3 Abschuss, 4 Rückweg


 

Tierschutz

 

Wie bereits erwähnt wurden vorrangig die Hunde einer Schützengruppe und somit eines Revier-teils mit der Technik ausgestattet. Ziel war die Analyse und Darstellung der Aktionsgebiete und Kerngebiete mehrerer Hunde eines Revierteils. Am Computer wurde das (zeit-) synchrone Starten sämtlicher aufgezeichneter Stöberhundeaktivitäten eines Jagdtages durchgespielt. Somit konnten Aussagen über die zeitgleiche Nutzung eines gemeinsamen Überlappungsraumes getroffen werden.

 

 

Abb.4: GoogleEarth-Darstellung der Aktionsgebiete (MCP) von vier Stöberhunden einer Gruppe

 

Im Ergebnis wird festgestellt, dass das Aktivitätszentrum eines Stöberhundes eine Fläche zwischen 4 und 7 ha umfasst. Zieht man die kurzzeitigen weiten Aktionen (Exkursionen) der Hunde mit in den potentiellen Flächenbedarf eines Stöberhundes ein wird festgestellt, dass sich die Aktionsgebiete der Stöberhunde regelmäßig überschneiden.

Ein gemeinsames Jagen von zwei oder mehr Hunden an gesundem Wild, dass länger als einige Minuten dauerte, war jedoch die Ausnahme. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass regelmäßig großflächige (>3 ha), gatterfreie Revierteile inkl. Einstandsflächen über die gesamte Jagddauer gar nicht von den Hunden belaufen wurden.

 

 

Bild 4: Dt. Wachtel findet und stellt kranken Frischling während der Jagd. Ohne geeignete Stöberhunde ist eine tierschutzkonforme Bejagung nicht möglich

 

Zusätzlich wurden die Aufzeichnungen der Hunde im Hinblick auf Geschwindigkeit analysiert. Jagdaktionen mit einer Geschwindigkeit über 25 km/h fanden regelmäßig statt, dauerten jedoch nur in Ausnahmefällen länger als 20 Sekunden. Diese Jagdaktionen konnten mehrfach Hunden zugeordnet werden, die kurzzeitig Wild auf Sicht gehetzt haben.

 

Gesundes Wild kann sich den Hunden durch Flucht entziehen und findet innerhalb der Jagdfläche Rückzugsmöglichkeiten. Aufgrund der vorliegenden Auswertungen ist beim Einsatz von solo jagenden, spurlauten Stöberhunden in einer Dichte von einem Hund auf 4 bis 10 ha Einstandsfläche grundsätzlich davon auszugehen, dass die Jagdform „Stöberjagd“ keine tierschutzrechtliche Relevanz besitzt.

 

Zusammenfassung

 

In einem wissenschaftlichen Projekt wurde im Zeitraum 2004-2009 auf 129 Bewegungsjagden die Aktivität von Stöberhunden mit speziellen GPS-Halsbändern dokumentiert und ausgewertet. Das Projekt sollte vorrangig Erkenntnisse zum Überjagen und zu Tierschutzaspekten auf Bewegungsjagden liefern.

 

Während eines Großteils der Jagdzeit hielten sich die Hunde in einem mittleren Radius bis zu 500 m um den Hundeführerstand auf und legten während einer zweistündigen Bewegungsjagd durchschnittlich 17 km zurück (entspricht 8,5 km/h). Typisch ist eine schnelle weite Jagdaktion in den ersten 15 Minuten. Der Rückweg erfolgt über die Hinfährte und einen „internen Kompass“. Im Verlauf der Jagdsaison konnte eine steigende Tendenz der Parameter festgestellt werden.

 

Die zurückgelegte Strecke kann nicht allein als Indiz für hohe jagdliche Aktivität herangezogen werden. Bei Stöberhunden, die an mehreren aufeinander folgenden Tagen jagten, wurde festgestellt, dass nicht zwangsläufig die zurückgelegte Strecke, jedoch die Dynamik und Dauer der Jagdaktionen deutlich abnahm.

 

Den Faktoren Wilddichte (wobei die individuelle Vorliebe und Abneigung auf bestimmte Wildarten für den einzelnen Hund eine große Rolle spielt) und Zeitpunkt der Jagd im Laufe der Jagdsaison konnte ein großer Einfluss auf die Aktivität der Hunde zugeordnet werden.

Mit Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit und des Selbstbewusstseins erhöht sich die Selbstä